Die neue Arena der Las Vegas Raiders soll 2020 stehen und 65'000 Zuschauern Platz bieten.
bild: Southern Nevada Tourism Infrastructure Committee
Las Vegas wird zur Sport-Metropole – die Oakland Raiders ziehen in die Wüste
Die NFL hat ihren nächsten Umzug: Nachdem die San Diego Chargers und die St.Louis Rams den Weg nach Los Angeles eingeschlagen haben, wechseln jetzt auch die Oakland Raiders ihre Heimat: Las Vegas calling!
Las Vegas rüstet sportlich auf. Ab dem kommenden Herbst kriegt die Zockermetropole mit den Vegas Golden Knights ein NHL-Team, im Jahr 2020 folgt ein NFL-Team. Gestern haben die Team-Eigentümer der National Football League dem Antrag der Oakland Raiders für einen Umzug nach Las Vegas mit 31:1 Stimmen abgesegnet.
Der Umzug ist allerdings erst für die Saison 2020/21 vorgesehen. Bis dahin werden die Raiders zwei oder drei weitere Jahre in der Bay Area von Oakland spielen. So lange dauert die Fertigstellung des rund 1.7 Milliarden US-Dollar teuren Stadion, das am südlichen Strip gebaut wird.
So soll das Stadion der Las Vegas Raiders aussehen
Die Stadt Las Vegas hatte das NFL-Team mit einer Offerte von 750 Millionen US-Dollar öffentlicher Mittel ins Spielerparadies im Staat Nevada gelockt. In Oakland sah die Klubführung keine Zukunft mehr: Seit Jahren spielen die Raiders im baufälligen Oakland–Alameda County Coliseum. Mit der Stadt kam es bei den Umbau-Diskussionen aber zu keiner Einigung, weil diese bereits das neue Bauprojekt des MLB-Teams Oakland Athletics unterstützt.
Die aktuelle Arena der Oakland Raiders.
Bild: Lucy Nicholson/REUTERS
«Mein Vater hat immer gesagt, die Grösse der Raiders liegt in ihrer Zukunft», sagte Klubbesitzer Mark Davis: «Die Möglichkeit, ein Weltklassestadion in der Unterhaltungshauptstadt der Welt zu bauen, ist ein entscheidender Schritt, diese Grösse zu erreichen.»
Die Umzugswelle in der NFL geht damit nahtlos weiter. Erst vor dieser Saison waren die St.Louis Rams nach Los Angeles zurückgekehrt. Nach LA wollen auch die San Diego Chargers übersiedeln.
Teambesitzer Mark Davis freut sich auf die Zukunft in Las Vegas.
Bild: Ross D. Franklin/AP/KEYSTONE
Wie immer in solchen Fällen bleiben auch in Oakland die Fans enttäuscht zurück. Um diese zu besänftigen, kündigte Teambesitzer Davis sofort an, dass das Team bereits gekaufte Tickets «gerne zurückerstattet», sollten Fans wegen des Umzugs nicht mehr zu den Spielen kommen wollen. (pre)
Sie stehen schon: Die 11 geilsten NFL-Stadien
Von hier macht das Schauen eines NFL-Spiels noch mehr Spass: Im EverBank Field in Jacksonville gibt es einige Logen mit eigenem Swimming Pool. 250 Dollar kostet der Spass pro Person – sofern du eine Gruppe von mindestens 20 Personen zusammenkriegst. B584098538Z.1 / Jacob Langston
Die Jaguars-Arena aus dem Jahr 1995 fasst übrigens 66'851 Zuschauer.
Spektakuläres schliessbares Dach: In Atlanta wurde im August 2017 das Mercedes-Benz Stadium eröffnet. Es bietet Platz für 71'000 Fans (erweiterbar auf 75'000). Mercedes-Benz Stadium
Gigantische Arena: Das MetLife Stadium der New York Jets und der New York Giants wurde 2010 eröffnet und ist mit 82'500 Plätzen das grösste der NFL.
Das Lucas Oil Stadium ist die Heimarena der Indianapolis Colts und ist einem riesigen Stall nachempfunden. Es bietet 62'421 Zuschauern Platz.
Im Raymond James Stadium der Tampa Bay Buccaneers ist ein Piratenschiff die Hauptattraktion. Bei jedem Touchdown der Bucs werden die Kanonen abgefeuert.
Everything is bigger in Texas: Das AT&T Stadium steht in Arlington und ist die Heimat der Dallas Cowboys. 2009 sahen 105'121 Zuschauer die Partie gegen die New York Giants. Normalerweise sind aber nur rund 80'000 Zuschauer zugelassen. Der Jumbotron über dem Spielfeld ist der viertgrösste HD-Video-Screen der Welt.
Auch gigantisch: Das NRG Stadium der Houston Texans. 71'795 Fans schauen auf Screens, die sich über die gesamte Spielfeld-Breite ziehen.
Im altehrwürdigen Lambeau Field sehen 80'735 Zuschauer die Spiele der Green Bay Packers. Seit der Eröffnung 1957 wurde es zweimal umfassend renoviert, die Kälte in der «Frozen Tundra» ist geblieben.
Das Mile High Stadium der Denver Broncos bietet 76'125 Zuschauern Platz. Seine hohe Lage in den Bergen Colorados sorgt für dünne Luft und eine heisse Atmosphäre.
Eines der berühmtesten NFL-Stadien steht in Seattle: Wenn die Seahawks im CenturyLink Field vor 72'000 Zuschauern spielen, ist es unheimlich laut.
AP / Elaine Thompson
Die Lautstärke in Seattle übertreffen NFL-weit nur die Kansas City Chiefs: Im Arrowhead Stadium sorgen 76'416 Kehlen für College-Stimmung und mit 142,2 Dezibel für den Lautstärkerekord.
Das U.S. Bank Stadium der Minnesota Vikings wurde im Juni 2016 fertiggestellt. Trotz geschlossenem Dach haben die Zuschauer dank der Glasverkleidung das Gefühl, draussen zu sitzen.
Das FedEx Field der Washington Redskins ist mit einem Fassungsvermögen von 82'000 Zuschauern das zweitgrösste der NFL. Einst fasste es gar 91'000 Zuschauer musste aber 2015 redimensioniert werden.
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