Schweiz
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Ein Polizist der Kantonspolizei Zuerich patroulliert, ausgestattet mit einer Maschinenpistole, im Hauptbahnhof Zuerich, am 15. November 2015. Nach den Anschlaegen von Paris beorderte die Kantonspolizei Zuerich zusaetzliche Kraefte an den Zuercher Hauptbahnhof und an den Flughafen. (KEYSTONE/Pascal Mora)

Schwerbewaffnete Polizisten patrouillieren nach den Anschlägen von Paris im Zürcher Hauptbahnhof. 
Bild: KEYSTONE

Liebe Extremismus-Hysteriker: Ihr macht alles nur noch schlimmer

Politiker und Journalisten treiben ihre Geschäfte mit der Angst vor Terroranschlägen voran. Sie geben vor, solche bekämpfen zu wollen. Tun aber das exakte Gegenteil. 

29.11.15, 12:01 30.11.15, 16:11


Die Angst diktiert die Agenda. Die Vernunft steht hinten an.

So macht es zumindest den Anschein, wenn man die Debatte um die sogenannten Dschihadreisenden oder islamistischen Extremisten aus und in der Schweiz beobachtet. 

Bundesanwalt Michael Lauber hat bereits früh auf die «Dschihadreisenden» als Hauptpfeiler seiner PR-Strategie abgestellt, um seine Wiederwahl zu sichern. Dschihadreisende sorgen immer für Quote. Während über alle anderen Verfahren der Mantel des Schweigens ausgebreitet wird, vermeldet die Bundesanwaltschaft jede noch so kleine Aktion in Zusammenhang mit mutmasslichen Extremisten.

Über 30 Verfahren führt die Bundesanwaltschaft bisher. Verurteilungen in Fällen, die so gravierend sind, wie das öffentliche Aufsehen, das um sie gemacht wird, muss die Bundesanwaltschaft erst noch erreichen.

Die Vorverurteilung färbt ab 

Die dank des medialen Echos unvermeidliche Vorverurteilung der mutmasslichen Islamisten färbt indes seit längerem auf alle Muslime ab, die in der Schweiz leben.  

Nach den Terroranschlägen von Paris nutzen neben Lauber («würde nicht zögern, bereits jetzt einen Trojaner zur Überwachung eines Terrorverdächtigen einzusetzen, falls das nötig wäre») auch die Boulevardmedien und Verteidigungsminister Ueli Maurer die nachvollziehbare Angst der Bevölkerung, um ihre Agenden zu bewirtschaften.

Die «Weltwoche» und der «Sonntagsblick» rufen in der Woche nach den Anschlägen unter Missachtung elementarer journalistischer Sorgfaltsregeln kurzerhand eine «geheime ‹IS›-Zelle» mitsamt «‹IS›-Paten» in der Schweiz aus und Maurer ruft nach Aufstockung von Polizei, Grenzwachtkorps und Nachrichtendienst und einer neuen auf Terroristen spezialisierten Sondereinheit.  

Mit «20 Minuten» titelt die grösste Zeitung der Schweiz «Schweizer Extremisten feiern die Attentäter» und «Muslime sollen sich stärker anpassen». Und die «Arena» des SRF fragt in den ersten beiden Sendungen nach den Anschlägen von Paris nach «Krieg in Europa?» und «Die Schweiz in Gefahr?» 

Man könnte meinen, man werde bereits nächsten Dienstag auf dem Weihnachtsmarkt am Dorfbrunnen abwechslungsweise von russischen Kampfjets und Winterthurer Selbstmordattentätern in den sicheren Tod gebombt. 

Wenn Hysterie die Debatte befeuert

Das ist natürlich genauso absurd, wie es dumm wäre, anzunehmen, es gebe keine islamistisch-extremistischen Kreise, die der Schweiz gefährlich werden könnten.

Leider verunmöglichen die Angstbewirtschafter in Medien und Politik mit ihrer Hysterie eine rationale und zielführende Debatte darüber, wie die Radikalisierung einzelner Muslime so wirksam wie möglich verhindert werden kann. Ja, sie befeuern sie gar noch. 

Denn der effektivste Weg wäre das Zusammenrücken der Zivilgesellschaft und die klare Botschaft: Was islamistische Terroristen veranstalten, interessiert uns nicht, wir wohnen zusammen, arbeiten zusammen, leben zusammen und wir bekämpfen die Ausgrenzung und Denunziation von Muslimen und damit den Nährboden für islamistische Radikalisierung gemeinsam. 

Im derzeitigen Klima ist das leider ein Ding der Unmöglichkeit.

NotInMyName

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99
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    Alle Leser-Kommentare
  • pedrinho 30.11.2015 10:43
    Highlight Also..., ich hab auch ein problem mit den "muslims". Dann naemlich, wenn ich in den von ihnen gefuehrten hotels keinen gebratenen speck zu meinem fruehstuecksein bekomme.




    ps. mit meinem beitrag moechte ich mich in die reihe der teilweisen absurden kommentare einfuegen ;)

    11 6 Melden
    • Chlinae_Tigaer 30.11.2015 13:33
      Highlight Krass absurd, der Kommentar.
      8 4 Melden
    • pedrinho 30.11.2015 14:33
      Highlight so wars auch gemeint :D
      4 2 Melden
    • Sir Jonathan Ive 01.12.2015 11:30
      Highlight @pedrinho
      bei chlinae tigaer bin ich mir jetzt nicht sicher ob er es ironisch meint. wäre ihm noch zuzutrauen, dass so was ernst nimmt. (Diese Einschätung mache ich aufgrund der von ihm verfassten Kommentare, weshalb sie keineswegs als gültige Beurteilung akzeptiert werden kann und soll)
      2 4 Melden
  • saukaibli 30.11.2015 08:41
    Highlight Also wenn ich mir die Kommentare so durchlese, scheinen die Paranoia-Verbreiter ganze Arbeit geleistet zu haben.
    16 3 Melden
    • Triesen 30.11.2015 10:33
      Highlight Leider hat der Daesh sein Ziel erreicht und unsere "Volkspartei" ist auf den Express aufgesprungen - hat noch etwas Benzin ins das Feuer gegossen..:
      11 8 Melden
  • Matrixx 30.11.2015 06:39
    Highlight 2 Sachen stören mich an den Kommentaren:
    1. Hört bitte auf mit diesem negativen Ausdruck "Gutmenschen"! Was sind denn Leute, die keine Gutmenschen sind? Schlechtmenschen?

    Ist es so schwierig zu verstehen, dass es hier Menschen gibt, die anderen helfen wollen, weil sich das so gehört?

    2. Die Angst in der Schweiz einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen von den Menschen, die Paris angegriffen haben, ist gleich 0! Es hat Vorteile, dass sich die Schweiz so ziemlich aus allem raushält. Und das sollte sie auch in Zukunft tun!
    21 11 Melden
    • Matrixx 30.11.2015 09:19
      Highlight Zu Punkt 1:
      Andere bezeichnen mich als Gutmensch. Ich bezeichne mich als Philanthrop...

      Zu Punkt 2:
      Wenn es mich nicht täuscht, war der Anschlag in Frankreich ein Vergeltungsschlag für deren Krieg in IS-Gebieten. Die Schweiz mischt nicht mit, daher seh ich da keine Gefahr.
      Strategisch gesehen bringt die Schweiz Daesh eh nichts. Die einzige "antiislamische" Aktion der Schweiz ist das Minarett- und Burkaverbot. Das würde aber die Mühe nicht lohnen.
      8 8 Melden
    • Matrixx 30.11.2015 10:05
      Highlight Genau, die Schweiz KÖNNTE jederzeit mit Leichtigkeit angegriffen werden. Warum aber wurde sie noch nicht angegriffen?

      Wenn man ein leichtes Ziel angreofen kann und dies auch will, würde man es dann nicht schnellstmöglich tun, anstatt zu warten bis aus Erwartung eines Angriffs die Sicherheit vervielfacht wird?

      Die Tatsache, dass man es tun kann, aber noch nicht tat, bestätigt doch irgendwie meine Aussage?
      8 4 Melden
    • Duweisches 30.11.2015 11:43
      Highlight Wieso sollte eine Gesellschaft zerbrechen, weil sie anderen, "Aussenstehenden" hilft? Das ergibt für mich keinen Sinn...
      Ausserdem hat der IS die Terroranschläge selber als Vergeltungsschlag bezeichnet. Was für mich sogar irgendwie verständlich ist, wenn ich sehe, wie feige Frankreich Bomben abwirft, ohne Erfolg aber mit hohem Kollateralschaden...
      4 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Statler 29.11.2015 17:22
    Highlight Anscheinend wurde den Hundehaltern in Schaffhausen ein Brief geschickt, in dem geraten wird, beim Abendspaziergang vermehrt aufmerksam zu sein und ortsfremde oder verdächtige Personen der Polizei zu melden.
    Ich empfehle ortsfremden Personen (vor allem bärtigen Rucksackträgern [a.k.a. der Samichlaus]), Schaffhausen fortan grossräumig zu umfahren und abends keine Bekannten und Verwandten mehr zu besuchen.
    45 26 Melden
    • Triesen 29.11.2015 21:43
      Highlight Eine gute Antwort an Daesch (bitte nicht IS): Auch mir zittern die Knie und ich schlottere vor Angst... 😱😰🤔😀😂
      8 6 Melden
    • hoi123 30.11.2015 05:56
      Highlight Der Fokus bei dieser Aktion liegt wohl mehr bei der Einbruchsprävention
      14 1 Melden
    • Statler 30.11.2015 08:15
      Highlight @hoi: das würde ich gerne glauben. Das Timing lässt mich aber vermuten, dass da andere Beweggründe dahinter stecken...
      0 7 Melden
  • whatthepuck 29.11.2015 16:37
    Highlight Was es braucht sind differenzierte, fundierte Ansichten. Ich sehe aber ebenso gewisse Probleme in einer Berichterstattung die dahin geht, dass ein Prediger aufs äusserste verteidigt wird, der in einer Moschee aktiv ist, der eine Nähe zum IS nachgesagt wird. Beweise dafür, dass die Anschuldigungen falsch sind bringt man, abgesehen von sympathischen Interviews, aber keine. Was wenn sich irgendwann rausstellt, dass doch irgendwer in irgendeiner Form Dreck am Stecken hatte?

    Vorsicht ist leider nötig. Aber Fairness auch.
    55 11 Melden
    • phreko 29.11.2015 16:48
      Highlight Unschuldsvermutung wo bleibst du?
      35 28 Melden
    • Triesen 29.11.2015 20:05
      Highlight ...eben "nachgesagt wird". Schön formuliert. Das reicht dann auch schon, jemanden offen dem Terrorverdacht zu unterstellen und sämtliche Kollegen stehen dann auch unter Pauschalverdacht, weil sie zum "Dunstkreis" gehören. Funktionieren unsere Gesellschaft, unser Rechtssystem und unsere Medien neuerdings nach dem Prinzip im Zweifelsfalle gegen den Angeklagten? Dann hätte ich auch gleich eine Liste mit Leuten, die mir suspekt sind.
      18 7 Melden
    • Citation Needed 29.11.2015 20:09
      Highlight Zuerst bräuchte es mal Beweise, dass die Anschuldigungen stimmen. Einfach mal Dreck schmeissen und dann auf den Beworfenen zeigen und sagen, 'seht, der ist nicht ganz sauber!'? So kannst Du die halbe CH in Misskredit bringen. Und - seien wir ehrlich - der Dreck klebt selbst dann weiter, wenn entlastende Beweise geliefert werden, zumindest, was den Ruf angeht.
      Erinnert fast an die mittelalterliche Hexenprobe: wenn die gefesselt ins Wasser geworfene 'Hexe' schwimmt, ist sie des Teufels und wird verbrannt, ertrinkt sie, dann war sie keine Hexe, hurra.
      19 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pipapo 29.11.2015 16:11
    Highlight 'Der effektivste Weg wäre das Zusammenrücken der zivilgesellschaft...' Könnten Sie, Herr Thiriet, bitte ganz konkret sagen, wie Sie sich das vorstellen? Was kann ich bzw. die Zivilgesellschaft machen, um das zu erreichen?
    24 3 Melden
    • Sapere Aude 29.11.2015 16:34
      Highlight Als Beispiel liesse sich hier die Reaktion Norwegens auf den Anschlag Breiviks anfügen. Wir müssen einen Weg finden, die Gefahr ernst zu nehmen, ohne gleich mit dem Finger auf eine Bevölkerungsgruppe zu zeigen oder unsere Werte und Rechte zu verraten, indem wir versuchen alles und jeden zu überwachen. Hier geht es wohl darum, dass innerhalb der Gesellschaft ein Dialog stattfindet über unsere Werte und die Form des Lebens mit allen Bevölkerungsgruppen.
      30 7 Melden
    • Friendo-86 29.11.2015 17:04
      Highlight Ein wesentlicher Unterschied zwischen der Breivik-Gräueltat und den Anschlägen in Paris ist wohl jedoch, dass Breivik ein Norweger war, ohne (zumindest auf den ersten Blick) erkennbarem Hintergrund (z.B. muslimischer Glaube, ausländ. Herkunft oder ähnlich), mit welchem die Untat assoziiert werden konnte. Macht es wohl einfacher, "zusammenzurücken" und auf das Suchen von Sündenböcken weitgehend zu verzichten. Tragisch, aber wohl wahr...
      18 9 Melden
    • Sapere Aude 29.11.2015 17:32
      Highlight Die Attentäter von Paris waren mit wenigen Ausnahmen Franzosen und Belgier. Natürlich verkompliziert ihr muslimischer Hintergrund die Sache. Grenzen wir jedoch die Muslime pauschal aufgrund ihrer Religion aus, werden diese nur noch empfänglicher für radikale Botschaften. Vielmehr muss ein Dialog mit den Muslimen angestrebt werden, um Strömungen zu fördern, die mit den europäischen Werten vereinbar sind.
      26 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • meliert 29.11.2015 15:56
    Highlight Ich war gerade auf einem Weihnachtsmarkt und habe mich nach "potenziellen Übeltätern" umgesehen. Es ist schlichtweg unmöglich die 8 Mio Einwohner der Schweiz zu überwachen um zu verhindern, das etwas passiert. Weiterleben wie bisher, Auto- oder Zugfahren ist gefährlicher, die Chance ist grösser das man dabei zu Schaden kommt, als von einer IS Bombe getötet oder verletzt wird. Keine Hysterie!
    28 3 Melden
  • Jol Bear 29.11.2015 15:47
    Highlight Es ist bereits so, dass wir (Christen, Muslime, Juden, Atheisten u.a.) bei uns zumindest recht problemlos zusammen leben, arbeiten usw. Um Terroranschläge auszuüben, reichen aber Einzelpersonen, vor Ort lebende und/oder solche, welche die Gunst der offenen Grenzen nutzen. Wann Sicherheits- und Kontrollmassnahmen hysterisch sind, ist aber kaum korrekt zu beurteilen. Regierungen, Geheimdienste informieren nicht lückenlos über vereitelte Anschläge oder erfolgreiche Massnahmen gegen Terror. Der "erfolgreiche" Anschlag ist sofort publik, der erfolgreich verhinderte jedoch nicht.
    17 4 Melden
  • DerWeise 29.11.2015 15:32
    Highlight Ich denke mal, nebst sogenannten Hysteriker, verursachen Zeitungen wie Watson, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Fundis und Extremisten (notabene den SVP'lern unter den Muslimen) eine Plattform zu bieten, einen weitaus grösseren Schaden
    29 43 Melden
    • phreko 29.11.2015 16:50
      Highlight Frag mal in den USA nach den Kriegskosten, oder im Irak nach der Anzahl Toten nach, welche die Hysteriker ausgelöst haben...
      17 5 Melden
    • Anam.Cara 30.11.2015 11:45
      Highlight @DerWeise
      Diesen Gedanken kann ich nicht nachvollziehen. Wo gehen wir den hin, wenn wir uns nicht um eine ausgeglichene Meinungsbildung bemühen? Was passiert, wenn die Medien nur noch eine bestimmte Meinung vertreten bzw. vertreten dürfen? Das wäre dann wohl "Gleichschaltung" oder?
      Zudem finde ich den Begriff "SVP'ler unter den Muslimen" arg pauschalisierend. Haben Sie dabei bestimmte Personen im Kopf? Falls ja, wäre Ihr Statement vielleicht verständlicher, wenn Sie die Namen nennen würden.
      3 0 Melden
    • DerWeise 30.11.2015 12:11
      Highlight @phreko
      ich teile doch diesen Aspekt voll mit dir ;) Deshalb macht man trotzde, niemandem nen Gefallen den Wahabiten Narrenfreiheit zu lassen

      @Anam
      Ich denke da an die Salafisten (vielleicht 5% der als Muslime geltenden Bev.) des IZRS, LIES! Burka-Fans und diversen Moscheen, die abgesehen vom religiösen Dogma, der SVP bezüglich konservativen Ansichten ziemlich nahe stehen bzw um Weiten überflügeln.

      Aber genau bei diesem Aspekt scheint der bei Watson herschende positive Rassismus die Faktenlage zu vernebeln.
      4 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaskedGaijin 29.11.2015 15:31
    Highlight der islam hat nichts mit islam zu tun...
    25 23 Melden
    • Triesen 29.11.2015 21:49
      Highlight Im Islam gibt es keine übergreifende Person die den Ton vorgibt, wie zum Beispiel den Papst oder den Dalai Lama. Entsprechend interpretiert ihn jeder anders und einige leider sehr extrem. Bitte entschuldige, wenn ich damit deinen "fachlichen Beitrag" mit Sachinformationen ergänze....
      6 6 Melden
  • Kookaburra 29.11.2015 15:14
    Highlight Liebe Gutmensch-Hysteriker, wieso meint Ihr immer, dass die "Vernunft" unhinterfragt auf Eurer Seite ist? So macht es zumindest den Anschein, wenn man Eure Beiträge zur Debatte liest.

    "Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen."
    31 21 Melden
    • strieler 29.11.2015 16:59
      Highlight Nur wird die Freiheit zu Hauf ad absurdum geführt: sozusagen sich auf die Meinungsfreiheit (u.a.) zu berufen um dann darzulegen, wie man jegliche Freiheiten am besten "abschafft" - dass geht für einige 'Vernünftige' nicht so ganz einfach durch den Logikkasten.
      18 5 Melden
    • Anam.Cara 30.11.2015 11:47
      Highlight @Bommerang
      Ein sehr schönes Zitat. Vor allem wenn beide Seiten diese Definition beanspruchen dürfen...
      2 0 Melden
    • Citation Needed 30.11.2015 14:11
      Highlight Boomerang, zur Freiheit hat sich auch Benjamin Franklin geäussert:
      "Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren."
      Obwohl Anam recht hat und Orwell (Dein Zitat) theoretisch für beide Seiten passt, ordne ich ihn dennoch bei den "Gutmenschen" ein: mit '1984' hat er das Horrorszenario eines totalüberwachten Staates beschrieben. Ich glaube nicht, dass er heute mehr 'Big Brother' und Kontrolle (wie dies viele Extremismus-Hysteriker recht lautstark fordern) plötzlich so "vernünftig" fände.
      4 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 29.11.2015 15:11
    Highlight Der Naehrboden fuer die Radikalisierung von Muslimen ist also die Ausgrenzung von Muslimen? Gilt das nun allgemein, also auch fuer Pakistan, Lybien, Aegypten, Irak, Syrien? "Spass" beiseite. Schoen konnten Sie ihre Meinung transportieren. Kommt da noch was?
    23 17 Melden
    • nimmersatt 29.11.2015 15:57
      Highlight Kommt hier noch was?
      13 4 Melden
    • Tepesch 29.11.2015 16:03
      Highlight In den europäischen Länder gehört die Ausgrenzung und Vorverurteilung sicher zu den Hauptproblemen.
      In den arabischen Ländern gibt es noch viele andere Probleme, was aber nicht heisst, dass wir an unserem nicht arbeiten müssen.
      18 7 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.11.2015 17:19
      Highlight Wodurch wird dieses "sicher" erhaertet? Welche Religion jemand hat, ist nach meiner Erfahrung rel. Unwichtig. Die Religioesen aller couleur glauben, im Besitz der Wahrheit zu sein. Sind sie aber nicht. Und diese Wahrheit scheint schwer zu ertragen zu sein. Theismus ist rueckstaendig, ausgrenzebd und intolerant. Keine Rekigion ist besser als scientology. Dogmatiker allenthalben. Fck off.
      11 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter von der Flue 29.11.2015 14:45
    Highlight Dieser Titel von einem Portal, welches kein anderes Thema hat seit den Anschlägen in Paris. Ihr seid echt lustige Köbelis.
    51 14 Melden
  • Andi Amo 29.11.2015 13:59
    Highlight "Man könnte meinen, man werde bereits nächsten Dienstag auf dem Weihnachtsmarkt am Dorfbrunnen abwechslungsweise von russischen Kampfjets und Winterthurer Selbstmordattentätern in den sicheren Tod gebombt."

    Also dass man sich vor Putin in Acht nehmen sollte und dass der ja auch ach so ein Pöser ist, daran ist watson mit seiner Berichterstattung gerade auch mitschuldig..
    27 40 Melden
    • phreko 29.11.2015 14:16
      Highlight Ja stimmt, Watson unterdrückt die Russische Opposition, hat die Krim Annektiert und führt einen Verdeckten Krieg in der Ukraine. Sorry, habe ich ganz vergessen.
      35 21 Melden
  • Mäf 29.11.2015 13:51
    Highlight Danke für diesen Beitrag. Ich war während den Anschlägen in Paris erstaunt, wie sich die Medien einen Kampf über die aktuellsten News und Bilder lieferten. Diese "Liveticker" (ja auch Watson) und Sondersendungen usw. trugen die Angst die in Paris herrschte in die Welt hinaus, genau das was nicht passieren sollte. Informationen im Mass sind wichtig, zuviele verunsichern die Leute nur und helfen den Terroristen, ihre Botschaft zu verteilen.
    35 8 Melden
  • Buddhatwig 29.11.2015 13:32
    Highlight Denke lieber an Krebs als Terroristen! Das Risiko ist ungefähr zehn Millionen mal grösser.
    27 28 Melden
    • Shlomo 29.11.2015 20:18
      Highlight Danke, die Wahrscheinlichkeit in der Schweiz einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen ist sogar um einiges unwahrscheinlich als vom Blitz getroffen zu werden.
      3 4 Melden
  • Kronrod 29.11.2015 13:20
    Highlight Beides ist schädlich, Hysterie und Verharmlosung. Wobei im Zhg mit dem Terror die Hysterie zugegebenermassen vorherrscht. Dafür werden profanere Sachen wie der Integrationsaufwand heruntergespielt.
    31 3 Melden
  • poga 29.11.2015 13:16
    Highlight Die grosse Frage @maurice ist doch: Warum ist überhaupt ein Nährboden für diese Hysterie vorhanden. Da ich der Meinung bin dass die meisten Schweizer zumindest tief im Innern dass diese Hysterie nicht das Richtige ist. Das wäre doch einen Artikel wert, die Suche nach den Gründen der Hysterie. Kleiner Tipp da sind nicht nur die Maurer, der Nachrichtendienst und die SVP schuld.
    30 6 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.11.2015 15:15
      Highlight Naehrboden fuer Hysterie. Wow. Gratulation zum doppelten Rueckwaertssalto ohne Anlauf. Ist aber auch dringend geboten, dieser gemeingefaehrlichen Hysterie den Naehrboden zu entziehen. Probleme haben wir ja keine.
      8 5 Melden
    • poga 29.11.2015 20:32
      Highlight @Zwerg war dieser Kommentar jetzt zynisch?
      0 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 30.11.2015 12:16
      Highlight Ja
      1 0 Melden
  • Angelo C. 29.11.2015 12:59
    Highlight Ich bin zwar auch der Ansicht, dass hysterische Angst vor einem Anschlag keine sinnvolle Haltung ist, denn nicht hinter jedem Busch sitzt ein Indianer, um das mal lapidar auszudrücken. Andererseits ist eine gesteigerte Aufmerksamkeit sicher keine Überreaktion, während sinnvolle Vorkehrungen und Überlegungen absolut zwingend sind. Möchte dann mal all diejenigen hören, welche heute alles geflissentlich herunterspielen, wenn sich z.B. trotzdem plötzlich ein opferreiches Attentat auf einen Weihnachtsmarkt oder ein Fussballspiel ereignen würde, wie sie sich dann winden und rechtfertigen wollen...
    46 12 Melden
    • Sapere Aude 29.11.2015 13:18
      Highlight Ich glaube kaum, dass jemand die Situation herunterspielen will. Natürlich ist mehr Aufmerksamkeit notwendig. Aber auf unterschiedlichen Ebenen. Wir brauchen nicht nur verstärkte Sicherheitsmassnahmen, sondern müssen auf den Ursachen des Terrors Aufmerksamkeit schenken. D.h. müssen wir uns fragen, weshalb es in vielen Länder Parallelgesellschaften gibt, die für extremistische Propaganda so empfänglich sind.
      27 20 Melden
    • poga 29.11.2015 14:12
      Highlight @sapere ich glaube dass dein Ansatz zuwenig Tief greift. Ich glaube um dieser Situation Herr zu werden müsste sich die Schweiz zuerst wieder mehr einen. Zum Beispiel müsste Links und Rechts wieder mehr in die Mitte rücken. Weiter wäre es nötig dass man sich auch endlich ein mal im klaren werden muss, welche Werte man hier eigentlich Leben möchte. Ich sehe auch eine immer grösser werdende Diskrepanz zwischen den Gesetzten und den westlichen Werten( welche ja nicht definiert sind). Erst dann kann man auch über Sicherheits-und Integrationsmassnahmen sprechen.(Das war wohl die Kern botschaft).
      5 5 Melden
    • Sapere Aude 29.11.2015 15:19
      Highlight Inwiefern ist die Schweiz denn nicht geeint? Bedeuten unterschiedliche Meinung zu haben, dass das Land ungeint ist? Müssen alle die Gleiche Meinung haben, damit Einigkeit herrscht? Die Rechten und Linken aufzufordern, in die Mitte zu rücken bedeutet gerade, dass es am Ende keine unterschiedlichen Meinungen mehr gibt und alles in Beliebigkeit versinkt. Wenn man diese von Ihnen geforderte Wertdiskussion (die es wirklich brauch) führen will, braucht es gerade unterschiedliche Positionen und Meinungen. Nicht alleine einen Mitte-Einheitsbrei.
      13 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chlinae_Tigaer 29.11.2015 12:58
    Highlight Zitat; ... nächsten Dienstag auf dem Weihnachtsmarkt am ... Zitatende.

    Schon vergessen das man heute nicht mehr Weihnachtsmarkt sondern Wintermarkt sagt... das kommt daher das sich Menschen ab der Bezeichnung Weihnachtsmarkt beleidigt fühlen.

    Nein, nicht die (angeblich) einzelnen Extremisten resp. islamische Terroristen, sondern Moslems.

    Ja genau, die (angeblich) gemäßigten.

    Müsste man nicht, wenn man ehrlich wäre, eingestehen, das hier der Terror schon anfängt?
    48 45 Melden
    • Sapere Aude 29.11.2015 13:10
      Highlight Weder heissen alle Weinachtsmärkte heute Wintermärkte, noch wurde die Namensänderung mittels Gewalt erzwungen. Deshalb fängt der Terror nicht dort an, aber evtl. die Paranoia.
      53 37 Melden
    • smoenybfan 29.11.2015 13:19
      Highlight Wieviel mal muss denn noch gezeigt werden, dass dieses Märchen falsch ist?
      Mit genau solchen Unwahrheiten wird der Hass gegen Muslime geschürt.
      40 28 Melden
    • exeswiss 29.11.2015 15:04
      Highlight @SeKu und ein weiterer der auf das märchen hereinfällt....
      12 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • SlediiCH 29.11.2015 12:37
    Highlight Danke! Vielen Dank! Endlich jemand der genau das richtige schreibt!
    18 33 Melden
    • dickmo 29.11.2015 16:32
      Highlight Pleasure.
      4 11 Melden
  • _kokolorix 29.11.2015 12:35
    Highlight wahrlich zu lesen wie honig!
    vielen dank.
    ich habe schon befürchtet das niemand mehr diese elementaren zusammenhänge sieht.
    17 30 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.11.2015 15:20
      Highlight Die irrationale Reaktion auf ein Ereignis ist dessen Ursache. Wow.
      3 9 Melden
    • _kokolorix 29.11.2015 18:19
      Highlight häh?
      ich seh den zusammenhang nicht ganz.
      5 0 Melden
  • Michael Mettler 29.11.2015 12:10
    Highlight Punkt, nichts anzufügen!
    31 43 Melden
    • Gigi,Gigi 29.11.2015 12:47
      Highlight Doch, doch es gibt schon noch etwas hinzuzufügen, ich bezweifle doch sehr dass die Ausgrenzung und Denunziation von Muslimen der alleinige Nährboden für die islamistische Radikalisierung ist. Dies ist doch allzu blauäugig!
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    • Michael Mettler 29.11.2015 13:51
      Highlight Dann lass uns teilhaben an deiner Lösung des Problems.
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    • Tepesch 29.11.2015 15:57
      Highlight @Gigi
      Es ist sicher nicht der einzige Grund, aber in den europäische Ländern ist es einer der Hauptgründe.
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