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Granit Xhaka beim Training der Schweizer Nati, 30. August. Bild: keystone

Granit Xhaka: «Verrückt machen lasse ich mich deswegen nicht»

Unmittelbar vor dem Auftakt der neuen Ära mit Nationaltrainer Murat Yakin spricht Captain Granit Xhaka im Interview über die Veränderungen in der Nati, das Italien-Spiel und wieso er schon wieder eine Rote Karte kassierte.

Publiziert: 31.08.21, 19:40

Schwingt die EM für Sie immer noch ein bisschen nach?
Granit Xhaka: Mit ein bisschen mehr Glück wäre sogar der Halbfinal drin gewesen. Uns fehlte das Glück an jenem Tag. Es fühlt sich nun super an, unter diesen Voraussetzungen quasi eine neue Kampagne zu starten. Ich sehe den Willen, spüre die Energie, noch mehr zu erreichen. Mein Gefühl sagt mir, dass wir unsere Leistungsgrenzen noch nicht überschritten haben. Wir besitzen nach wie vor Luft gegen oben.

Murat Yakin hat von Vladimir Petkovic übernommen. Tut eine neue Stimme in der Garderobe gut?
Jeder weiss, dass ich zu Vlado ein sehr ehrliches und herzliches Verhältnis pflegte. Er vertraute mir zu 100 Prozent. An der EM konnte ich ihm in diesem Zusammenhang viel zurückgeben. Muri kenne ich schon länger. Er macht mir einen tollen Eindruck. Ich denke, dass er taktisch noch mehr Finessen einbringen wird, dass er den Gegner einen Tick mehr in die Analyse einbeziehen wird.

Was kann Murat Yakin bewegen? Was erwarten Sie von ihm?
Ich habe mich natürlich mit meinem Bruder Tauli (spielte unter Yakin in Basel) und Elneny (ex Basel) über ihn unterhalten. Sie fanden nur lobende Worte. Sie mochten seine Art. Muri kennt die Stärken der Nationalmannschaft im Detail. Und hat sicherlich Bereiche geortet, in denen Verbesserungen angebracht sind. Er will und wird die Mannschaft noch besser machen. Und wir Spieler müssen seine Pläne dann aber auch umsetzen – wovon ich total überzeugt bin.

Ist der Zeitpunkt gut, unmittelbar nach einer längeren Sommerpause Italien, die beste Mannschaft Europas, zu empfangen?
Über die Favoritenrolle müssen wir nicht diskutieren. Sie haben vor ein paar Wochen den Titel gewonnen. Den Italienern gebührt grosser Respekt, sie zeigten eine unglaublich starke Euro - wir aber auch, nur fehlte uns gegen Spanien das nötige Glück. Und 2016 habe ich nicht vergessen; damals fegten wir den Europameister Portugal aus unserem Stadion. Die Konstellation am Sonntag ist vergleichbar.»

Geht es auch um eine Revanche für das 0:3 gegen die Azzurri während der Gruppenphase?
Klar wollen wir eine bessere Figur abgeben. Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass uns Italien auf die leichte Schulter nimmt. Sie kennen unsere Qualität, sie wissen, wie sehr unsere Truppe leiden und kämpfen kann. Uns unterschätzt spätestens seit dem EM-Sieg gegen Frankreich niemand mehr. So oder so erwarte ich ein komplett anderes Spiel.

Grosse Enttäuschung bei Granit Xhaka nach der bitteren Niederlage gegen Italien. Bild: keystone

In welcher Verfassung haben Sie London verlassen? Sie haben erst kürzlich den Vertrag mit Arsenal um mehrere Jahre verlängert.
Ich bin in einer ausgezeichneten Verfassung aus den Ferien zum Verein zurückgekehrt. Die Verlängerung des Vertrags gab mir einen weiteren Push. Ich schätze mich glücklich damit - zudem bin ich gesund, das ist am Ende das Allerwichtigste.

Was sagen Sie zur Unruhe nach den drei Niederlagen in Folge zum Saisonstart und der Roten Karte gegen Sie?
Nach einem solchen Fehlstart wird man kritisiert. Das ist normal und gehört dazu. Das muss jeder Spieler annehmen. Zur Roten Karte: brutal überraschend! Im Zusammenhang mit der Premier League wird oft von der englischen Härte gesprochen. Ich treffe zu 100 Prozent den Ball und bekomme Rot. Die Bilder wurden vom VAR nicht gecheckt. Ich habe schon härtere Tacklings gesehen, die nicht mal als Foul taxiert worden sind. Ob ich vorbelastet bin? Ich weiss es nicht - das will ich gar nicht beurteilen. Verrückt machen lasse ich mich deswegen nicht. Rückgängig kann ich ohnehin nichts machen. Mir bleibt nur der Blick nach vorne.» (sda)

Xhaka säbelte Citys Cancelo um und kassierte dafür direkt die Rote Karte. Bild: keystone

Das sind die 30 teuersten Schweizer Fussballer

Rang 30: David Sesa wechselte im Sommer 2000 für 7,25 Millionen Euro von der US Lecce zum SSC Napoli. Stand: August 2021.
Rang 29: Edimilson Fernandes wechselte im Sommer 2019 für 7,5 Millionen Euro von West Ham United zum 1. FSV Mainz. www.imago-images.de / bMartin Hoffmann
Rang 28: Patrick Müller wechselte im Sommer 2000 für 8 Millionen Euro von den Grasshoppers zu Olympique Lyon. EPA / MONTSERRAT T DIEZ
Rang 27: Valon Behrami wechselte im Sommer 2012 für 8 Millionen Euro von der AC Fiorentina zum SSC Napoli. AP/AP / Paolo Giovannini
Rang 26: Admir Mehmedi wechselte im Winter 2018 für 8 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum VfL Wolfsburg. EPA/EPA / DANIEL HECKER
Rang 25: Admir Mehmedi wechselte im Sommer 2015 für 8 Millionen Euro vom SC Freiburg zu Bayer Leverkusen. EPA/EPA / SASCHA STEINBACH
Rang 24: Ricardo Rodríguez wechselte im Sommer 2012 für 8,5 Millionen Euro vom FC Zürich zum VfL Wolfsburg. X00960 / RALPH ORLOWSKI
Rang 23: Granit Xhaka wechselte im Sommer 2012 für 8,5 Millionen Euro vom FC Basel zu Borussia Mönchengladbach. Witters / Tim Groothuis/freshfocus
Rang 22: Blerim Džemaili wechselte im Sommer 2011 für 9 Millionen Euro von Parma zu Napoli. AP PRESL / DAVIDE SPADA
Rang 21: Yann Sommer wechselte im Sommer 2014 für 9 Millionen Euro vom FC Basel zu Borussia Mönchengladbach. EPA/EPA / RONALD WITTEK
Rang 20: Kevin Mbabu wechselte im Sommer 2019 für 9,2 Millionen Euro von den Young Boys zum Vfl Wolfsburg. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Rang 19: Stephan Lichtsteiner wechselte im Sommer 2011 für 9,93 Millionen Euro von Lazio Rom zu Juventus Turin. Insidefoto / Insidefoto/freshfocus
Rang 18: Josip Drmic wechselte im Sommer 2015 für 10 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu Borussia Mönchengladbach. DPA / MARIUS BECKER
Rang 17: Djibril Sow wechselte im Sommer 2019 für 10 Millionen Euro von den Young Boys zu Eintracht Frankfurt. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Rang 16: Timm Klose wechselte im Winter 2016 für 11 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Norwich City. AP PA / CHRIS RADBURN
Rang 15: Breel Embolo wechselte im Sommer 2019 für 11 Millionen Euro von Schalke zu Borussia Mönchengladbach. AP / Martin Meissner
Rang 14: Noah Okafor wechselte im Winter 2020 für 11,2 Millionen Euro vom FC Basel zu Red Bull Salzburg. EPA / YURI KOCHETKOV
Rang 13: Albian Ajeti wechselte im Sommer 2020 für 11,3 Millionen Euro vom FC Basel zu West Ham United. www.imago-images.de / Andy Rowland
Rang 12: Bernt Haas wechselte im Sommer 2002 für 11,8 Millionen Euro vom FC Basel zum AFC Sunderland.
Rang 11: Xherdan Shaqiri wechselte im Sommer 2012 für 11,8 Millionen Euro vom FC Basel zu Bayern München. EPA / KARL-JOSEF HILDENBRAND
Rang 10: Denis Zakaria wechselte im Sommer 2017 für 12 Millionen Euro von den Young Boys zu Borussia Mönchengladbach. AP/AP / Martin Meissner
Rang 9: Xherdan Shaqiri wechselte im Sommer 2018 für 14,7 Millionen Euro von Stoke City zum FC Liverpool. EPA/EPA / PETER POWELL
Rang 8: Xherdan Shaqiri wechselte im Winter 2015 für 15 Millionen Euro von Bayern München zu Inter Mailand.
Rang 7: Ricardo Rodriguez wechselte im Sommer 2017 für 15 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zur AC Milan. KEYSTONE/TI-PRESS / GABRIELE PUTZU
Rang 6: Gregor Kobel wechselte im Sommer 2021 für 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu Borussia Dortmund. keystone / SASCHA STEINBACH
Rang 5: Xherdan Shaqiri wechselte im Sommer 2015 für 17 Millionen Euro von Inter Mailand zu Stoke City.
Rang 4: Gökhan Inler wechselte im Sommer 2011 für 18 Millionen Euro von Udinese Calcio zum SSC Napoli. AP / Franco Castanò
Rang 3: Manuel Akanji wechselte im Winter 2018 für 21,5 Millionen Euro vom FC Basel zu Borussia Dortmund.
Rang 2: Breel Embolo wechselte im Sommer 2016 für 26,5 Millionen Euro vom FC Basel zu Schalke 04. EPA/DPA / MARIUS BECKER
Rang 1: Granit Xhaka wechselte im Sommer 2016 für 45 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zu Arsenal London. AP / MATT DUNHAM

So reagieren Kommentatoren weltweit auf Schweizer Out gegen Spanien

Video: watson / een

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