Aargau

Aargau: Big Brother in der Aarauer Altstadt – «Aarau Freenet» sammelt eifrig Nutzerdaten

Aargau: Big Brother in der Aarauer Altstadt – «Aarau Freenet» sammelt eifrig Nutzerdaten

10.12.2015, 02:3410.12.2015, 07:34
Aargau
  • Das WLAN-Netz «Aarau Freenet», das fast die ganze Altstadt und den Bahnhofsbereich abdeckt, wird immer beliebter: Rund 5000 Personen benutzen es bereits. Dennoch gibt es laut der «Aargauer Zeitung» einen Haken: «Aarau Freenet» registriert die Bewegungen jedes Nutzers in der Stadt.
  • Und so geht's: Smartphones senden auf der Suche nach einem WLAN-Netz ein Funksignal und die eindeutig identifizierbare MAC-Adresse. Aus diesen Daten kann eruiert werden, wo genau sich ein Nutzer in Aarau bewegt. Das nennt sich Tracking.
  • Das gilt auch für Nutzer, die sich nie für «Aarau Freenet» registriert haben. Wenn ein Passant den WLAN-Empfang auf seinem Handy aktiviert hat, sendet sein Handy die MAC-Adresse an die Hotspots.
  • Brisant dabei ist, dass die Netzbetreiberin, die IBAarau AG, das bereits zu ihren Gunsten nutzt. Sie bestätigt, dass eine Arbeitsgruppe derzeit prüft, welche Nutzungsmöglichkeiten sich für das lokale Gewerbe ergeben.
  • Francis Meier, Sprecher des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten sieht das kritisch. Für ihn steht fest: Die Passanten sollten darauf hingewiesen werden, damit sie ihr WLAN ausschalten können, falls sie nicht «getrackt» werden wollen. Zudem darf die IBA ganz persönliche Bewegungsprofile nur bei registrierten «Aarau Freenet»-Nutzern anlegen – und nur dann, wenn diese ausdrücklich zugestimmt haben. (rwy)

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