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Trotz umstrittener Aussagen kann Cindy Hyde-Smith ihren Wahlsieg feiern. Bild: AP/AP

Umstrittene Republikanerin gewinnt Senatswahl in Mississippi

Publiziert: 28.11.18, 05:24 Aktualisiert: 28.11.18, 08:23

Die US-Republikaner um Präsident Donald Trump haben laut US-Medien eine Stichwahl in Mississippi gewonnen und damit ihre Mehrheit im Senat in Washington ausgebaut.

Die umstrittene Kandidatin der Konservativen, Cindy Hyde-Smith, setzte sich am Dienstagabend (Ortszeit) gegen den afroamerikanischen Demokraten Mike Espy durch, wie die Sender NBC News und Fox News berichteten. Damit haben die Republikaner im Senat künftig 53 Sitze und die Demokraten 47.

Der unterlegene Kandidat Mike Espy erhält Trost von seiner Frau. Bild: AP/FR83530 AP

Hyde-Smith hatte mit einer Bemerkung für Wirbel gesorgt, die viele Beobachter als rassistisch werteten. Sie sagte über einen Unterstützer: «Wenn er mich zu einer öffentlichen Hinrichtung (»Hanging«) einladen würde, wäre ich in der ersten Reihe.»

Die 59-Jährige entschuldigte sich später für die Äusserung, erklärte aber gleichzeitig, dass die Demokraten diese zu einer «politischen Waffe» gegen sie gemacht hätten. In Mississippi hatte es etliche Lynchmorde an Schwarzen gegeben.

Hyde-Smith, die als grosse Unterstützerin Trumps gilt, ist die erste Frau, die in dem südlichen Bundesstaat in den Senat in Washington gewählt wurde. Sie hatte den Sitz bereits kommissarisch seit April inne.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Phil Bryant, hatte sie für den Posten ernannt, weil der bisherige Amtsinhaber Thad Cochran aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. (sda/dpa)

Midterms: Gewinner und Verlierer

Bei den Kongresswahlen in den USA haben die Republikaner von Präsident Donald Trump ihren Senatssitz in Arizona verloren. Beim Rennen in dem westlichen Bundesstaat gewann die demokratische Kandidatin Kyrsten Sinema gegen die Republikanerin Martha McSally. AP/FR157181 AP / Rick Scuteri
Im benachbarten Staat Nevada konnte die Demokratin Jacky Rosen den republikanischen Amtsinhaber Dean Heller entthronen. AP/AP / John Locher
Gespaltene Bilanz für beide Parteien bei den US-Midterms: Die demokratische Fraktionschefin Nancy Pelosi darf sich darüber freuen, dass ihre Partei die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobert hat. EPA/EPA / ERIK S. LESSER
Doch auch ihr republikanisches Gegenstück im Senat, Mehrheitsführer Mitch McConnell, darf lächeln: Seine Partei verteidigt die Macht im Senat. EPA/EPA / JIM LO SCALZO
Die demokratischen Schwergewichte in liberalen Staaten schafften die Wiederwahl erwartungsgemäss problemlos – wie etwa Senatorin Elizabeth Warren in Massachusetts ... AP/AP / Michael Dwyer
... oder der nominell als Unabhängiger angetretene Bernie Sanders in Vermont. AP/AP / Charles Krupa
Kein Glück war Beto O'Rourke in Texas vergönnt. Der zum Hoffnungsträger der Demokraten aufgestiegene Senatskandidat unterlag im konservativen Texas knapp seinem Gegner, ... EPA/EPA / LARRY W. SMITH
... Amtsinhaber Ted Cruz von den Republikanern. AP/AP / David J. Phillip
Auch ein anderer Hoffnungsträger des progressiven Flügels der Demokraten musste eine bittere Niederlage einstecken: Andrew Gilllum schaffte die Wahl zum Gouverneur von Florida nicht. AP/AP / Chris O'Meara
Er unterlag gegen Ron DeSantis, für den sich Präsident Trump im Wahlkampf aktiv eingesetzt hatte. AP/AP / Chris O'Meara
Gillums Niederlage im Gouverneursrennen war nicht die einzige bittere Pille für die Demokraten in Florida. Ihr Senator Bill Nelson wurde nach drei Amtszeiten abgewählt. AP/AP / John Raoux
Er musste sich dem Republikaner Rick Scott geschlagen geben, seit 2011 Gouverneur des «Sunshine State» AP/AP / Wilfredo Lee
Im Senat mussten die Demokraten zahlreiche Niederlagen hinnehmen. So verlor Senator Joe Donnelly seinen Sitz in Indiana ... AP/AP / Michael Conroy
... an den Republikaner Mike Braun. AP/AP / Darron Cummings
In Missouri musste die demokratische Senatorin Claire McCaskill ihren Sitz nach zwei Amtszeiten räumen. AP/AP / Jeff Roberson
Lachender Sieger in Missouri war der Republikaner Josh Hawley, der nun das jüngste Mitglied des Senats sein wird. AP/AP / Jeff Roberson
Im konservativen North Dakota scheiterte die demokratische Senatorin Heidi Heitkamp an der schwierigen Mission Sitzverteidigung. AP/AP / Andrew Harnik
Nach nur einer Amtszeit muss Heitkamp ihren Sessel für den Republikaner Kevin Cramer räumen. AP/FR6524 AP / Bruce Crummy
In Tennessee scheiterte der demokratische Kandidat, der frühere Gouverneur Phil Bredesen, beim Versuch, den Senatssitz des zurücktretenden Republikaners Bob Corker zu erobern. EPA/EPA / RICK MUSACCHIO
Das Rennen machte die Republikanerin Marsha Blackburn, die bisher im Repräsentantenhaus sass. (AP Photo/Mark Humphrey) AP/AP / Mark Humphrey
Besser als im Senat lief es den Demokraten im Repräsentantenhaus. Dort haben sie den Republikanern Stand 7 Uhr 30 MEZ bereits 30 Sitze abgejagt. Eines der prominentesten neuen Gesichter in der grossen Kammer ist Alexandria Ocasio-Cortez aus New York, ein Star der Parteilinken. Sie trat allerdings in einem sicheren demokratischen Wahlkreis an. EPA/JUSTIN LANE EPA/EPA / JUSTIN LANE
Doch auch in vielen bisher von Republikanern gehaltenen Wahlbezirken gewannen die Demokraten. In Colorado luchste Jason Crow dem Amtsinhaber Mike Coffman den Sitz ab. EPA/EPA / BOB PEARSON
Dasselbe Kunststück gelang Sharice Davids in Kansas. Sie verdrängte Kevin Yoder, einen engen Vertrauten von Donald Trump. Davids ist eine der beiden ersten amerikanischen Ureinwohnerinnen, die in den Kongress einziehen. EPA/EPA / JIM LO SCALZO
In Minnesota durfte Angie Craig jubeln. Sie besiegte den republikanischen Abgeordneten Jason Lewis. Dieser hatte sich einst darüber beklagt, dass Männer Frauen heutzutage nicht mehr als «Schlampen» («sluts») bezeichnen dürften. EPA/EPA / CRAIG LASSIG
Im 32. Wahlbezirk von Texas hatte der ehemalige Football-Profi Colin Allred Grund zum Lachen: Er besiegte den republikanischen Amtsinhaber Pete Sessions. AP/FR171638 AP / Andy Jacobsohn
In Minnesota gewann Ilhan Omar einen Sitz im Repräsentantenhaus. Die als Jugendliche in die USA geflüchtete Somalierin zieht zeitgleich mit Rashida Tlaib aus Michigan als erste Muslima in der Geschichte in den US-Kongress ein. AP/FR159563 AP / Hannah Foslien

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