Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Viel einfacher als Urknalltheorien»: Stephen Hawkings letzte Arbeit veröffentlicht

02.05.18, 15:01 02.05.18, 16:04


Bilder aus dem Leben von Stephen Hawking

Rund sieben Wochen nach dem Tod des britischen Astrophysikers Stephen Hawking ist die letzte wissenschaftliche Abhandlung des Genies erschienen. Sie enthält Hawkings finale Urknalltheorie, wie die Universität Cambridge mitteilte.

In der britischen Universität hatte Hawking den Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne. Die bereits vor seinem Tod beim «Journal of High Energy Physics» eingereichte Veröffentlichung ist eine Gemeinschaftsarbeit mit dem belgischen Wissenschaftler Thomas Hertog von der Katholischen Universität Löwen.

Die beiden Forscher kommen darin nach Hochschulangaben zum Schluss, dass unser Universum nicht unendlich «und viel einfacher ist, als viele Urknalltheorien es aussagen».

In der Arbeit behandeln die Theoretiker das Problem der sogenannten Inflation. Damit bezeichnen Kosmologen das Phänomen, dass sich unser Universum wenige Sekundenbruchteile nach dem Urknall extrem schnell aufgebläht haben muss.

Zweifel an bisheriger Inflationstheorie

Nach einer unter Kosmologen weit verbreiteten Ansicht sollte die Inflation ewig anhalten und nur in einigen «Taschen» des Universums zum Stehen kommen. Nur diese Taschen wären dann bewohnbar. Unsere Region des Universums wäre demnach eine solche Tasche, durch Bereiche ewiger Inflation für immer getrennt von anderen derartigen Taschen.

Auf Grundlage der Stringtheorie, einem physikalischen Modell, legen Hawking und Hertog in der neuen Veröffentlichung nun dar, dass diese Vorstellung ihrer Ansicht nach so nicht stimmen kann.

Mit Hilfe ihrer neuen Theorie, an der Hertog den Angaben zufolge weiter arbeiten will, machen die Wissenschaftler Aussagen zur Struktur des Universums. Diese könnten sich mit zukünftigen Gravitationswellendetektoren oder Beobachtungen der Kosmischen Hintergrundstrahlung, dem sogenannten Urknall-Echo, testen lassen.

Hawking war am 14. März im Alter von 76 Jahren in Cambridge gestorben. Er gilt als einer der bedeutendsten Physiker unserer Zeit. (sda/dpa)

Tod eines Ausnahmeforschers

Video: watson/nico franzoni

Ökonomie, die düstere Wissenschaft

Kann das gut gehen? Donald Trump stellt die Wirtschaftswelt auf den Kopf

Die Waschmaschine hat uns das Leben erleichtert – die Digitalisierung wird es revolutionieren

Warum Richard Thaler den Nobelpreis erhalten hat 

Eine phantastische Reise hat begonnen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Macab 04.05.2018 14:21
    Highlight Das wäre eine sehr wichtige Erkenntnis und gäbe uns die Zuversicht vielleicht irgendwas n doch hinter die Geheimnisse des Universums zu kommen. Wäre nämlich die Inflationstheorie wahr, hiesse das, das sich alle anderen Galaxien von uns stetig weg bewegen und egal wie schnell wir unsere Technologie entwickeln diese für uns je länger desto unerreichbarer werden.
    1 0 Melden

Das Kessler-Syndrom oder wie eine Kettenreaktion im All unser Leben verändern könnte

Am 10. Februar 2009 war es soweit: Knapp 800 Kilometer über den eisigen Weiten Sibiriens stiessen erstmals zwei Satelliten im Orbit zusammen. Als der amerikanische Satellit Iridium-33 mit einer relativen Geschwindigkeit von fast 40'000 Kilometern pro Stunde in den seit 1995 ausgedienten russischen Kosmos-2251 knallte – natürlich vollkommen lautlos, schliesslich gibt es im All keinen Träger für Schallwellen –, zerbarsten beide in über hunderttausend Trümmerstücke. Der Satellitenschrott …

Artikel lesen