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Schicke Stiefel, schnelle Autos: Die Carabinieri stylisch wie eh und je.
Schicke Stiefel, schnelle Autos: Die Carabinieri stylisch wie eh und je.Bild: Omniauto.it
Cops on Speed

Die schnellste Polizei der Welt fährt Lamborghini, Lotus – Bugatti, gar. In der Schweiz gab es mal einen Polizei-Lambo ... Aber nicht so richtig

27.07.2014, 19:4428.07.2014, 17:36

Grosse Aufregung herrschte in der Automobilwelt, als bekannt wurde, dass die örtliche Polizei von Somerset im Westen Englands fortan einen Ariel Atom als Patrouillenfahrzeug einsetzt. Mit einer Beschleunigung von 0-100 km/h in rund zweieinhalb Sekunden und mit einer Kurvenhaftung, die ihresgleichen sucht, kann so kein Ganove, ob im Auto oder auf einem Motorrad, dem langen Arm der Justiz entkommen.

Umso grösser ist die Ernüchterung, dass das Teil nur im Sinne einer PR-Aktion eingesetzt wird, um auf die «Safer Rider»-Kampagne aufmerksam zu machen, die sich für die Verkehrssicherheit von Motorradfahrer stark einsetzt.

Dies gilt leider auch für jenes noch flinkere, noch britischere Geschoss, den Caparo T1, der hier anno 2007 in den Farben der Londoner Metropolitan Police zu sehen ist: 

Schade, denn ein Vehikel, dass gut 330 km/h schnell ist und die 0-100 km/h in noch weniger als 2,5 Sekunden schafft, würde zweifelsohne dazu beitragen, die Strassen Londons sicherer zu machen.

Nein, die Realität sieht eher so aus – gar nicht schlecht:

Bild: BBC

Der Lexus IS-F der Humberside Police kann sich durchaus sehen lassen. Mit seinen 420 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von gut 270 km/h dürfte ein Entkommen schwierig sein. 

Derweil, in Italien ...

Bild: EPA ANSA

... dort fährt man seit 2004 Lamborghini – genauer: Einen Lamborghini, der aber sehr wohl als reguläres Polizeiauto benutzt wird, vorwiegend für die Hochgeschwindigkeits-Verfolgung auf der Autostrada. 

Neuster Rekrut ist ...

Bild: Jalopnik

... dieser Huracan, der vor Kurzem der Polizia dello Stato geschenkt wurde. Dieses Teil dreht zur Zeit auf den Strassen Roms seine Patrouillen-Runden.

«Lamborghini? Ja, so einen haben wir auch», so die Polizei vom Emirat Dubai, die eine Aventador im Dienst hat ...

Bild: EPA

... und einen Ferrari FF ...

... einen McLaren MP4-12C  ...

... einen Bugatti Veyron (jetzt wirds langsam absurd) ...

... einen Aston Martin One-77 (eines der teuersten, raresten Astons, die je gebaut wurden!) ...

... und einen Chevy Camaro, einen Audi R8, einen BMW M6, einen Bentley Continental GT, einen Mercedes SLS AMG, einen Ford Shelby Mustang, einen Brabus G-Wagen, einen Nissan GT-R und sie überlegen sich aktuell, noch einen Koenigsegg Agera R dazu zu kaufen:

Wenn man es sich recht überlegt, ist dies auch die logische Konsequenz des Denkens in einer männerdominierten Gesellschaft. Und wirklich sympathisch ist es auch nicht.

Wie dem auch sei, es passt zumindest zu einem Staat, in dem sich die Behörden kürzlich Gedanken darüber machten, das Verkehrsproblem zu lösen, indem man ärmeren Leute einfach verbietet, ein Auto zu besitzen

Und nur so, die Deutschen haben auch einen R8 ...

... und zwar einen getunten, von ABT Sportsline: 620 PS, 0-100km/h in 3,2 Sekunden, um die 325 km/h Höchstgeschwindigkeit ... ach, leider wiederum nur ein Promo-Vehikel, wie das hier auch:

Der Brabus Rocket auf Mercedes-Basis war auch nur eine PR-Aktion, die auf die Gefahren von unsicherem Tuning hinweisen sollte. Wenn er aber je Dienst getan hätte, dann hätte er den Rekord auf sicher als schnellstes Polizeiauto aller Zeiten: So um die 360 km/h schätzt man die Spitzengeschwindigkeit ein. Tja, so eine Ding kostet eben auch was. Rund eine halbe Million müsste die Autobahnpolizei dafür hinblättern.

Da ist der Porsche Panamera der New South Wales Police in Australien geradezu zahm. Im Vergleich zu anderen Vehikeln auf dieser Seite ist ein solch schweres Gerät, mit dem Einsteiger-V6-Motor ausgestattet, nicht gerade flink, ...

... was man von diesem Cadillac CTS-V der Polizei von Bloomfield Hills im Bundesstaat Michigan nicht behauptet werden kann. 550 PS aus einem V8 – da geht was.

Dank einem Agreement zwischen der Polizei von Bloomfield Hills und General Motors, werden im Turnus von zwei Monaten Sportwagen und Sportlimousinen ausgeliehen, die dann Dienst tun.

Zurück zu Italien: Dort hat die britische Sportwagenmanufaktur Lotus den Carabinieri (das sind die mit den Reitstiefeln und den engen Hosen, auf die alle Frauen stehen) zwei Evora S ausgeliehen, die nun je in Mailand und in Rom stationiert sind. Dort werden sie für Verfolgungsfahrten, sowie für eilige Organtransporte eingesetzt. Für Letzteres haben sie ein Kühlfach eingebaut.

Bild: Omniauto.it

Und in der Schweiz ...

Bild: KEYSTONE

... nein, leider nicht. Dieser Lamborghini in den Farben der Genfer Polizei wurde nur für die Tuning-Expo im Palexpo so zurecht gemacht.

Und richtig Gas geben könnte er ohnehin nicht, da weite Strecken des Schweizer Autobahnnetzes wegen Baustellen einspurig geführt sind.

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