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Interview

Der Mann jagte, die Frau hütete Kinder? Basler Archäologin räumt mit Uralt-Klischees auf

Der Mann war Jäger, die Frau hütete Kinder: Dieses Bild der Urzeitmenschen wird oft herangezogen, um Familienmodelle oder Geschlechterrollen zu rechtfertigen. Archäologin Brigitte Röder sagt im Interview, wie es früher wirklich war.

Publiziert: 03.04.19, 08:00 Aktualisiert: 04.04.19, 05:18
Annika Bangerter / ch media

Geschlechterrollen sind nicht seit der Steinzeit starr: Diesen Beutezug führt eine Frau an. (Illustration Bild: keystone

Bis heute wird das Bild des Jägers und der Sammlerin herangezogen, um ein unterschiedliches Verhalten der Geschlechter zu erklären. Was ist da dran?
Brigitte Röder: Die Idee, dass Männer von Natur aus Jäger seien, ist ein Klischee. Das Bild vom mutigen Jäger, der einem Mammut auflauert, finden wir in vielen Schulbüchern, Museen, Romanen oder Filmen. Der Mann soll seit Urzeiten die Familie ernährt haben, während sich die Frau um Kinder und Haushalt gekümmert habe.

Was spricht dagegen?
Um dieses Klischee rankt sich die Vorstellung von der gefährlichen und heldenhaften Grosswildjagd, die Männersache gewesen sei. Sie fand zwar statt, aber ihre Bedeutung wird massiv überschätzt. Das zeigen moderne archäologische Untersuchungen. Dank feinerer Grabungsmethoden finden wir an Fundstellen aus der Altsteinzeit inzwischen auch Skelettreste von kleinen Tieren und sogar Fischschuppen. Daher wissen wir, dass der Fischfang eine grosse Rolle spielte, ebenso die Jagd auf Kleinwild und Vögel. Das Bild der heldenhaften Grosswildjagd muss also überdacht werden. Das Nahrungsspektrum war viel breiter.

Wer hat denn tatsächlich gejagt?
Einem Speer oder einem Bogen sieht man nicht an, ob ein Mann oder eine Frau ihn benutzt hat. Wer in der Urgeschichte gejagt hat, ist nicht mit letzter Sicherheit zu entscheiden. Dafür bräuchte man Schriftquellen. Wir ziehen stattdessen Vergleiche aus historischen Zeiten heran. So haben Ethnologen Gemeinschaften beschrieben, in denen auch Frauen gejagt haben. Bekannt ist auch, dass bei den Inuit Mädchen zur Grosswildjagd ausgebildet wurden, wenn der männliche Nachwuchs in der Familie fehlte. Kurz: Es gibt keinen Grund, auszuschliessen, dass Frauen auch in der Urgeschichte gejagt haben.

Woher kommt dann dieses Bild vom Mann als Jäger und der Frau als Sammlerin?
Die Geschlechterrollen, die für die Urgeschichte gezeichnet werden, sind ungemein stereotyp. Stets erscheinen die Männer als Ernährer, die mobil waren, Handel oder Bergbau betrieben und sämtliche Innovationen kreierten. Ihnen stehen die ewigen Hausfrauen und Mütter am Herdfeuer gegenüber. Diese Rollenteilung geht auf Idealvorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts zurück. Damals wurde das Geschlechter- und Familienmodell neu konstituiert und für universal erklärt. Es wurde auch festgelegt, welchen «Geschlechtscharakter» Männer respektive Frauen haben. Noch heute gilt dieses bürgerliche Geschlechtermodell vielfach als ursprünglich – und wird auf die Urgeschichte projiziert.

«Diese Rollenteilung geht auf Idealvorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts zurück.»

Brigitte Röder

Brigitte Röder ist Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Basel. Sie forscht zur prähistorischen Sozial-, Geschlechter- und Kindheitsgeschichte. Sie ist Mitkuratorin der archäologische Sonderausstellung «Ich Mann, Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?», die erstmals in Freiburg im Breisgau gezeigt wurde und ab dem 21. September 2019 ins NMB Neue Museum Biel kommt. Röders Buch «Lebensweisen in der Steinzeit», das mit urgeschichtlichen Klischees aufräumt, ist im Hier und Jetzt Verlag erschienen. (aba) Bild: Severin Bigler

Wie lebten die damaligen Menschen wirklich?
Historisch und ethnografisch ist eine unglaubliche Vielfalt an Geschlechtermodellen, Familien-, Verwandtschafts- und Haushaltsformen belegt. Wer für archäologische Befunde Analogien sucht, müsste also ein breites Spektrum in Betracht ziehen. Interessanterweise fokussieren die meisten Interpretationen aber auf das, was wir von der bürgerlichen Gesellschaft kennen. Etwa die Idee, dass in jedem Pfahlbau eine Kernfamilie wohnte. Studien der Universität Basel zeigen jedoch, dass diese Idee falsch ist. Die Siedlungen waren erstaunlich kurz bewohnt, manche nur acht oder zwölf Jahre. Die Gruppen müssen sich immer wieder aufgeteilt und neu zusammengesetzt haben. Die Vorstellung von Bauernfamilien, die über Jahrhunderte im selben Dorf gelebt haben, muss aufgegeben werden.

Heute sind solche flexiblen Wohnformen nicht allzu ungewöhnlich. Das war vor 50 Jahren wohl noch anders. Heisst das, dass die Archäologie auch etwas über die Gegenwart erzählt?
Ja. Fragen, die gegenwärtig stark beschäftigen, werden auch in der Archäologie behandelt. Eine aktuelle These ist etwa, dass es in der Bronzezeit eine erste Globalisierungswelle von Westeuropa bis China gegeben habe. Oder mittlerweile kommen auch die sogenannten neuen Väter in der Archäologie an. Zum Beispiel in einer Ausstellung, die einen Vater zeigt, der seinem Kind den Po abwischt.

Haben die frühen Väter auch mal den Brei vorgekaut oder die Kinder betreut?
Mit archäologischen Funden können wir solche Fragen nicht beantworten. Wie auch? Wir haben Hausruinen, materielle Kultur und darunter ganz wenige Objekte, die wir mit Kindern in Verbindung bringen können. Ohne Schriftquellen ist völlig offen, wer sich um sie gekümmert hat. Das sieht man auch einem Skelett nicht an. Die Wissenslücken werden deshalb leider häufig mit Vorstellungen gefüllt, die uns vertraut sind und die wir für ursprünglich halten. Deshalb erscheinen sie plausibel und werden nur selten hinterfragt.

Wann begann die Archäologie die angeblich ursprüngliche Rollenteilung zu hinterfragen?
Vor etwa dreissig Jahren. Seither gibt es diverse Beispiele, die bisherige Bilder auf den Kopf stellen. Sehr interessant finde ich Hallstatt, eine Fundstelle in Österreich. Dort gab es in der Eisenzeit sowohl ein Salzbergwerk als auch den dazugehörigen Friedhof. Anhand markanter Unterschiede an den Skeletten von Männern und Frauen liess sich eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung rekonstruieren. Ergänzt durch die Funde im Berg, liess sich zeigen, dass die Männer das Salz mit Bronzepickeln geschlagen und die Frauen es nach oben getragen haben. Ein sehr überraschendes Ergebnis brachte auch die Untersuchung der Kinderskelette: Sie zeigte, dass auch Kinder in den Bergbau involviert waren und sehr schwer gearbeitet haben.

«Anhand markanter Unterschiede an den Skeletten von Männern und Frauen liess sich eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung rekonstruieren.»

Brigitte Röder

Wie alt waren diese Kinder?
Im Bergwerk fand man neben Kinderschuhen auch eine Babykappe. Die Kinder waren also von klein auf dabei und sind in die Arbeit buchstäblich reingewachsen. Nach Ausweis der Skelette müssen die Kinder etwa ab dem Alter von fünf bis sieben Jahren hart gearbeitet haben. Das sprengt all unsere Vorstellungen von einer behüteten Kindheit. Die Bergleute von Hallstatt waren zudem enorm reich. In ihren Gräbern fanden sich kunsthandwerkliche Spitzenprodukte aus kostbaren Rohmaterialien, darunter importiertes Elfenbein und Bernstein. Auch das sprengt gängige Klischeevorstellungen.

Inwiefern?
Wir nehmen ja an, dass Menschen, die so reich waren wie jene in Hallstatt, andere – beispielsweise Sklaven – für sich arbeiten liessen und sich darauf beschränkten, den Reichtum abzuschöpfen. Doch selbst bei ganz reich bestatteten Individuen sieht man anhand der Skelette, dass sie von frühster Kindheit an hart gearbeitet haben. Das passt nicht zu den gängigen Vorstellungen von Reichtum und gesellschaftlichen Hierarchien.

In Hallstatt waren die Menschen bereits sesshaft. Gibt es Skelette, die Aufschluss über noch frühere Zeiten geben?
Für die ganz frühen Zeiten gibt es nur Fossilien, und zwar meist nur Fragmente, sodass eine Geschlechtsbestimmung oft gar nicht möglich ist. Erst aus den letzten 40 000 Jahren gibt es dann auch vermehrt komplette Skelette, die im Hinblick auf Tätigkeiten, Gesundheitszustand oder Lebenserwartung von Frauen und Männern untersucht werden können. Neue geschlechtergeschichtliche Erkenntnisse liefern auch forensische Methoden. Etwa zur Höhlenmalerei. Bis vor kurzem ging man ganz selbstverständlich davon aus, dass sie das Werk von Männern war.

Nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder bemalten Höhlen. Bild: AP/Nature Magazine

Das stimmt nicht?
Das Bild von den altsteinzeitlichen Männern, die die Kunst erfunden haben, bekommt Risse, weil man an Handabdrücken sehen kann, dass auch Frauen ihre Hände auf den Höhlenwänden verewigt haben. Ebenso Kinder. Wir müssen davon ausgehen, dass Männer, Frauen und Kinder vermutlich gemeinsam in Höhlen rituelle Praktiken durchführten. Nicht zuletzt deshalb ist zu hinterfragen, weshalb die figürlichen Darstellungen ausschliesslich von Männern stammen sollten. Dafür gibt es keinen Beweis – und auch keinen Grund. Was für Männer selbstverständlich und ohne wissenschaftliche Grundlage gesetzt wird, braucht für Frauen umgekehrt eine hieb- und stichfeste wissenschaftliche Beweisführung – etwa, dass sie auch einen Beitrag zur Ernährung, zur Kunst oder zu Innovationen geleistet haben.

Ärgert Sie das?
Ich finde es unsinnig – und obendrein unwissenschaftlich, denn hier wird methodisch mit zweierlei Mass gemessen.

Ist das bis heute in der Archäologie der Fall?
Das Denken verändert sich, aber sehr langsam. Als Prähistorikerin, die auf zweieinhalb Millionen Jahre Menschheitsgeschichte zurückblickt, bin ich an das Denken in langen Zeiträumen jedoch gewöhnt. (aargauerzeitung.ch)

History Porn Teil XLIV: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

Ein deutscher Armee-Zahnarzt, ca. 1917. Womöglich wurde die Szene ein wenig überdramatisiert, dennoch war es sicher kein Spass, vom Feldzahnarzt einen Zahn gezogen zu bekommen. bild: reddit
Eine Werbung für «weibliche Hygiene» aus dem frühen 20. Jahrhundert – «Sie war die perfekte Ehefrau ... nur etwas vernachlässigte sie» Und zwar war das die weibliche Hygiene ... «Ihr Mann hätte gerne die meisten ihrer Tugenden eingetauscht, um diesen einen Fehler zu korrigieren.» bild: vintag.es
Sowjetische Soldaten machen eine Pause auf dem Weg nach Berlin, um eine akrobatische Show zu sehen, 1945. bild: imgur
Jennie Camillo, eine achtjährige Preiselbeer-Pflückerin in New Jersey, USA, 1910. Das Foto schoss Lewis Wickes Hine, ein amerikanischer Soziologe und Fotograf, dessen Arbeit massgeblich zur Änderung der Kinderarbeitsgesetze in den Vereinigten Staaten beitrug. bild: imgur
Tom Marshall hat die Fotos von Hine mit Hilfe von Farben in die Moderne transferiert. Hier sehen wir die Textilarbeiterinnen Katrina (6), Franca (11) Maria (12) und deren Schwester Mattie (5) New York City, USA, 1910. bild: imgur
Das Holland House (ursprünglich Cope Castle) war einer der ersten Stadtpaläste, die im Londoner Stadtteil Kensington erbaut wurden. Leider blieb dessen Bibliothek während der deutschen Bombenangriffe («The Blitz») auf die britische Hauptstadt nicht verschont, was aber diese drei bibliophilen Herren nicht davon abhielt, ihrer Leidenschaft nachzugehen, London, 1940. bild: vintag.es
Jimmy Slater war ein sehr erfolgreicher Frauendarsteller – bereits mit 14 begann er seine Laufbahn und verfeinerte sein Können an militärischen Konzertpartys des Ersten Weltkrieges. Er wurde 100 Jahre alt. bild: vintag.es
Die kolorierte Version einer Aufnahme von Soldaten der Union im Amerikanischen Bürgerkrieg, 1862. bild: imgur
Wenn eine kugelsichere Weste getestet werden muss, 1923. bild: imgur
Ein Pilot der Royal Air Force erhält zwischen seinen Missionen einen Haarschnitt, 1942. bild: imgur
Reichspropaganda-Leiter Joseph Goebbels heiratet seine Magda – und Adolf Hitler ist sein Trauzeuge, 1931. Am 29. April 1945 ist er wiederum Hitlers Trauzeuge, als dieser mit Eva Braun im Führerbunker die Ehe schliesst. Die Neuvermählten begehen am nächsten Tag Selbstmord. Und als Goebbels die Sowjetunion um einen Waffenstillstand ersucht, Stalin aber auf der bedingungslosen Kapitulation beharrt, gibt auch er auf. Seine Ehefrau Magda lässt die Kinder mit Zyankali ermorden, ja, gibt ihnen vielleicht sogar selbst das Gift. Dann vergiften sich die Goebbels selbst. Unklar ist, ob Goebbels sich ausserdem erschoss. Ihre Leichen, halb verkohlt, wurden von den Sowjets vor dem Bunkerausgang gefunden. bild: wikimedia
Auf den Strassen von Shanghai, China, 1921: eine Frau mit ihrem Spinnrad. bild: vintag.es
Auf den Strassen von Shanghai, China, 1921: Ein Mann trägt seine Gänse zum Markt. bild: vintag.es
General Douglas MacArthur unterzeichnet die formelle Kapitulation Japans im Namen der USA, 2. September 1945. Damit endete der Zweite Weltkrieg endgültig – und für Japan musste der Mythos vom Kamikaze, dem göttlichen Wind, der das Land einst vor dem Einfall der Mongolen gerettet hatte, ein für allemal sterben. bild: imgur
Nach dem Zweiten Weltkrieg blühte die Karriere des in Deutschland geborenen Fotografen Erwin Blumenfeld so richtig auf, seine Fotos zierten die Cover von «Look», «Life», «Harper's Bazaar» und «Vogue». Er wurde schnell zum höchstbezahlten freiberuflichen Fotograf in New York – sein liebstes Motiv: Frauen. bild: vintag.es
Zar Nikolaus II. fliegt auf dem Rücken eines Freundes, 1899. Er und seine gesamte Familie fielen in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 der Tscheka zum Opfer. Der Zar starb sofort, ebenso seine Frau Alexandra und ihre Tochter Olga. Der Zarewitsch Alexei und seine drei Schwestern Maria, Anastasia und Tatjana lagen schwer verletzt am Boden. Die Kugeln prallten an den Zarenkindern ab, weil die Kammerdienerin Demidowa vorher den Familienschmuck in ihre Mieder eingenäht hatte und nun mit einem ebenso wertvoll gefüllten Kissen versuchte, die Schüsse abzuwehren. Das ganze Abschlachten dauerte zwanzig Minuten, am Ende stachen die Mörder mit ihren Bajonetten zu. bild: imgur
Sagt Hallo zu klein David Bowie. bild: vintag.es
Der österreichische SS-Hauptsturmführer Amon Leopold Göth war Kommandant des Konzentrationslagers Płaszów bei Krakau. Jeden Morgen trat er mit seinem Repetiergewehr auf seinen Balkon und schoss wahllos auf KZ-Häftlinge. Manche liess er auch von seinen beiden Hunden – einer Dogge und einem Schäferhundmischling – zerfleischen. Mindestens 500 Menschen brachte er eigenhändig um. Nach jedem Mord forderte er die Karteikarte seines Opfers an, um dann auch dessen Verwandte töten zu lassen – er wollte keine «unzufriedenen Leute» im Lager haben. 1946 wurde er wegen Massenmordes zum Tode verurteilt und wenige Tage nach dem Urteil gehängt. bild: historydaily
Berlin am Ende des Zweiten Weltkrieges, 1945. bild: imgur
Die Staatliche Universität Moskau, 1955. Viele sowjetische bzw. russische Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wissenschaft sind Absolventen dieser Universität, u. a. auch Michail Gorbatschow. bild: tumblr/historicaltimes
Und wenn wir schon mal in der Sowjetunion sind: Hier kommt Tamara Fomichyova, die Pilotin, die einen Doppeldecker (Antonow An-2) fliegt und sonst in der Landwirtschaft arbeitet. Das Bild wurde 1974 in der Zeitschrift «Rabotnitsa» («Arbeiterfrau») veröffentlicht. bild: sowjetpostcards
Albina Mali-Hočevar (1925 - 2001) war eine slowenische antifaschistische Widerstandskämpferin. Mit mit 16 Jahren trat sie der jugoslawischen Volksbefreiungsarmee bei. Sie war 17, als sie zwei Mal verwundet wurde. Nur drei Tage nach ihrem 18. Geburtstag wurde sie von einer explodierenden Mine abermals verletzt und so arbeitete sie für den Rest des Krieges als Krankenschwester. 1952 wurde sie mit dem höchsten jugoslawischen Orden ausgezeichnet – dem der Nationalheldin. Albina starb im Alter von 75 Jahren. bild: vintag.es
Und zum Abschluss nichts allzu historisches, dafür etwas Pornöses aus der Pflanzenkunde: Die Kannenpflanze (Nepenthes) kommt in den Tropen der Alten Welt vor. Das Verbreitungsgebiet reicht von Madagaskar über Südostasien bis in den Nordosten Australiens. Das, was nach Eichel aussieht, ist eigentlich ein Deckel, der erst zugeht, wenn sich ein armes Insektentier in die sogenannte Kanne verirrt hat. Sprich: Auf dem Rand dieser fiesen Falle ausgerutscht und in den Rachen des Fleischfressers gefallen ist – angelockt vom betörenden Duft, der das fiese Pflänzchen ausströmt. Ist das Opfer gefangen, wird es erstmal mittels einer scharfen Verdauungsflüssigkeit aufgelöst und dann getrunken. bild: imgur

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