Ja, es wurde spät in Melbourne. Bild: AP/AP
Tennisprofis sind sich unsichere Anspielzeiten gewohnt. Lange vorangehende Matches oder Regen führen immer wieder dazu, dass Matches später stattfinden als ursprünglich geplant. Was jedoch Jo Konta und Garbine Muguruza soeben am Australian Open erleben mussten, dürfte in der Geschichte des Tennissports noch nie vorgekommen sein.
Trat ihren Arbeitstag erst nach Mitternacht an: Jo Konta. Bild: AP/AP
Nicht nur mussten sie so spät zum Spiel antraben wie noch keine Grandslam-Spieler zuvor, sondern auch der Grund für die nächtlichen Überstunden dürfte einzigartig sein.
Vor dem Duell zwischen der Britin und der Spanierin waren auf der Margaret Court Arena ganze fünf Partien angesetzt. Zwei dieser Matches gingen über fünf Sätze. Kei Nishikori musste über die volle Distanz gehen, um Ivo Karlovic niederzuringen und Alex Zverev überlebte ein heroisches Comeback von Jeremy Chardy.
Zuvor wurden auf dem Court bereits zwei Frauen-Einzel durchgeführt, wobei Venus Williams gegen Alize Cornet ebenfalls in den Entscheidungssatz gehen musste, um schliesslich in die dritte Runde einzuziehen.
So wurde es bereits 00.23 Uhr, als Garbine Muguruza und Jo Konta das Spielfeld betreten konnten. Der bisherige Rekord wurde letztes Jahr aufgestellt, als Daria Gavrilova und Elise Mertens um 23.59 Uhr aufliefen.
Das Spiel zwischen Konta und Muguruza wurde beinahe auf Platz Nummer 3 verschoben. Doch der Court war derart zugedeckt mit Möwenkot, dass die Organisatoren sich letzten Endes dagegen entschieden.
Die Möwen sind viel gesehene Gäste an den Australian Open. Bild: AP/AP
Zu allem Überdruss lieferten sich die beiden Spielerinnen dann auch noch einen Dreisätzer, weshalb das Spiel erst um 03.13 Uhr endete. Auf die Frage, was sie jetzt machen werde, antwortete die Siegerin Murguruza: «Ich werde jetzt frühstücken gehen.» (cma)