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Dürfen Schulen Mädchen und Buben nach Hause schicken, die zu «locker» angezogen sind? Bild: KEYSTONE

Siiiiie, Frage: Dürfen Schulen Kleiderordnungen haben? – Wir haben nachgeforscht

An einer Schule in Basel will man den Schülern die Trainerhose verbieten. Aber darf eine Schule Kleider überhaupt verbieten? Wir klären auf – 8 Punkte zur Kleiderordnung an Schulen.

Publiziert: 29.03.17, 14:44 Aktualisiert: 29.03.17, 16:46
Severin Miszkiewicz

Das Schulgesetz kennt keine Kleiderregeln

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In den kantonalen Schulgesetzen fehlen jegliche Kleiderregeln vollkommen.

Für Kleidung und äussere Erscheinung sind in erster Linie die Schülerinnen und Schüler selbst verantwortlich, da dies in den Bereich der persönlichen Freiheit fällt.

Weisungen über Haare, Schminke und Kleidung stehen der Schule nicht zu. (Quelle: Schulrecht)

Die Eltern sind verantwortlich

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Gemäss dem Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) sind die Erziehungsberechtigten dafür verantwortlich, ihr Kind den Verhältnissen entsprechend zu erziehen, und seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung zu fördern und zu schützen. 

Für die Kleidung sind also die Schüler selbst oder deren Eltern zuständig. (Quelle: ZGB)

Für Sport und Handzgi gibt es Ausnahmen

Bild: KEYSTONE

Eine Lehrperson darf angemessene Kleidung im Sportunterricht verlangen. Des Weiteren kann Schmuck verboten werden, sofern es den Unterricht stört oder sogar gefährlich sein könnte – zum Beispiel rasselnde Armspangen, Schmuck im Turnunterricht oder Halsketten im Handwerken. (Quelle: Schulrecht)

Rassistische Sprüche dürfen verboten werden

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Lehrpersonen können das Tragen von Kleidern mit rassistischen, sexistischen oder allgemein menschenverachtenden oder gewaltverherrlichenden Aussagen verbieten. 

Unter diese Kategorie können auch Kampfanzüge oder Springerstiefel fallen, da sie den Schulfrieden stören könnten. (Quelle: Bildung Schweiz)

Finken dürfen Pflicht sein

Bild: Shutterstock

Um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern, darf die Schule verlangen, dass die Schüler sauber zur Schule kommen oder sich die Hände waschen müssen. 

Die Schule kann ebenfalls verlangen, dass das Schulzimmer nur mit Finken betreten wird. (Quelle: Bildung Schweiz)

Das hätten die User in der Schule lieber gelernt …

Rang 10: Wie man zehn Minuten Smalltalk ohne peinliche Pausen überlebt.
Rang 9: Wie man Menschen gut behandelt.
Rang 8: Wie man richtig kocht.
Rang 7: Wie man einen Budget-Plan erstellt.
Rang 6: Buchhaltung. KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI
Rang 5: Wann und wie man sich um die Altersvorsorge kümmern muss.
Rang 4: Wie man richtig diskutiert und argumentiert. KEYSTONE / STR
Rang 3: Wie man einen Job findet, der einen glücklich macht.
Rang 2: Welche Rechte man als Mieter hat. KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI
Rang 1: Wie man eine Steuererklärung richtig ausfüllt. KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Schulen können mit Schülern zusammen eine Kleiderordnung empfehlen

Bild: KEYSTONE

Im Rahmen der Schülerpartizipation (Schülerparlamente) können einzelne Schulen Kleiderordnungen für ihre Schulen beschliessen. Gemeinsam mit den Schülern wird dann festgelegt, was an der Schule unter zweckmässiger Bekleidung verstanden wird. (Quelle: Volksschulamt Zürich)

Schüler wegen zu «lockerer» Kleidung nach Hause zu schicken, ist verboten

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«Locker» gekleidete Mädchen und Buben nach Hause zu schicken, um sich umzuziehen, ist verboten. Schüler dürfen auch nicht gezwungen werden, ein XL-Shirt überzuziehen, um sich zu bedecken. (Quelle: Bildung Schweiz)

Wurdest du schon mal nach Hause geschickt, um dich umzuziehen?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

Schulen dürfen Kleiderordnungen für Lehrer aussprechen

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Der Schulleitung steht ein Weisungsrecht bezüglich der Kleidung der Lehrpersonen zu – auch ohne explizite Regelung in der Anstellung.

In den meisten Schulgesetzen findet sich eine Verordnung wie diese: «Der Lehrer hat durch seine Tätigkeit und durch sein Vorbild die Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags zu fördern und den Unterricht nach den Vorschriften der Gesetzgebung des Lehrplans und den Weisungen der Schulbehörde zu erteilen.» (Quelle: Bildung Schweiz)

26 schrecklich frustrierende Dinge, die Kinder heute nicht mehr verstehen

An folgende 26 Dramen, Pannen und Probleme erinnert sich jedes 90er-Jahre-Kind. So sah beispielsweise das Internet in den Neunzigern aus: Du bestaunst gerade eine Justin-Timberlake-Fanseite.
Wenn der Papa «James Bond» mit dem Videorekorder aufgenommen hat und damit deine Aufzeichnung von «Die Schöne und das Biest» überspielt hat.
Wenn du die Videokassette zuerst zurückspulen musstest und das eeeeeeeeewig gedauert hat.
Wenn du vergessen hast einen Film in die Kamera einzulegen und es erst nach den Ferien beim Entwickeln gemerkt hast.
Wenn du deine Freundin nicht anrufen konntest, weil der Bruder im Internet surfte.
Wenn du ein Ciao-Töffli hattest und die ganze Clique Puch fuhr (oder umgekehrt).
Wenn die «Zahnfrau» in die Schule kam und du diese schrecklichen Tabletten nehmen musstest.
Sie zeigten, ob man die Zähne richtig geputzt hatte.
Wenn du deiner Kollegin die neue Lieblings-CD ausgeliehen hattest und sie so zurückbekamst.
Wenn du das ganze Album kaufen musstest für einen guten Song drauf.
Wenn deine Gameboy-Batterien auf der langen Autofahrt schlapp machten.
Wenn nach krampfhaftem Geblase das Nintendo-64-Spiel doch nicht funktionierte. «Oh, you wanna play?».
«Then get on your knees and blow, bitch!».
Wenn dein Piaggio-Ciao-Töffli doch langsamer war als das Puch-Töffli, du es aber trotzdem stolz verteidigt hast.
Wenn du auf dem Compi stundenlang die Config.sys und Autoexec.bat bearbeitet hast, damit fürs neue Game genug Arbeitsspeicher vorhanden war.
Wenn du spätnachts auf Sat1 die Erotikfilme geschaut hast und die Werbung immer dann kam, wenn's spannend wurde.
Wenn du zwei Tage am perfekten Mixtape für die Angebetete gearbeitet hast und dann das passiert ist!
Das Bandsalat-Trauma schlug immer wieder völlig unerwartet zu und liess sich nur mit viel Geduld und der Hilfe eines Bleistifts beheben.
Nämlich so: Drehen, drehen, drehen.
Der iPod hiess Discman und die kleinste Erschütterung beim Laufen oder im Bus sorgte für die berüchtigten Musikaussetzer.
Du hattest Berge von Videokassetten rumliegen, weil noch niemand Netflix erfunden hatte.
Wenn du ein Back-up deiner Daten machen wolltest und es dafür ungefähr 1 Zillion Disketten gebraucht hat.
Wenn du den Commodore 64 nicht am Fernseher anschliessen konntest, weil die anderen gerade TV schauen wollten.
Wenn die Freundin die cooleren Diddl-Maus-Notizblätter hatte.
Wenn du bei Napster oder Kazaa ein Lied herunterladen wolltest und es angezeigt hat: «Verbleibende Zeit: 57 min 45 sec».
Wenn du vom Siemens C25 aufs Nokia 3310 umgestiegen bist und das ganze Telefonbuch von Hand übertragen musstest.

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