Helfer befreien am 22. November 2015 den Rasen der AFG Arena von Schnee. Das Spiel gegen den FC Basel konnte durchgeführt werden.
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Echt jetzt? Match FCSG gegen GC in Gefahr – weil der Platzwart im Bett liegt?
FC St.Gallen gegen die Grasshoppers. Das sind oft Begegnungen mit vielen Emotionen. Zahlreiche schöne und aber auch gehässige Geschichten brachten die Matchs zwischen den beiden Rivalen bereits hervor.
Dieses Mal gibt's schon eine bemerkenswerte Story vor dem Knüller – eine der obskuren Art. Das Spiel von Samstagabend um 20 Uhr in der St.Galler AFG Arena sei in Gefahr, meldet das St.Galler Lager. «Es sieht nicht gut aus», sagt Pascal Kesseli, CEO der FC St.Gallen Event AG, gegenüber dem lokalen Fernsehsender TVO.
Wird die AFG Arena und der Fanblock am Samstag leer bleiben?
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Der Platzwart ist verletzt
Wer einen Blick auf den Rasen wirft, kann dies nur schwer glauben. Aktuell liegt kein Schnee auf dem Terrain. Allerdings werden für morgen weitere Schneefälle erwartet. Ab dem Mittag soll es fast durchgehend schneien. Zwar laufe die Rasenheizung auf Hochtouren, aber der FCSG-Platzwart liege momentan mit einer Schulterverletzung im Bett, berichtet TVO. Daniel Last, Medienchef des FCSG, bestätigt gegenüber watson zwar, dass der Platzwart verletzt sei, dies habe jedoch überhaupt keinen Einfluss auf das aktuelle Problem. «Wir haben genügend andere Leute, die den Platz vom Schnee befreien können», sagt Last. Allerdings wisse man aus der Vergangenheit, dass bei Schneemengen, wie sie am Samstag erwartet werden, auch der beste Platzwart und die stärkste Heizung nichts nützen.
Ob der Match stattfindet oder nicht bestimmt die Swiss Football League. Mit dieser sind die FCSG-Verantwortlichen in Kontakt wegen einer allfälligen Absage. Ob die Liga bereits am Freitagabend oder erst gegen Samstagabend entscheidet, ist momentan unklar. Für den FC St.Gallen wäre es bereits das zweite Spiel, das 2016 abgesagt werden müsste. Im Februar konnte der Match gegen den FC Sion im Wallis nicht angepfiffen werden. Der Grund damals: Schnee.
Die 11 überraschendsten Fussball-Meister
Leicester City, 2015/2016: Die wohl grösste Sportsensation aller Zeiten. Leicester – vor der Saison mit einer Meisterquote von 5000:1 (gleiche Quote wie dass der heisseste Tag des Jahres auf Weihnachten fällt) – wird englischer Meister. Riyad Mahrez und Jamie Vardy sind die grossen Figuren beim Märchen, Gökhan Inler spielt als Tribünengast eine Nebenrolle. Drei Runden vor Schluss ist der Titel gesichert. Unfassbar. X01095 / Craig Brough
Nottingham Forest, 1977/78: Mit dem legendären Trainer Brian Clough düpieren die «Tricky Trees» den damaligen Serienmeister Liverpool. Dank nur drei Niederlagen in 42 Spielen distanzieren sie die «Reds» um sieben Punkte auf Rang zwei. AP PA
Hellas Verona, 1984/85: Juventus mit dem grossen Spielmacher Platini dominiert den italienischen Fussball. Inter Mailand hat Rummenigge. Und Hellas Verona? Unter Trainer Osvaldo Bagnoli besteht Verona mit bescheidenen Mitteln gegen die illustre Konkurrenz und holt den bislang einzigen «Scudetto». (Bild: Wikipedia) wikipedia
Nantes, 1994/95: Mit einer blutjungen Mannschaft gewinnen «les canaris», die Kanarienvögel, die Meisterschaft mit elf Punkten Vorsprung auf Lyon. Unter anderem sind die späteren Weltstars Christian Karembeu (damals 23-jährig) und Claude Makelele (damals 21-jährig) im Kader.
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Wladikawkas, 1994/95: Mit Spartak-Alanija aus der Stadt Wladikawkas im Nordkaukasus rechnete Mitte der Neunziger in Russland niemand. Doch den Ossetiern gelang es als erste nicht aus Moskau stammende Mannschaft, die russische Premier League zu gewinnen. Sie wurden Meister mit sechs Punkten Vorsprung auf Lok Moskau. In der Tabelle folgend die weiteren Hauptstadtklubs: Spartak, Dynamo, Torpedo und ZSKA.
Kaiserslautern, 1997/98: Zum ersten und bisher einzigen Mal wird ein Bundesliga-Aufsteiger Meister. Im Mittelfeld ziehen Ciriaco Sforza und der 20-jährige Michael Ballack die Fäden. Vorne sorgen Flügel Ratinho und Knipser Olaf Marschall für Gefahr. «So etwas wird es nie wieder geben», sagt Trainer Otto Rehhagel. MICHAEL PROBST
Aarau, 1992/93: Aus Prügelknaben werden Himmelstürmer. Die Saison zuvor fast abgestiegen, spielt die Truppe von Trainer Rolf Fringer unbekümmert, variantenreich und mit aggressivem Pressing. Hinten ist Goalie Andreas Hilfiker eine Bank. Verteidiger Roberto Di Matteo, Mittelfeldspieler Ryszard Komornicki und Stürmer Petar Aleksandrov bilden eine starke Achse. KEYSTONE / WALTER BIERI
Montpellier, 2011/12: Die Südfranzosen verfügen nur über das 13.-höchste Budget. Nicht Stars kaufen, sondern Stars machen, ist das Motto. So geht in der Saison 2011/12 etwa der Stern von Olivier Giroud auf, der mit 21 Toren am bislang einzigen Meistertitel beteiligt ist. EPA / GUILLAUME HORCAJUELO
St.Gallen, 1999/2000: Der FCSG startet als klarer Abstiegskandidat in die Saison, überwintert jedoch sensationell als Tabellenführer. Die Finalrunde lancieren die «Espen» mit einem denkwürdigen 4:4 gegen GC, bei dem Charles Amoah in letzter Sekunde den Ausgleich erzielt. Es ist die Initialzündung zum zweiten Meistertitel nach 1904. KEYSTONE / WALTER BIERI
Atlético Madrid, 2013/14: Nach 18 Jahren Unterbruch gewinnen «los colchoneros» wieder die Liga. Bemerkenswert: Erstmals seit zehn Jahren heisst der spanische Meister nicht Real Madrid oder Barcelona. AP / ANDRES KUDACKI
Alkmaar, 2008/09: Als «sein kleines Meisterstück» bezeichnet Louis van Gaal den unerwarteten Titel mit AZ. Die Spielzeit 2008/09 beendet Alkmaar mit elf Punkten Vorsprung auf das zweitplatzierte Twente. EPA / MARCEL ANTONISSE
Wolfsburg, 2008/2009: Zwei Jahre zuvor wird Trainer Felix Magath bei den Bayern trotz Meistertitel vom Hof gejagt, der Coup mit Wolfsburg deshalb umso süsser. «Vielleicht haben wir nicht die beste Mannschaft, aber wir haben am besten gespielt», erklärt Magath das einfache Erfolgsrezept. EPA / MARCUS BRANDT
Deportivo La Coruña, 1999/2000: «Super Depor», ein Fussballmärchen, das dem Geldhahn von Präsident Augusto César Leondoiro entspringt. Trotzdem ist Deportivos Titel eine faustdicke Überraschung. Mit Spielern wie Roy Makaay (26 Saisontore), Pauleta, Walter Pandiani und Flavio Conceicao übertölpeln die Galicier das grosse Real Madrid. AP / DELMI ALVAREZ
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