Hier grätscht Trainer Gattuso seinen eigenen Spieler von hinten um
Gennaro Gattuso war während seiner aktiven Karriere der Prototyp des Mittelfeld-Bulldozers. Ungestüm, wild, erbarmungslos. Nicht umsonst sagt man in Italien über den heutigen Trainer des AC Milan: «Der Mensch stammt vom Gattuso ab.» Er selbst beschreibt sich als «brutto come i debiti» – «hässlich wie Schulden». Und auch als Coach ist sich Gattuso immer noch für keine Grätsche zu schade.
Zurzeit macht folgendes Video aus dem Training der «Rossoneri» die Runde:
In einer Spasseinheit ist zu sehen, wie Raubein Gattuso von Stürmer Gonzalo Higuain abgeräumt wird. Und – wie zu seinen besten Zeiten – dauert es nicht lange, bis sich Gattuso revanchiert. Die Rachegrätsche trifft zwar gar nicht Higuain, sondern einen anderen Spieler, aber das tut nichts zur Sache. Das ist das Gattuso-Prinzip. Irgendwo muss der Frust ja hin. So wie damals. Einmal Bulldozer, immer Bulldozer.
Die Mailänder bereiten sich gerade in Saudi-Arabien auf das Supercup-Finale gegen Juventus Turin vor. Das Spiel steigt am Mittwochabend um 18.30 Uhr. Ganz sicher mit dabei: Ein wütender Gattuso an der Seitenlinie.
(as/watson.de)
Die besten Zitate und Geschichten von Andrea Pirlo
Die besten Zitate und Geschichten von Pirlo: Pirlo über persönliche Ziele im Fussball. «Der so häufig bemühte Satz, wonach die Erfolge der Mannschaft zählen, nicht die Leistung eines Einzelnen, ist nichts als ein kläglicher Hymnus, wie ihn nur Leute anstimmen können, die keine persönlichen Ziele verfolgen – sei es aus Mangel an Klasse oder an Charakter.» EPA / DANIEL DAL ZENNARO
Pirlos Gedanken vor seinem Elfmeter im WM-Finale gegen Frankreich 2006: «Ich hob die Augen zum Himmel und bat um Unterstützung, denn wenn es Gott wirklich gibt, dann konnte er doch wohl kein Franzose sein.» Getty Images Europe / Michael Steele
Andrea Pirlo über das Aufwärmen vor dem Spiel: «Das Ganze ist nicht mehr als die Masturbation von Konditionstrainern, ihre Art, sich auf unsere Kosten zu amüsieren. X00458 / JASON REED
Pirlo, der zusammen mit Nesta und Co. regelmässig Gennaro Gattuso Streiche spielte: «Mehr als einmal hat einer von uns ein Spiel verpasst, weil er von Gattuso mit der Gabel gestochen wurde. In der offiziellen Verlautbarung hiess es dann immer: Muss wegen Muskelermüdung pausieren.» AP / MICHEL EULER
Unter anderem hat Pirlo mit Daniele de Rossi den armen Gattuso mitten in der Nacht mit einem Feuerlöscher vollgespritzt: «Ich versuchte abzuhauen, aber ich wusste, dass ich jetzt fällig war. Wenn Gattuso hinter dir her ist und dir eine Abreibung verpassen will, dann kannst du rennen, so viel du willst, am Ende kriegt er dich.» EPA / GERRY PENNY
Pirlo über den Aberglauben von Gilardino: «Er trug immer ein uraltes Paar Fussballschuhe bei sich – ein archäologisches Fundstück, noch aus seiner Jugendzeit. Er putze sie regelmässig, streichelte sie, redete mit ihnen, küsste sie ... Wenn er die Schuhe mal zu Hause vergass, bat er der Trainer, ihn auf die Bank zu setzen, da ihm sowieso nichts gelinge.» AP / LUCA BRUNO
Pirlo über das Ritual von Pippo Inzaghi, mit dem Kommentar «Das bringt Glück, Jungs!», innerhalb von zehn Minuten vor den Spielen drei- bis viermal aufs Klo zu gehen: «Ihm hat das vielleicht Glück gebracht, uns nicht. Das stank jeweils so fürchterlich, als hätte Pippo eine Leiche gefressen.» AP / LUCA BRUNO
Die zweite Marotte von Inzaghi betrifft dessen Kinderkekse, die er zu jeder Tages- und Nachtzeit ass und immer exakt zwei Stück in der Packung liess – weil sonst das kosmische Gleichgewicht gestört werde. Und er teilte die Keske mit niemandem, genau so, wie er nie einen Ball abgab, mit der einfachen Erklärung: «Ich tue das zu eurem Besten. Ihr braucht meine Tore.» AP / Thanassis Stavrakis
Weinliebhaber Pirlo: «Auch heute noch kommt es vor, dass ich nach dem Training nach Hause komme, Feuer im Kamin mache und mir ein Glas Wein eingiesse.»
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