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Die Feuerwehr empfängt die defekte Regierungsmaschine von Merkel in Köln-Bonn.  Bild: EPA/EPA

Merkel-Jet umgekehrt: «Die Panne ist äusserst peinlich für die deutsche Luftwaffe»

Kaputtes Flugzeug, fehlende Ersatzcrew: Bundeskanzlerin Merkel muss statt mit dem Regierungsjet per Linienflug aus Madrid (!) zum G20-Gipfel fliegen. Aviatik-Experte Hansjörg Bürgi sagt, wie so eine Panne passieren kann – und inwiefern die Swiss betroffen ist. 

Publiziert: 30.11.18, 13:35 Aktualisiert: 30.11.18, 14:52

«Mutti» bleibt derzeit nichts erspart. Wegen eines Komplettausfalls des Flugzeug-Funks musste der Regierungsjet von Angela Merkel umkehren.  Es kommt noch schlimmer. Eine Ersatzmaschine konnte die deutsche Luftwaffe nicht rechtzeitig auftreiben – weil keine Crew bereitstand! 

Video: srf

Merkel musste zuerst nach Madrid jetten, wo sie ein ganz normales Linienflugzeug von Iberia bestiegen hat. Autsch! Sagen wir es mal so: Die spanische Airline ist nicht gerade für ihren übermässigen Komfort bekannt. 

Hansjörg Bürgi, Chefredaktor von Skynews.ch, klärt die wichtigsten Fragen. 

Herr Bürgi, wie ist es möglich, dass ausgerechnet bei einem Regierungsjet alle Funkgeräte versagen?
Hansjörg Bürgi: Eigentlich sind alle Systeme mehrfach redundant. Es erstaunt, dass so eine Panne ausgerechnet bei einem Regierungsflugzeug auftritt. Eine Gefahr bestand aber aus meiner Sicht nicht. Es ist eine normale Prozedur, dass die Piloten in so einem Fall umkehren. 

Merkel musste nun via Madrid nach Argentinien reisen. Was ist nur mit der deutschen Luftwaffe los?
Die Panne ist einfach äusserst peinlich für die deutsche Flugbereitschaft, die insgesamt über 20 Jets verfügt. Wenn Donald Trump mit der «Air Force One» unterwegs ist, fliegt immer eine Ersatzmaschine mit. Aber die deutsche Luftwaffe hat grosse finanzielle Probleme und muss überall sparen. Das rächt sich. 

Merkel ist mit einer Maschine von Iberia unterwegs nach Buenos Aires.  quelle: flightradar24

Der A340-Jet von Merkel gehörte früher der Lufthansa und hat schon 20 Jahre auf dem Buckel. Ist ein altes Flugzeug pannenanfälliger?
Es gibt keine alten, sondern nur schlecht gewartete Flugzeuge. Ich gehe davon aus, dass die deutschen Regierungsflugzeuge trotz des Spardrucks besonders gut gewartet werden. Aber sie sind auch nicht vor Zwischenfällen gefeit.

Die Swiss und Edelweiss setzen den altehrwürdigen A340 weiterhin ein. Wie lange noch?
Der A340 ist nach wie vor ein tolles Langstreckenflugzeug mit  einer guten Grösse, aber er ist natürlich nicht mehr ganz State of the Art. Die Schweizer Airlines werden die Maschinen sicher noch einige Jahre betreiben. Denn die A340 sind abgeschrieben, und auf dem Occasionsmarkt wird man die Flieger nicht mehr los. 

Seit 2005 ist Merkel Bundeskanzlerin, das ist ihr Werdegang

Video: srf

Merkels Gesichtszüge

Angela Merkel tätschtelt einen Kiwi namens Whau in Auckland – der Vogel schaut betreten zu Boden. X00425 / NIGEL MARPLE
Die deutsche Kanzlerin legte in Neuseeland einen Zwischenstopp ein vor dem G-20 Gipfel in Australien. Bei dieser Gelegenheit kam es zu der Begegnung zwischen Merkel und dem kleinen Vogel. Die Begeisterung ist gross. EPA/dpa / KAY NIETFELD
Jovial wird das Vögelchen gestreichelt, so ganz entspannt sieht das bei der deutschen Kanzlerin aber doch nicht aus. EPA/dpa / KAY NIETFELD
Der neuseeländische Premierminister John Key wagt sich auch einmal an den Vogel ran – sehr zur Freude von Merkel. EPA/dpa / KAY NIETFELD
Es gab aber auch wichtige Dinge zu besprechen: Pressekonferenz mit John Key und Angela Merkel. EPA/EPA / SNPA / Ross Setford
John Key, Premierminister Neuseelands, an der Pressekonferenz. EPA/EPA / SNPA / Ross Setford
Angela Merkel schreitet eine Parade ab – so ganz begeistert scheint die Kanzlerin von den Männern in Weiss nicht zu sein. AP/NZ Herald / Jason Oxenham
Ob sie in Gedanken noch bei dem flauschigen Vögelchen ist? EPA/SNPA / ROSS SETFORD
Angela Merkel erhält einen Hongi, ein traditioneller Maori-Wilkommensgruss. AP/NZ Herald / Jason Oxenham
Die Körperhaltung der Kanzlerin ist nicht über jeden Zweifel erhaben, angesichts der dramatischen Szenen, die sich vor ihr abspielen aber völlig verständlich. EPA/DPA / KAY NIETFELD
Ein Maori versucht, die Gesichtsausdrücke der Kanzlerin nachzuahmen – ohne Erfolg. EPA/SNPA / ROSS SETFORD
Maori-Begrüssungszeremonie in Auckland. EPA/DPA / KAY NIETFELD
John Key und Angela Merkel flanieren an der Küste von Motutapu Island entlang. Die beiden Staatsoberhäupter scheinen sich gut zu verstehen. Getty Images AsiaPac / Handout

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