Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
CHICAGO, IL - SEPTEMBER 04: Demonstrators protest for an increase in wages for fast food and home care workers during the morning rush hour on September 4, 2014 in Chicago, Illinois. Nineteen protestors were arrested at the demonstration after they staged a sit-in in the middle of 87th Street. The demonstration was one of many held nationwide in a push to increase wages to $15-per-hour for the workers.   Scott Olson/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Proteste vor McDonalds. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Massenproteste in den USA «Fight for 15»

Streikende Fastfood-Angestellte fordern ein Ende des Hungerlohns

04.09.14, 20:59 04.09.14, 21:40

Mitarbeiter von Fastfood-Ketten in den USA haben am Donnerstag mit Streiks im ganzen Land für höhere Löhne demonstriert. Angestellte von McDonald's, Burger King und anderen Schnellrestaurants in rund 150 Städten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die Bewegung «Fight for 15» hatte die Streiks angekündigt. Der Kampagnen-Name bezieht sich auf die Forderung, den Stundenlohn auf 15 Dollar pro Stunde zu erhöhen. Daneben fordern die Streikenden auch das Recht, sich in Gewerkschaften zusammenzuschliessen.

epa04384572 A protestor is arrested during a protest strike in front of a McDonald's restaurant on 8th Avenue in New York, New York, USA, 04 September 2014, during which fast food workers and labour activists demanded higher wages. Similar demonstrations were held in other US cities, in which activists demanded a fifteen US dollars an hour wage and union representation.  EPA/JOHN TAGGART

Festnahmen in New York Bild: JOHN TAGGART/EPA/KEYSTONE

In New York nahm die Polizei 19 Streikende vorübergehend fest, die vor einem McDonald's am Times Square eine Sitzblockade starteten. Die Demonstranten hätten den Verkehr behindert, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt versammelten sich hunderte unzufriedene Fastfood-Angestellte auf dem berühmten Platz mitten in Manhattan.

Nach Angaben der Gewerkschaft Service Employees International Union verdienen derzeit Arbeiter in der amerikanischen Fast-Food-Industrie im Schnitt weniger als acht Dollar pro Stunde. Einer Studie des Economic Policy Instituts zufolge leben fast 17 Prozent der Beschäftigten in der US-Gastronomie unterhalb der Armutsgrenze.

Demonstrators raise their hands in blessing during a protest for higher wages for fast food workers in Boston, Massachusetts September 4, 2014. Nine people were arrested in Boston as U.S. fast-food workers staged protests in some 150 cities on Thursday in a fight for higher pay.  REUTERS/Brian Snyder   (UNITED STATES - Tags: CIVIL UNREST BUSINESS)

Proteste in Boston. Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

Der Streit um den Lohn bei Fast-Food-Ketten gehört zu einer grösseren Bewegung in den USA, die landesweit den gesetzlichen Mindestlohn erhöhen will. Gegenwärtig schreibt der Bund 7,25 Dollar pro Stunde vor, die Bundesstaaten legen zum Teil höhere Löhne fest.

Im Kongress werden die Bemühungen insbesondere von den Demokraten getragen. «Niemand, der 40 Stunden die Woche arbeitet, sollte in Armut leben müssen», erklärte der unabhängige Senator Bernie Sanders aus Virginia zu den geplanten Streiks. Im November finden Kongresswahlen statt. (sda/reu/afp)



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Schweizer Firmen spenden 1,7 Millionen an Trumps Partei

Tochterfirmen hiesiger Konzerne spenden bei den Zwischenwahlen für beide Parteien. Allein die Lobbygruppe der UBS hat im Wahlzyklus 2018 bis Ende September eine Million Dollar an amerikanische Politiker gespendet.

Die amerikanischen Gesetze sind eigentlich glasklar. Ausländische Personen, seien es Individuen oder Firmen, dürfen sich nicht finanziell im Wahlkampf engagieren. Wer gegen diese Auflage verstösst, gerät schnell ins Visier der Strafverfolgungsbehörden. Doch es gibt Schlupflöcher.

US-Tochtergesellschaften von ausländischen Konzernen etwa dürfen bei ihren Mitarbeitern Spenden einsammeln und an Politiker verteilen. Bedingung ist: Das Geld muss von US-Bürgern stammen. Und nur US-Bürger dürfen …

Artikel lesen