Die Funktion «Live-Standort» per WhatsApp teilen gibt es künftig für Android und iPhone.
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WhatsApp zeigt dir nun in Echtzeit, wo sich deine Freunde herumtreiben
Mit dem nächsten Update können WhatsApp-Nutzer ihren Standort fortlaufend mit Freunden teilen. Die Neuerung soll besonders sicher sein, verspricht der Kurznachrichten-Dienst.
WhatsApp hat eine neue Funktion für Nutzer der Android- und iOS-App.
«Ab heute veröffentlichen wir eine neue Funktion, mit der du deinen Live-Standort in Echtzeit mit Freunden und Familie teilen kannst. Egal, ob du dich mit Freunden triffst, du nahestehenden Menschen mitteilen möchtest, dass du in Sicherheit bist, oder deinen Weg zur Arbeit teilen möchtest – der Live-Standort ist eine einfache und sichere Methode, anderen Menschen zu zeigen, wo du dich gerade befindest.»
Die Live-Standort-Funktion könnte zum Beispiel nützlich sein, wenn man sich irgendwo verabredet, aber verpasst hat. Statt zig Nachrichten hin und her zu schicken, könnte ein Blick auf den Live-Standort die bequemere Lösung sein.
Die neue Funktion funktioniert für private Chats zwischen zwei Personen und in Gruppenchats. Wenn mehrere Personen in einem Gruppenchat ihren Live-Standort teilen, sind sie alle auf der Karte zu sehen. Wichtig: Die Funktion sei Ende-zu-Ende-verschlüsselt, versichert WhatsApp. Weder WhatsApp noch der Mutterkonzern Facebook habe Zugriff auf die Daten. Der Standort wird somit gleich verschlüsselt wie Textnachrichten, Fotos und Videos.
Bisher können Nutzer nur einen Schnappschuss ihres aktuellen Aufenthaltsorts in Chats verschicken. Mit der neuen Funktion Live-Standort wird der eigene Standort fortlaufend übermittelt. Die Live-Standort-Freigabe lässt sich laut WhatsApp jederzeit wieder abbrechen.
So aktivierst du die «Live-Standort»-Funktion
Der Live-Standort kann wahlweise für 15 Minuten, eine Stunde oder acht Stunden geteilt werden.
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Öffne einen Chat mit einer Person oder einer Gruppe, mit der du deinen Live-Standort teilen möchtest. iPhone-Nutzer finden die Funktion hinter dem Plus-Zeichen. Unter «Standort» erscheint die neue Funktion «Live-Standort». Wähle, wie lange du ihn teilen möchtest – 15 Minuten, eine Stunde oder acht Stunden – und tippe dann auf Senden.
WhatsApp wird die neue Live-Standort-Funktion für Android und iOS «über die kommenden Wochen» nach und nach für weltweit alle Nutzer freischalten. Manche werden die neue Funktion also bereits sehen, bei anderen kann es noch ein Weilchen dauern.
(oli)
Facebook überlegt, Werbung auf WhatsApp zu schalten
Video: srf
WhatsApp – das musst du wissen
Vom Sozialhilfeempfänger zum Multimilliardär: Jan Koum, der WhatsApp-Erfinder, hat eine unglaubliche Geschichte erlebt... AP dpa / MARC MÃLLER
2009 gründete er WhatsApp im kalifornischen Santa Clara zusammen mit dem US-Amerikaner Brian Acton – ein Software-Entwickler. Der Firmenname ist ein Wortspiel (What's up und App).
Koum und Acton hatten sich bei der Arbeit für den Internet-Konzern Yahoo kennengelernt. Ihr ergeiziges Ziel: «Wir wollen auf jedem einzelnen Smartphone sein und wir wollen das wichtigste Kommunikationssystem in der Welt werden.» Getty Images North America / Justin Sullivan
Dabei hatte sich Koum zum Ziel gesetzt, die persönliche Kommunikation mit WhatsApp schnell, sicher und günstig zu machen. Zunächst wurden allerdings nur Nachrichten der Android-Version verschlüsselt. X01398 / ALBERT GEA
1992 war Koum mit seiner Mutter aus der Ukraine ins kalifornische Mountain View ausgewandert. «Ich weiss wie es ist, wenn Wände Ohren haben», sagte der ehemalige Hacker in einem Interview und bezog sich damit auf die staatliche Bespitzelung in seinem Heimatland. X01398 / ALBERT GEA
Allerdings stand WhatsApp seit Jahren wegen Sicherheitslücken und mangelndem Datenschutz in der Kritik. Als die Firma von Facebook gekauft wurde, empfahlen viele Datenschützer, man solle auf andere Smartphone-Messenger umsteigen. X02714 / DADO RUVIC
Am 19. Februar 2014 wurde WhatsApp von Facebook gekauft. Für 19 Milliarden Dollar. AP / PATRICK SISON
WhatsApp ist ein plattformübergreifender Instant-Messaging-Dienst. Das eigentliche Programm gibt es für alle populären Smartphone-Systeme, sprich iOS (Apple) und Android (Google), aber auch für Windows (Microsoft).
Jan Koum sass bis April 2018 im Verwaltungsrat von Facebook. Abgesehen von unerwünschten Spam-Nachrichten ist WhatsApp immer noch werbefrei. Getty Images Europe / David Ramos
Im April 2016 führte WhatsApp eine sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Betriebssysteme ein. Das bedeutet, dass grundsätzlich die Inhalte in der App nur für beteiligte Nutzer sichtbar sind. EPA/EPA / ANDREW GOMBERT
Am 21. Januar 2015 wurde die browsergestützte Version «WhatsApp Web» offiziell vorgestellt. Für die Nutzung muss das Smartphone in Reichweite sein. shutterstock
Im Februar 2017 hat WhatsApp die «Verifizierung in zwei Schritten» lanciert. Das neue Sicherheits-Feature ermöglicht es den Nutzern, das eigene Profil besser zu schützen. Allerdings ist die technische Umsetzung ungenügend. X02714 / DADO RUVIC
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