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Der zukünftige Präsident Frankreichs und seine Ehefrau. Printscreen tfi.fr

Schoggi-Verbot für Emmanuel: Bei den Macrons hat Brigitte die Hosen an

Emmanuel Macron ist das jüngste Staatsoberhaupt Frankreichs seit Napoleon. Ein am Montagabend ausgestrahlter Dok-Film gibt nun interessante Einblicke in seinen Wahlkampf – und zeigt, wer im Hause Macron die Hosen anhat.

Publiziert: 09.05.17, 15:13 Aktualisiert: 09.05.17, 15:37

Nur 24 Stunden nach seinem historischen Sieg wurde im französischen Fernsehen ein Dokumentarfilm über Emmanuel Macron und seine Wahlkampagne ausgestrahlt. Darin zu sehen ist ein ehrgeiziger aber gelassener Mann, der sein junges Team immer wieder zu motivieren weiss. 

Manche Szenen aus dem Dok sorgen aber für Lacher und gehen viral – auch, weil sie Macron in einem gänzlich unpräsidialen Licht zeigen. 

Keine Schokolade für Emmanuel

Macron hat nach der ersten TV-Debatte Lust auf Schokolade und bittet sein Team, ihm welche zu bringen. Er rechnet nicht mit seiner Gemahlin Brigitte, die sofort interveniert: «Non, je ne veux pas que tu manges des cochonneries.» («Nein, ich will nicht, dass du Schweinereien isst.») 

Macron hat ein Schokoladenverbot. Video: streamable

Auch kein Kindermenü für Emmanuel

Und gleich nochmals brennt Macron essenstechnisch an. Er und sein Team legen in einer Autobahnraststätte eine Mittagspause ein. Dort bestellt Monsieur Macron an der Selbstbedienungstheke fröhlich ein Cordon Bleu («J'adore les cordon bleu!»,«Ich liebe cordon bleus!)», bevor ihn die Mitarbeiterin darauf hinweist, dass dieses Gericht das menu enfant ist, das Kindermenü. Enttäuscht entscheidet sich der Präsident daraufhin um und bestellt ein Lachsfilet. 

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Keine Schokolade, kein Cordon Bleu: viel kulinarische Frustration in diesem Dokumentarfilm. 

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Wenn man dir sagt, dass das Cordon Bleu für das Kindermenü gedacht ist. 

Wegen Fussball wird nicht geflucht!

Macron outet sich im Film als Fussball-Fan. Als Monaco den Olympique de Marseille besiegt, ärgert er sich: «Oh merde, déjà la deuxième fois, putain.» («Oh scheisse, schon das zweite mal, shit!»). Brigitte hingegen scheint den Ballsport nicht zu interessieren: «Mais on s'en fou!» («Das ist doch egal!), erwidert sie.

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Der beste Moment des Abends. 

Emmanuel wird mit einem Ei beworfen

Eine weitere witzige Szene: An einer Veranstaltung wird Emmanuel Macron mit einem Ei beworfen. Als die Videos davon in den sozialen Medien ihre Runde machen, schauen sich Macron und ein Berater diese lachend an und bewundern gar die Wurfkraft des Angreifers.  

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Nein, das tut nicht weh. Emmanuel Macron lacht, wenn er sieht, wie ihm ein Ei an den Kopf geworfen wurde. 

Der Film

Der Filmemacher Yann L’Hénoret hat Emmanuel Macron und sein Team von En Marche! über die letzten acht Monate begleitet. Die daraus entstandene Doku Les Coulisses d’une victoire wurde am Montagabend ausgestrahlt.

Mehr Europa und weniger Beamte – das hat Macron mit Frankreich vor

Emmanuel Macron verortet sich selber politisch weder rechts noch links. Doch was sieht sein Programm eigentlich vor? AP/AP / Emilio Morenatti
Wirtschafts- und Finanzpolitik: Unter anderem will der Ex-Wirtschaftsminister das Land wettbewerbsfähiger machen und das Arbeitsrecht lockern. 120'000 Stellen im öffentlichen Dienst sollen nach seinem Willen abgebaut und in fünf Jahren 60 Milliarden Euro eingespart werden. EPA/AP POOL / CHRISTOPHE ENA / POOL
Europa: Macron strebt an, die Eurozone in einer engen Partnerschaft mit Deutschland zu reformieren. Die Eurozone mit 19 Ländern soll einen eigenen Haushalt, ein Parlament und einen Finanzminister bekommen. AP/AP / Emilio Morenatti
Einwanderung: Macron will lokale Integrationsprogramme schaffen. Am aktuellen Flüchtlingskurs will er festhalten. Asylanträge sollen in höchstens sechs Monaten bearbeitet werden. AP/AP / Christophe Ena
Sicherheit: Macron will 10'000 neue Polizisten einstellen und 15'000 Gefängnisplätze schaffen. Er plant, die Arbeit der Geheimdienste im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») zu bündeln. EPA/EPA / ETIENNE LAURENT
Verteidigung: Der Mitte-Links-Politiker steht zur Nato. Er will die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftskraft steigern. EPA/EPA / YOAN VALAT
Atomkraft: Macron steht zum Ziel, den Atomanteil am Strommix bis 2025 von 75 auf 50 Prozent zu senken, und zur Schliessung von Fessenheim. EPA / PATRICK SEEGER

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