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Werden Teamkollegen: Kevin Durant (l.) und Stephen Curry. Bild: JOHN G. MABANGLO/EPA/KEYSTONE

Der grosse Transfer-Hammer in der NBA: Kevin Durant macht Golden State zum absoluten «Powerhouse»

In der NBA-Transferperiode ging es schon heiss zu und her, doch nun ist überraschend die grösstmögliche Transferbombe geplatzt: Kevin Durant verlässt die Oklahoma City Thunder und schliesst sich den Golden State Warriors an.

04.07.16, 17:50 04.07.16, 19:12


Die Experten waren sich einig. Auch wenn es mehrere valable Optionen gab, für Kevin Durant wäre es das Beste, seine Karriere bei den Oklahoma City Thunder fortzusetzen. Der Small Forward war «Free Agent» geworden, nachdem ein Fünf-Jahres-Vertrag mit der Franchise (bis 2008 noch Seattle SuperSonics), für die er während seiner ganzen Karriere spielte, ausgelaufen war.

Durant verhandelte mit mehreren Vereinen. Der beste auf dem Markt verfügbare NBA-Spieler gewährte Boston, Miami, San Antonio und eben Golden State Audienzen. Man erwartete dennoch, dass er sich wegen des erhöhten Salärobergrenze für einen lukrativen Einjahresvertrag mit Oklahoma City entscheiden würde, um noch einen letzten Versuch zu wagen, endlich einen Titel zu holen.

Diese Spekulationen sind nun alle obsolet. Durant gab seinen Entscheid in einem emotionalen Beitrag auf «The Players Tribune» bekannt.

«Es tut mir richtig weh, zu wissen, dass ich mit meiner Entscheidung so viele Leute enttäuschen werde. Aber ich glaube zu tun, was sich zu diesem Zeitpunkt als das Richtige für mein Leben und meine Karriere anfühlt.»

Kevin Durant

Es seien mit Abstand die herausforderndsten Wochen in seinem Profi-Leben gewesen. Durant sei sich nicht bewusst gewesen, was für ein breites Spektrum an Emotionen er während diesem Prozess erleben würde.

Titelzwang

Nun liess er die Katze aus dem Sack. Kevin Durant unterschrieb bei den Warriors für zwei Jahre und wird in dieser Zeit 54,3 Millionen Dollar kassieren. Mit dem Zuzug von Durant wird das Team aus Kalifornien vom gefühlt besten, zum absolut besten Team der NBA.

Golden State schaffte es mit seinen Superstars Stephen Curry und Klay Thompson in der vergangenen Saison als erstes Team die Qualifikation mit 73 Siegen (9 Niederlagen) abzuschliessen. Im Final gegen die Cleveland Cavaliers lagen die Warriors mit 3:1 Siegen vorn, doch LeBron James drehte die Serie noch und holte sich seinen dritten Meistertitel, den ersten mit den «Cavs».

LeBron James war der überragende Mann im Final, die Warriors versuchten vergebens, ihn zu stoppen. Bild: LARRY W. SMITH/EPA/KEYSTONE

Mit Durant, dem vierfachen NBA-Topskorer und MVP von 2014, wird Golden State in der Offensive noch schwerer zu stoppen sein. Der 2,06 m grosse Amerikaner hat zwar ein ähnlich gutes Händchen wie Curry und Thompson, er kann aufgrund seiner Grösse aber auch problemlos den Korb attackieren. Weil keiner der Leistungsträger auf der Liste der «Free Agents» steht, heisst es für die Warriors, das neue «Powerhouse» in der NBA, nächste Saison: Titelzwang!

Bilder vom NBA-Final Cleveland gegen Golden State

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Roaming212 04.07.2016 20:14
    Highlight Das schlimmste ist nicht dass er wechselt, das ist sein gutes Recht. Aber verdammt nochmal soll er ehrlich sein und nicht so einen Schwachsinn verzapfen wie "als Spieler wachsen und aus der Komfortzone raus gehen" Er will einfach so schnell wie möglich einen Ring, dazu legt er sich in ein gemachtes Bettchen in Oakland. Ich hoffe die anderen Teams in der NBA legen sich jetzt so richtig ins Zeug und machen die Warriors lächerlich. Erbärmlich KD, erbärmlich kann ich nur sagen zum Schluss.
    15 13 Melden
    • Machine Gun Kelly 04.07.2016 21:51
      Highlight Keine Angst, King James wird es ihnen schon vermiesen
      3 6 Melden
    • Donat Roduner 04.07.2016 22:20
      Highlight Ich begrüsse den Wechsel ja auch nicht, aber ihn als erbärmlich zu bezeichnen ist auch nicht die feine Art. Mit wem würdest du lieber zusammenspielen: Mit Westbrook, Kanter, Adams und Oladipo oder mit Curry, Thompson, Green und Igoudala?
      8 1 Melden
    • Roaming212 04.07.2016 22:46
      Highlight Es ist auch nicht die feine Art seine Teamkollegen zu verlassen insbesondere einer seiner besten Freunde Westbrook. Stephen A. Smith hat es für einmal richtig gesagt. Er verlässt ein Team, mit dem er kurz bevor stand in die Finals zu ziehen, und geht zu dem Team welches ihn besiegte. Ausserdem war er einer der Hauptverantwortlichen dass OKC das 3-1 noch vergab, er verwarf so viele Bälle in den Spielen 5-7 dass die Niederlage danach kein Wunder war.
      2 3 Melden
    • de_spy 04.07.2016 22:53
      Highlight Rein basketballerisch ist an dem Wechsel nichts auszusetzen. Warum sollte KD nicht nach der besten sportlichen Situation streben? Weil das Team dann zu stark ist? Lächerlich...
      Romantisch gesehen ist es hingegen schon ein Schlag ins Gesicht... Kein Superstar, der ein Team auf seinen Rücken nimmt und mit heroischen Leistungen zu Titeln führt. Valide Argumentationsbasis.
      Aber eben am Ende geht es um einen Teamsport und auch in den 60ern gab es schon völlig überlegene Superteams. Heute allesamt Helden. In der Geschichte kräht also kein Hahn mehr nach dem Wie...
      8 1 Melden
  • Dolox 04.07.2016 18:11
    Highlight Wow.. Nimmt mich schon Wunder wie das mit dem Salarycap aufgeht. Curry, thompson, green, bogut und jetzt noch kd?!
    8 1 Melden
    • de_spy 04.07.2016 19:53
      Highlight Bogut wird ziemlich sicher gehen müssen, den können sie nicht halten. Ebenso Barnes und Ezeli, wo aber die Verträge eh auslaufen. Thompson, Green und Iguadala haben recht moderate Verträge, der von Curry ist geradezu lächerlich klein im Verhältnis. Dadurch passt das auch mit KD...
      9 1 Melden
    • Donat Roduner 04.07.2016 19:55
      Highlight Andrew Bogut und Harrison Barnes werden die Warriors verlassen (müssen), ja.
      3 1 Melden
    • Kimbolone 04.07.2016 23:00
      Highlight Beide zu 99% zu den Mavs.
      2 2 Melden
    • Kimbolone 05.07.2016 00:48
      Highlight Was gibts da bitteschön zu blitzen? 😂
      1 1 Melden
  • de_spy 04.07.2016 18:02
    Highlight Ach ja, Glückwunsch an die NBA solch einen Superstar Zusammenschluss so einfach zu ermöglichen! Eigentlich sollte genau das mit dem Agreement von vor fünf Jahren nicht mehr so schnell wieder passieren (nach Wade, James & Bosh). Aber wenn man so kranke Salary Cap Sprünge zulässt, voilà...
    15 2 Melden
  • de_spy 04.07.2016 17:58
    Highlight So krass!
    Als Fan bin ich mir aber noch nicht mal sicher, wie ich das nun finden soll. Dieses Team war so homogen und über lange Zeit zusammengewachsen. Um diesen neuen Deal zu stemmen, müssen nun aber auch ein paar kleinere bis mittelgrosse Teile davon weichen...
    7 0 Melden
    • Connor McSavior 04.07.2016 19:50
      Highlight Da stimme ich dir zu. Golden State war/ist so stark und dominant wegen ihrer Teamchemie und weil einfach alles untereinander so gut funktioniert hat. Ich frage mich schon, wie einer, der 25M+ pro Saison aufgenommen wird. Bzw. wie es das Teamgefüge beeinflusst.
      7 0 Melden
    • 8004 Zürich 04.07.2016 23:13
      Highlight Wenn er liefert, kein Problem. Ist ja kein komplizierter Spieler...
      0 0 Melden

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