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Perttu Lindgren (links) hat seinen Torriecher wieder gefunden. Bild: KEYSTONE

Die finnische Davoser Hoffnung – Perttu Lindgren skort wieder

Perttu Lindgren macht wieder das, was er am besten kann. Spiele für den HC Davos dominieren und entscheiden – trotz angeblichen Hüftproblemen und mit etwas Hilfe der Schiedsrichter.

Publiziert: 29.03.17, 09:14 Aktualisiert: 29.03.17, 16:33

Er ist unbestritten einer der besten Center der Schweizer Liga. Perttu Lindgren, der letztjährige MVP der NLA, hat alles, um das Spiel für den HC Davos zu dominieren. Er ist schnell, hat eine unglaubliche Übersicht auf dem Eis und weiss auch in den Special Teams zu überzeugen.

Lindgren trumpft auf, Zug ist am Boden. Bild: KEYSTONE

Zuletzt schien Lindgren aber nur noch ein Schatten seiner selbst. Kurz vor dem Ende der Qualifikation musste sich der Finne, der eigentlich die ganze Saison über Topskorer des HCD war, noch von Andres Ambühl in der internen Skorerwertung überholen lassen. Als Davos sich definitiv für die Playoffs qualifiziert hatte, wurde der 29-Jährige nur noch geschont.

Sind es Hüftbeschwerden?

In der Viertelfinal-Serie gegen Lausanne brachte er nur einen Skorerpunkt zustande (ein Tor im vierten und entscheidenden Sieg). In den ersten beiden Halbfinalspielen blieb Lindgren ebenfalls blass. Aufgefallen ist er höchstens durch schlechtes Stellungsspiel bei kassierten Toren.

Trainer Arno Del Curto nahm seinen Spieler in Schutz. Lindgren leide an Hüftbeschwerden, nach der Saison sei eine Operation fällig, hiess es. Und es scheint, als hätte die Rückendeckung seines Trainers beim Finnen Wunder bewirkt. In den folgenden zwei Spielen konnte sich der Center jeweils als Doppeltorschütze auszeichnen.

Der Ausgleich zum 3:3 im dritten Halbfinal-Spiel. Video: streamable

Lindgren hat offenbar seinen Torriecher wieder gefunden. Beim wichtigen 3:3-Ausgleich im dritten Halbfinal-Spiel gegen Zug stand er genau am richtigen Ort und musste nur noch die Schaufel hinhalten. Auch seiner Rolle als Boxplay-Spezialist wird der Center wieder gerecht. Zwei seiner letzten vier Tore erzielte er in Unterzahl. Zuletzt bewies er am Dienstagabend seine Kaltschnäuzigkeit mit gleich zwei Penalty-Treffern. 

Beim ersten Penalty erwischt Lindgren Stephan zwischen den Beinen. Video: streamable

Lindgren versenkt auch den zweiten Penalty.  Video: streamable

Zweiter Penalty war ein Fehlentscheid

Zugegeben, der zweite Penalty war ein Geschenk der Schiedsrichter. Und auch nachher pfeift das Duo Wiegand/Vinnerborg zweifelhafte Strafen – einerseits das Haken gegen Davos' Gregory Sciaroni in der 59. Minute, andererseits den Ausschluss gegen Zugs Santeri Alatalo wegen eines angeblichen Stockschlags kurz vor der Verlängerung. Aber man muss die Chancen, die sich einem bieten, auch erst nutzen. Aus irgendeinem Grund gelingt das Perttu Lindgren wieder.

Nein, das war kein Penalty. Video: streamable

Wie ist die plötzliche Steigerung zu erklären? Ganz einfach: Lindgren verkaufte sich in den Playoffs bislang unter Wert. Kam er in der Qualifikation noch auf 0,87 Punkte pro Spiel (bester Wert bei Davos), waren es in den Playoffs bis und mit Spiel 2 in Zug nur 0,50 Punkte pro Partie. Nach seinen vier Toren in den letzten beiden Duellen hat der Finne die Quote auf 0,88 hochgeschraubt – «Courant normal» für einen Spieler wie ihn.

War die Erwähnung von Lindgrens Hüftproblemen nur ein Bluff Del Curtos, um Druck von seinem Spieler zu nehmen? In den Playoffs ist es normalerweise unüblich, bei Verletzungsberichten ins Detail zu gehen, um den eigenen Spieler nicht angreifbar zu machen. Die jüngsten Leistungen des Centers würden diese Theorie bestätigen. Aber was es auch immer war, es hat funktioniert. Mit Lindgren – und dadurch auch mit dem HC Davos – ist in diesen Playoffs wieder zu rechnen.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

HC Davos: 5 - Marc Gianola. KEYSTONE / FABRICE COFFRINI
HC Davos: 69 – Sandro Rizzi. PHOTOPRESS / JUERGEN STAIGER
HC Davos: 78 – Jan von Arx. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
HC Davos: 83 – Reto von Arx. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
SC Bern: 0 – René Kiener. KEYSTONE / Marcel Bieri
SC Bern: 6 – Peter Stammbach.
SC Bern: 7 – Martin Rauch. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
SC Bern: 12 – Roland Dellsperger. KEYSTONE / STR
SC Bern: 16 – Sven Leuenberger. KEYSTONE / MARTIN SCHWEIZER
SC Bern: 18 – Renzo Holzer.
SC Bern: 22 – Patrick Howald. KEYSTONE / JUERG MUELLER
SC Bern: 26 – Marc Reichert. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
SC Bern: 28 – Martin Plüss. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
SC Bern: 31 – Renato Tosio. KEYSTONE / EDI ENGELER
SC Bern: 32 – Ivo Rüthemann. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
SC Bern: 39 – Marco Bührer. KEYSTONE / URS FLUEELER
SC Bern: 72 – David Jobin. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
ZSC Lions: 15 – Mathias Seger KEYSTONE/TI-PRESS / GABRIELE PUTZU
ZSC Lions: 21 – Reto Sturzenegger. KEYSTONE / STR
ZSC Lions: 23 – Chad Silver. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
ZSC Lions: 31 – Ari Sulander. KEYSTONE / URS FLUEELER
EHC Kloten (wegen der Nostalgie noch dabei): 4 – Marco Klöti. KEYSTONE / GABI MUELLER
EHC Kloten: 7 – Peter Schlagenhauf. KEYSTONE / STR
EHC Kloten: 20 – Reto Pavoni. KEYSTONE / JUERGEN STAIGER
EHC Kloten: 21 – Roman Wäger. KEYSTONE / SIGI TISCHLER
EHC Kloten: 22 – Viktor Stancescu. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
EHC Kloten: 24 – Felix Hollenstein. KEYSTONE / STR
EHC Kloten: 26 – Mikael Johansson. KEYSTONE / CHRISTOPH RUCKSTUHL
EHC Kloten: 32 – Anders Eldebrink. KEYSTONE / KARL MATHIS
EV Zug: 20 – Philipp Neuenschwander. KEYSTONE / MICHAEL KUPFERSCHMIDT
EV Zug: 21 – Patrick Fischer. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
EV Zug: 33 – André Künzi. KEYSTONE / EDI ENGELER
EV Zug: 57 – Fabian Schnyder keystone / ENNIO LEANZA
HC-Fribourg-Gottéron: 4 – Christian Hofstetter.
HC-Fribourg-Gottéron: 10 – Mario Rottaris. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
HC-Fribourg-Gottéron: 13 – Benjamin Plüss. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
HC-Fribourg-Gottéron: 19 – Philippe Marquis. KEYSTONE / EDI ENGELER
HC-Fribourg-Gottéron: 44 – Shawn Heins. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
HC-Fribourg-Gottéron: 85 – Gil Montandon. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
HC Fribourg-Gottéron: 90 – Wjatscheslaw Bykow. KEYSTONE / LUKAS LEHMANN
HC Fribourg-Gottéron: 91 – Andrei Chomutov. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
HC Lugano: 1 – Alfio Molina. KEYSTONE / STR
HC Lugano: 2 – Sandro Bertaggia. KEYSTONE / KARL MATHIS
HC Lugano: 3 – Julien Vaucliar. KEYSTONE / ADRIEN PERRITAZ
HC Lugano: 4 – Pat Schafhauser. KEYSTONE / GABRIELE PUTZU
HC Lugano: 8 – Steve Hirschi. TI-PRESS / SAMUEL GOLAY
HC Lugano: 33 – Petteri Nummelin. KEYSTONE / KARL MATHIS
HC Lugano: 40 – Flavien Conne. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
HC Lugano: 44 – Andy Näser. PHOTOPRESS / KARL MATHIS
HC Ambri-Piotta: 8 – Nicola Celio. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
HC Ambri-Piotta: 15 – Dale McCourt. KEYSTONE
HC Ambri-Piotta: 19 – Peter Jaks. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
HC Ambri-Piotta: 46 – Paolo Duca. TI-PRESS / FRANCESCA AGOSTA
EHC Biel: 30 – Olivier Anken. KEYSTONE / STR
EHC Biel: 12 – Mathieu Tschantré. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
SCL Tigers: 12 – Todd Elik. KEYSTONE / MARCEL BIERI
SCL Tigers: 17 – Daniel Aegerter. KEYSTONE / EDI ENGELER
SCL Tigers: 26 – Martin Gerber. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
SCL Tigers: 44 – Walter Gerber. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
Genève-Servette HC: 0 – Daniel Clerc.
Genève-Servette HC: 4 – Eric Conne.
Genève-Servette HC: 6 – Fritz Naef.
Genève-Servette HC: 12 – Philippe Bozon. PHOTOPRESS / FABRICE COFFRINI
Genève-Servette HC: 24 – Jean-François Regali.
Genève-Servette HC: 28 – Igor Fedulov.
Lausanne HC: 10 – Gérard Dubi.
Lausanne HC: 16 – Claude Friederich.
Lausanne HC: 21 – Beat Kindler. KEYSTONE / FABRICE COFFRINI
Lausanne HC: 39 – Cristobal Huet. KEYSTONE / VALENTIN FLAURAUD
SCRJ Lakers: 6 – Cyrill Geyer. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER

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