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Die Reperaturarbeiten an den Gleisen in Luzern dauerten einige Tage.  Bild: KEYSTONE

Untersuchung nach Entgleisung in Luzern dürfte Monate dauern

Publiziert: 31.03.17, 15:31 Aktualisiert: 31.03.17, 15:37

Als Ursache für die folgenschwere Entgleisung in Luzern stehen mögliche Mängel am Zug und an der Infrastruktur im Fokus der Ermittler. Eindeutige Hinweise auf eine bestimmte Ursache gibt es der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) zufolge nicht.

Gemäss ersten Auswertungen sei nicht offensichtlich, was zur Entgleisung des Eurocity-Zugs bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof geführt habe, sagte SUST-Bereichsleiter Christoph Kupper am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Es sei eine aufwändige Untersuchung nötig. Diese dürfte Monate in Anspruch nehmen.

Im Fokus der Ermittlungen stünden der Unglückszug und die Infrastruktur im Bahnhof wie Weichen und Schienen sowie ein mögliches Zusammenspiel, sagte Kupper.

Diese Woche untersuchten die Ermittler den Unglückszug, der noch immer im Bahnhof Luzern steht. Es stünden weitere Untersuchungen insbesondere an den Drehgestellen an, sagte Kupper. Zudem würden unter anderem Wartungsprotokolle ausgewertet.

Zug noch nicht freigegeben

Der Unglückszug wurde von der Bundesbehörde noch nicht freigegeben. Der Lokomotivführer, der den italienischen Neigezug steuerte, soll in der kommenden Woche befragt werden.

Laut dem SUST-Sprecher arbeiten rund ein Dutzend Leute an dem Fall. Für gewisse Expertisen würden Spezialisten von Fachinstituten hinzugezogen.

Am Mittwochnachmittag letzter Woche war im Bahnhof Luzern ein Eurocity-Zug aus Italien mit 160 Personen an Bord entgleist. Beim Vorfall wurden sechs Personen leicht verletzt. Ein Wagen kippte um und unterbrach den Bahnstrom. Es entstand Schaden in Millionenhöhe.

Der Bahnverkehr ruhte für Reparaturarbeiten vier Tage lang. Erst am Montag herrschte am Bahnhof Luzern wieder Normalbetrieb. Beim betroffenen Neigezug handelt es sich um das zweite Exemplar der seit 2007 vom Technologiekonzern Alstom im italienischen Savigliano fabrizierten Baureihe des Typs ETR 610. Er gehört den italienischen Staatsbahnen. Die Komposition mit Platz für 430 Personen kostet rund 30 Millionen Franken. (sda)

Der Luzerner Bahnhof stand 1971 schon einmal still – er brannte lichterloh

Der Brand brach kurz vor 8.15 Uhr aus, um 9.03 Uhr blieb die Bahnhofsuhr stehen. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Drei Minuten später stürzte die mittlere Bahnhofkuppel in sich zusammen, gegen 11.30 Uhr die kleine Kuppel des Westtraktes. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Erst gegen 13 Uhr ist der Brand unter Kontrolle. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Beim Brand entstand ein starker Wind. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
So stark, dass beim Bahnhof in die Luft gewirbelte Banknoten erst in Kriens wieder zu Boden fielen. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
435 Feuerwehrleute von der Bahnhofs-Feuerwehr, dem Löschpikett der Polizei, der Stadt-Feuerwehr, sowie der Feuerwehren Reussbühl, Kriens, Ebikon und Meggen waren im Einsatz. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Es dauerte bis in die frühen Abendstunden, bis der Brand gelöscht war. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Es gab zwei Verletzte, keine Toten. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brandursache war wahrscheinlich eine Lötlampe, die bei Schweissarbeiten am Bahnhofdach eingesetzt wurde. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Das Tor rechts im Bild erinnert heute noch an den Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971 (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)
Brand des Luzerner Bahnhofs am 5. Februar 1971. (Quelle: Stadtarchiv Luzern)

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