Schweiz
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Bild: KEYSTONE

Extreme Ideologen nehmen ihre Armeewaffe weiterhin nach Hause

15.12.15, 15:16 15.12.15, 15:38

Der Nationalrat lehnt eine verschärfende Ergänzung des Militärgesetzes ab. Personen, die wiederholt extreme Ideologien geäussert oder zur Schau gestellt haben, dürfen weiterhin ihre Ordonnanzwaffe Zuhause in ihren Schrank stellen.

Nationalrätin Chantal Galladé (SP/ZH) ist mit ihrer Motion «Keine Ordonnanzwaffen für gewaltverherrlichende Extremisten» gescheitert. Ihre Argumentation, es sei nicht annehmbar, dass Extremisten die Armee auf gerichtlichem Wege zwingen können, ihnen eine persönliche Waffe zu überlassen, ist wirkungslos geblieben.

Das geltende Gesetz biete genügend Schutz vor Gewalt mit der Armeewaffe

Der Nationalrat teilte auch Galladés Meinung nicht, wonach waffenbesitzende Extremisten dem Ruf der Armeee schaden. Die grosse Kammer folgte damit dem Bundesrat und schickte Galladés Motion mit 98 zu 82 Stimmen bei 8 Enthaltungen bachab. Das geltende Militärgesetz biete bereits ausreichend Gewähr und überlasse nur Personen eine Armeewaffe, bei denen kein erhöhtes Gewaltpotenzial festgestellt werde. (sda/cl)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • _kokolorix 17.12.2015 06:35
    Highlight ich finde man sollte hier doch mal fragen was nützs und was schadets.
    im fall der armeewaffe zu hause ist doch der schaden viel höher als der nutzen.
    also waffen nur noch für leute welche aktiv im schützenverein tätig sind, sonst ist das ja für gar nix.
    oder kann mir jemand erklären was es für einen vorteil hat ein Sturmgewehr ohne munition zu Hause zu haben?
    das ist doch von grund auf eine machoistische Diskussion ohne praktischen sinn
    0 0 Melden
    • Alnothur 17.12.2015 11:53
      Highlight Also nur weil man von der Armee keine Munition mit nach Hause bekommt, heisst das ja nicht, dass es schwierig wäre, welche zu kaufen.
      1 0 Melden
  • per scientam 16.12.2015 21:36
    Highlight Ich finde die Gallade total Populistisch.

    Mit Angstmache und allem.

    Was sind für die Extremisten????
    Wahrscheinlich ALLE die Personen die Heimatgefühle mit der Schweiz und den Schweizer Traditionen haben.

    Die Schweiz hat eine Milizarmee. Und es ist eine Geste das der Staat seiner Bevölkerung vertraut.
    Mir bedeutet das was. Und ich bin sehr enttäuscht dass ich die Waffe (nach dem Dienst wird sie eingezogen) abgeben muss.
    Es war anstrengend im Schlamm mit dieser Waffe.

    Ich finde die "Ideologen" und "Extremisten" die die Schweiz komplett verändern wollen und tun, wirklich schlimm!!

    2 1 Melden
  • Karl33 15.12.2015 23:30
    Highlight ich finde, wer dienst leisten muss, soll auch die waffe nach hause nehmen dürfen. politiker die nicht wollen, dass bürger an der waffe sind, sollen sich fairerweise grad von einer milizarmee distanzieren.
    11 5 Melden
  • atomschlaf 15.12.2015 16:23
    Highlight Das ist auch richtig so. Wir wollen keine Gesinnungsjustiz in diesem Land.
    25 29 Melden
  • Waldorf 15.12.2015 15:49
    Highlight Haha, dieses Bild! Wie wenn er was sehen würde...
    41 7 Melden
  • saukaibli 15.12.2015 15:43
    Highlight "Das geltende Militärgesetz biete bereits ausreichend Gewähr und überlasse nur Personen eine Armeewaffe, bei denen kein erhöhtes Gewaltpotenzial festgestellt werde."
    Dann sind Berichte über Gewalttaten mit der Armeewaffen also nur erfunden von der Lügenpresse?
    33 30 Melden
    • Alnothur 15.12.2015 15:57
      Highlight Mit Armeewaffen passiert kaum je was. Das Allermeiste sind - in der Regel sogar noch illegal erworbene - Privatwaffen. Ganz abgesehen davon, dass es in der Schweiz eine sensationell tiefe Quote an Verbrechen mit Schusswaffen gibt.
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    • Petrarca 15.12.2015 16:19
      Highlight Der Bund geht davon aus, dass bei rund 20% aller Tötungsdelikte eine Armeewaffe verwendet wird. Zwischen 180 bis 280 tödliche Zwischenfälle werden mit der Armeewaffe jährlich registriert. Und das nennst Du "passiert kaum je was"? Wo zum Teufe wohnst Du denn? Irak?
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    • Fabulous17 15.12.2015 16:40
      Highlight http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/02/04/key/01.Document.139172.xls

      Seit 2005 genau einmal mehr als 30 Zwischenfälle (Suizide ausgenommen, die sind bei den hier genannten Extremisten nicht das Thema). Von wegen 180-280....
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    • Petrarca 15.12.2015 17:04
      Highlight In den 180 bis 280 Fällen sind Suizide mit einbezogen. Und zwar weil sich meine Aussage auf jene von oben bezog: "Mit Armeewaffen passiert kaum je was.". Suizide würde ich persönlich durchaus als "was" bezeichnen.

      Ich kann ferner nicht nachvollziehen, was Du mir genau sagen willst? Deine Statistik widerspricht meinem Kommentar in keiner Weise. Der Grossteil der Suizide durch Schusswaffen geschieht mit der Armeewaffe und von Deinen erwähnten knapp 30 Zwischenfällen geschehen 20% mit einer Armeewaffe. Das sind immerhin 4 bis 6 Opfer pro Jahr. Nicht genug?
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    • fogo na cueca 15.12.2015 17:58
      Highlight @Petarca: Mein Vater hat sich mit einer simplen Verpackungsschnur aufgeknüpft. Zahlreiche Suizide in der CH werden mit einem Seil durchgeführt. Sollen deswegen in der ganzen CH alle Seile abgeschafft werden? Du schreibst über etwas (Suizid) wo du nicht mitreden kannst. Wenn einer Mitglied in einem Schützenverein ist und an die Wettbewerbe geht ist sicher die Rückgabe des Gewehres falsch. Die Schützen stehen miteinander in Kontakt und somit unter sozialer Beobachtung. Bei allen anderen Personen erachte die Aufbewahrung einer Armeewaffe zu Hause als nicht geeignet.
      20 9 Melden
    • Petrarca 15.12.2015 18:21
      Highlight fogo na cueca: Woher nimmst Du Dir das Recht zu behaupten, ich würde über etwas schreiben, wovon ich keine Ahnung hätte? Was für ein selbstgerechtes Subjekt Du doch bist ... Suizide geschehen in zahlreichen Fällen im Affekt, weswegen die Verfügbarkeit über "einfache" aber effektive Selbsttötungsmittel eine wichtige Rolle spielt! Niemand will hier Waffen verbieten (von wegen "Seile abschaffen"). Aber es ist unsinnig, Schweizern durch den Staat frei Haus eine Waffe zu liefern, wenn dadurch nachweislich (!!!) (Selbst-)Tötungsdelikte gefördert werden. Nicht mehr, nicht weniger.
      12 25 Melden
    • exeswiss 15.12.2015 21:02
      Highlight @Petrarca und trotzdem hat eine suizidstatistik nicht das geringste mit dem artikel zu tun.
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    • Alnothur 16.12.2015 10:33
      Highlight @Petrarca, wir können natürlich auch die ganze Bevölkerung präventiv einsperren, damit sie ja mit nichts konfrontiert werden und nichts zur Verfügung haben, sich selbst gegebenenfalls ein Ende zu setzen. (Wobei sowas mMn gerade erst recht dazu führen würde).
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    • Petrarca 16.12.2015 11:22
      Highlight @exeswiss: Nein, aber mit der Aussage von dziltener, auf welche sich mein Einwand bezog. Die 20% Armeewaffenbeteiligung bei Tötungsdelikten hat hingegen sehr wohl etwas mit dem Artikel zu tun.

      @dziltener: Klassisches Bsp. dafür, wie eine sachliche Diskussion ad absurdum getrieben wird: "Hey, wie wärs mit einer effizienteren Regulierung der Waffenausgabe, um damit Tötungsdelikte zu senken, wie es nachweislich auch funktionieren würde, ohne deswegen direkt Waffen verbieten zu müssen?" – "Voll, und als nächstes sperren wir Menschen präventiv ein."
      1 0 Melden
    • Alnothur 16.12.2015 11:40
      Highlight @Petrarca, Leseverstehen ist scheinbar immer noch nicht deine Stärke. Ich habe mich explizit auf dein Suizidargument bezogen.
      1 1 Melden
    • per scientam 16.12.2015 22:30
      Highlight Der Vater von der Galadde hat mit der Armeewaffe Suizid begannen.

      Ich finde es dennoch widerlich, wenn man aufgrund einzelner
      persönlicher Erfahrungen der Allgemeinheit etwas aufzwingen will.

      Manchmal passieren dumme Sachen. Shit Happens.
      Wegen solcher Dinge die ganze Welt der "anderen"
      auf den Kopf stellen finde ich komplett daneben.
      1 0 Melden

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