Wirtschaft
Schweiz

Familienfirmen sind besonders profitabel

Studie zeigt: Familienfirmen sind profitabler

10.09.2018, 08:2810.09.2018, 09:14

Börsennotierte Familienunternehmen arbeiten laut einer Studie profitabler als andere Firmen.

Ihre Aktien hängen daher langfristig den breiten Markt ab, wie es in einem Bericht der Grossbank Credit Suisse heisst, die am Montag in London veröffentlicht wurde.

Firmen in Familienhand erzielten ein höheres Umsatzwachstum bei einer niedrigeren Verschuldung, schreiben die Ökonomen in dem Papier, für das mehr als 1000 Unternehmen aus Europa, Asien und den USA über zehn Jahre analysiert wurden.

Zudem bleibe bei ihnen mehr vom Umsatz als Betriebsgewinn übrig, und die Rendite im operativen Geschäft sei höher. Die Unternehmen wurden gemessen an einer Kontrollgruppe aus 7000 nicht-familiengeführten Firmen.

Langfristiger ausgerichtet

Familienunternehmen seien vorsichtiger und könnten sich vom kurzfristigen Denken an der Börse mit dem Fokus auf Quartalszahlen ein Stück weit lösen.

«Sie sind langfristiger ausgerichtet, hängen weniger stark von Fremdfinanzierung ab und investieren mehr in Forschung und Entwicklung», erklärte Studienautor Eugène Klerk. Familienunternehmen schnitten in jeder Region und jeder Branche besser ab als vergleichbare andere Firmen, unabhängig von der Grösse.

Die Familienfirmen mit der besten Geschäftsentwicklung weltweit kommen demnach aus Deutschland, Italien, China und Indien. Beim Blick auf die Aktien legten im europäischen Vergleich die deutschen Familienfirmen im Schnitt am stärksten zu, gefolgt von holländischen. (sda/awp/dpa)

Zum ersten Mal interviewt Löpfe einen Roboter

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Ein UBS-Wegzug in die USA ist eine leere Drohung
Bei der Bankenregulierung ist der Bundesrat der UBS entgegengekommen. Die Grossbank findet sie trotzdem extrem. Das Parlament sollte sich davon nicht beeindrucken lassen.
Über Karin Keller-Sutter kursierten in letzter Zeit einige Spekulationen. Die Bundesrätin wirke ausgebrannt und reif für den Rücktritt, auch wegen ihres verunglückten Präsidialjahres. Bei der Medienkonferenz zur Bankenregulierung am Mittwoch war davon nichts zu sehen. Die Finanzministerin war hellwach, entschlossen und konterte kritische Medienfragen sattelfest.
Zur Story