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Das Zentrum des Bebens der Stärke 7.5 lag 23 Kilometer südlich der Ortschaft Crucecita im Bundesstaat Oaxaca. Menschen flüchteten aus ihren Häusern aus Angst vor Nachbeben. Bild: keystone

Schweres Erdbeben erschüttert Süden von Mexiko ++ mindestens ein Toter

Publiziert: 23.06.20, 18:33 Aktualisiert: 23.06.20, 22:14

Der Süden von Mexiko ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,5 lag 23 Kilometer südlich der Ortschaft Crucecita im Bundesstaat Oaxaca in einer Tiefe von fünf Kilometern, wie der seismologische Dienst am Dienstag mitteilte.

In der Ortschaft Huatulco sei ein Mensch ums Leben gekommen und ein weiterer verletzt worden, sagte Gouverneur Alejandro Murat im Fernsehsender Foro TV. Medienberichten zufolge wurden sie auf einer Landstrasse in ihrem Auto von herabfallendem Geröll getroffen.

Aus der Region wurden leichte Schäden an Gebäuden gemeldet. Auf Fotos war zu sehen, dass in der Provinzhauptstadt Oaxaca de Juárez Steine von Dächern und Häuserfassaden abgebrochen und Mauern eingestürzt waren. Zudem fiel der Strom aus.

Auch in Mexiko-Stadt - rund 750 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernt - war der Erdstoss zu spüren. Zahlreiche Menschen verliessen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit. Es wurden Risse in Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben gemeldet. Ein Krankenhaus wurde evakuiert.

Auch in den Bundesstaaten Guerrero, Veracruz, Puebla und Chiapas war das Beben zu spüren. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich auf mögliche Nachbeben einzustellen. Der seismologische Dienst meldete insgesamt 147 Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4,6. Die US-Behörden sprachen eine Tsunami-Warnung für die Küste von Mexiko aus.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

Beim bislang letzten starken Beben in Mexiko im September 2017 kamen 369 Menschen ums Leben. Das Unglück ereignete sich genau 32 Jahre nach dem stärksten Beben der jüngeren Geschichte, als 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10 000 Menschen starben. (sda/dpa)

Die schwersten Erdbeben seit 1900

Platz 10: Indonesien, April 2012. Ein Erdbeben der Stärke 8,6 verursachte vor allem Sachschäden, wie hier vor einem Gefängnis. Tote wurden keine gemeldet. (sda) EPA / HOTLI SIMANJUNTAK
Platz 9: Indonesien, März 2005. Nur wenige Monate nach dem verheerenden Tsunami bebte die Erde in Indonesien erneut. Es wurde eine Erdbebenstärke von 8,6 gemessen, 1313 Menschen kamen ums Leben. AP / BINSAR BAKKARA
Platz 8: Indien, August 1950. Das Erdbeben mit Stärke 8,6 verursachte schwere Schäden in Assam, an der indisch-chinesischen Grenze. 1526 Tote wurden gemeldet.
Platz 7: Ecuador und Kolumbien, Januar 1906. Die beiden südamerikanischen Staaten wurden von einem Erdbeben der Stärke 8,8 heimgesucht. Etwa 1000 Menschen starben.
Platz 6: Chile, Februar 2010. 524 Menschen starben an den Folgen des Erdbebens von 2010. Es wurde eine Stärke von 8,8 gemessen. AP / Natacha Pisarenko
Platz 5: Russland, November 1952. Nach einem Beben der Stärke 9,0 flohen die Bewohner der russischen Stadt Kamtschatka in die umliegenden Berge, um dem anschliessenden Tsunami zu entgehen. Niemand kam ums Leben.
Platz 4: Japan, März 2011. Das verheerende Erdbeben (Stärke: 9,0) mit anschliessendem Tsunami forderte 15'800 Menschenleben und beschädigte das Atomkraftwerk Fukushima. Japan kämpft nach wie vor mit den Folgen. AP Kyodo News / ANONYMOUS
Platz 3: Indonesien, Dezember 2004. Es gilt als eine der schlimmsten Katastrophen der neueren Geschichte. Bei dem Erdbeben der Stärke 9,1 und dem anschliessenden Tsunami kamen etwa 230'000 Menschen ums Leben. Millionen wurden obdachlos. EPA / ARDILES RANTE
Platz 2: Alaska, März 1964. Beim Beben der Stärke 9,2 in Alaska kamen 15 Menschen ums Leben, der Tsunami danach forderte weitere 110 Opfer. AP / ANONYMOUS
Platz 1: Chile, Mai 1960. Beim stärksten je gemessenen Erdbeben (Stärke 9,5) starben 1655 Menschen, tausende wurden obdachlos. AP

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Video: watson / nfr

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