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Tagszuvor drohte Donald Trump der Türkei – einen Tag später stellt er Recep Tayyip Erdogan vertiefte Zusammenarbeit in Aussicht.   Bild: AP/AP

Gestern Feind, heute Freund: Trump macht Erdogan ein Angebot

Publiziert: 15.01.19, 04:00

US-Präsident Donald Trump hat im Streit mit der Türkei versöhnliche Töne angeschlagen. Er sehe ein erhebliches Potenzial für einen Ausbau der beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen.

Dies teilte Trump am Montag nach einem Telefonat mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan über Twitter mit.

Am Sonntag hatte er der Türkei per Twitter noch mit wirtschaftlicher Zerstörung gedroht, sollte der Nato-Partner die kurdischen Milizen in Nord-Syrien angreifen.

In dem Telefonat haben Trump Erdogan über die Schaffung einer Sicherheitszone ohne Milizen im Norden Syriens beraten, wie die Regierungen in Ankara und Washington zuvor mitgeteilt hatten.

Eine Sprecherin des US-Präsidialamtes sagte, die beiden Staatschefs hätten über die weitere Zusammenarbeit vor dem Hintergrund des eingeleiteten Abzugs der US-Truppen aus Syrien gesprochen. Trump habe erklärt, er wolle die Sicherheitsbedenken der Türkei berücksichtigen. Die Türkei dürfe aber nicht gegen Kurden oder andere Gruppen im benachbarten Syrien vorgehen, mit denen die USA dort gemeinsam gegen die IS-Miliz gekämpft hätten.

Trump bezog sich damit auf die Kurden-Miliz YPG im Norden Syriens. Die Türkei wertet die YPG als Terrororganisation und hat mit ihrer Zerschlagung gedroht. Die Kurden befürchten eine Offensive der Türkei, sobald das US-Militär aus Syrien abgezogen ist, wie es Trump im Dezember überraschend angekündigt hatte. (sda/reu/afp)

Trumps mögliche Gegner 2020:

15. John Delaney: Der Kongressabgeordnete aus Maryland hat wiederholt den Bundesstaat Iowa besucht, wo traditionell der Vorwahlzirkus eröffnet wird. Ein klares Zeichen, dass er eine Kandidatur plant. Der Sprung aus dem Repräsentantenhaus ins Weisse Haus gelingt aber nur selten. AP/AP / Charlie Neibergall
14. Michael Avenatti: Der scharfzüngige Anwalt von Pornostar Stormy Daniels hat sich ebenfalls schon in Iowa blicken lassen. E ist überzeugt, dass die Demokraten einen «Strassenkämpfer» wie ihn brauchen, um Donald Trump zu schlagen. AP/The Des Moines Register / Zach Boyden-Holme
13. Deval Patrick: Der erste schwarze Gouverneur von Massachusetts soll vor allem aus dem Umfeld von Barack Obama zu einer Kandidatur gedrängt werden. Er selber zögert aber noch. AP/AP / Charles Krupa
12. Hillary Clinton: In einem Interview erläuterte die Verliererin von 2016 kürzlich, wie gut sie für den Job im Weissen Haus qualifiziert sei. Eine erneute Kandidatur schloss sie zwar aus, doch so richtig kauft man es ihr nicht ab. AP/AP / Alex Brandon
11. Amy Klobuchar: Als Senatorin von Minnesota wurde sie komfortabel wiedergewählt. Ihr Rückhalt im ländlichen Raum macht sie für Politbeobachter zu einer idealen Kandidatin, um Trump-Wähler aus der Arbeiterklasse zurückzuholen. EPA/EPA / CRAIG LASSIG
10. Terry McAuliffe: Der frühere Gouverneur von Virginia vertritt einen Swing State, in dem die Demokraten auf dem Vormarsch sind. Sein Handicap ist seine grosse Nähe zu den Clintons. AP/AP / J. Scott Applewhite
9. Michael Bloomberg: Der frühere New Yorker Bürgermeister hat einige politische Seitenwechsel vollzogen. Kürzlich kehrte er zu den Demokraten zurück – ein Indiz für eine mögliche Präsidentschaftskandidatur? AP/FR62846 AP / Cheryl Senter
8. Beto O'Rourke: Er hat die Senatswahl in Texas gegen Ted Cruz verloren, aber ein mehr als beachtliches Ergebnis erzielt. Seine Fans hoffen nun, dass er 2020 antreten wird. EPA/EPA / LARRY W. SMITH
7. Sherrod Brown: Der Senator aus Ohio kommt bei der weissen Arbeiterklasse gut an, die Trump für sich gewinnen konnte. Er hat die Wiederwahl geschafft, obwohl sein Staat zunehmend nach rechts abdriftet – eine Empfehlung für 2020. AP/AP / J. Scott Applewhite
6. Kirsten Gillibrand: Die 51-jährige Senatorin aus New York wurde problemlos wiedergewählt. Sie erklärte, im Senat bleiben zu wollen, liess die Tür zu einer Präsidentschaftskandidatur aber einen Spalt weit offen. AP/AP / Jacquelyn Martin
5. Cory Booker: Der Senator von New Jersey erinnert an Barack Obama. Seine Kandidatur gilt als sicher. Er hat mit einer Wutrede gegen Donald Trump für Aufsehen gesorgt. AP/AP / Julio Cortez
4. Joe Biden: In einer CNN-Umfrage lag Barack Obamas Vize klar an der Spitze der möglichen Kandidaten. Er bereut längst, dass er 2016 nicht kandidiert hat. Allerdings ist Biden schon 76 Jahre alt, und er gilt nicht als grosser Wahlkämpfer. AP/Sun-Times / Ashlee Rezin
3. Kamala Harris: Die 53-jährige Senatorin aus Kalifornien mit Wurzeln in Jamaika und Indien ist eine Hoffnungsträgerin ihrer Partei. Vieles deutet auf eine Kandidatur hin. Bei den Kavanaugh-Hearings hat Harris sich zusätzlich profiliert. AP/AP / Nick Ut
2. Bernie Sanders: Viele Demokraten sind überzeugt, dass der parteilose Senator aus Vermont 2016 Präsident geworden wäre, wenn er anstelle von Hillary Clinton gegen Trump angetreten wäre. Ob er 2020 als 79-Jähriger antreten will, ist offen. EPA/EPA / MICHAEL REYNOLDS
1. Elizabeth Warren: Ihren Senatssitz in Massachusettts hat sie mühelos verteidigt. Nun könnte die 69-Jährige auf das nächste grosse Ziel zusteuern: Am 31. Dezember 2018 hat sie als Erste aus dem Favoritenkreis ihre Kandidatur erklärt. EPA/EPA / CJ GUNTHER

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