In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war Roger Köppel in der Talkshow «Maischberger» zu Gast. Das Thema: «Tabupartei AfD – Deutschland auf dem Weg nach rechts?». Köppels Freundin: AfD-Parteisprecherin Frauke Petry. Köppels Feinde: alle andern. Vor allem der «SPON»-Kolumnist Jakob Augstein, wie Köppel Journalist und Verleger.
Nach einer Stunde Sendezeit, gegen 23.50 Uhr, zeigte die ARD folgende «Weltwoche»-Cover-Wand, schwärmerisch richtet Frauke Petry ihren Blick auf Roger Köppel:
Augstein (linksaussen), Köppel (rechtsaussen).
bild: ard
Augstein: «Gucken Sie sich doch das Cover an ‹Kriminelle Ausländer in der Schweiz›! Das hatten wir zum letzten Mal vor siebzig Jahren, das ist ein ‹Stürmer›-Cover!»
Köppel: «Ich kann Ihnen sagen, ich habe das Cover hervorragend gefunden!»
bild: wewo
Augstein: «Natürlich! Ja, natürlich! Spassig!»
Köppel: «Der englische Karikaturist hat das Thema hervorragend erfasst und auf seine Art mit schwarzem, britischem Humor auf den Punkt gebracht.»
Augstein: «Aber jetzt hab ich genug. Sie machen solche Wahlplakate: ‹Kosovaren schlitzen Schweizer auf›! Was Sie machen ist Zuspitzung und reiner Rechtspopulismus.»
bild: ard
Endlich schaltete sich auch Twitter ein:
Die logische Schlussfolgerung:
Natürlich geschah nichts dergleichen.
Köppel: «Ich staune über Ihre fundierten Kenntnisse der Schweiz, ich bin beeindruckt.»
Augstein: «Recherchieren hilft unheimlich.»
Unterdessen auf Twitter: Köppel wird als Ausländer entlarvt!
Da! Ein Fangirl eilt Köppel zu Hilfe!
Aha. Schau'n wir mal: @switzeasygirl ist zwar schon seit August 2013 auf Twitter, hat aber bloss 2 Tweets verfasst, einen für Köppel und einen gegen Obama. Anzahl Follower: 1. Englisch kann sie. Nicht. Recherchieren hilft unheimlich.
Okay, der folgende Tweet ist jetzt nicht ganz unsexistisch, aber tatsächlich haben auch wir in einer sich für ernsthaft haltenden TV-Talkshow noch nie einen so kurzen Rock gesehen. Dazu im Fluchtpunkt des ganzen Fernsehbildes.
Und hier noch eine Frage, die wir euch niemals zu stellen wagen würden, die auf Twitter aber offenbar recht populär ist:
Zum Schluss noch etwas wirklich Bedenkenswertes:
(sme)