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Epstein-Files: Diese ehemaligen Supporter distanzieren sich von Trump

Epstein-Files: Diese ehemaligen Supporter distanzieren sich von Trump

02.02.2026, 17:2002.02.2026, 17:20

Bereits vor der Veröffentlichung der neuen Epstein-Files am Freitag war bekannt, dass US-Präsident Donald Trump in der Vergangenheit Kontakte zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte. Die neu veröffentlichten Akten liefern weitere Hinweise, wie eng diese Verbindung möglicherweise gewesen sein könnte – auch wenn es sich zum aktuellen Stand lediglich um unbestätigte Behauptungen und Hinweise handelt.

Allerdings scheinen sie Grund genug für einige ehemalige Trump-Supporter zu sein, sich vom US-Präsidenten zu distanzieren. Dazu gehört auch der US-Boxer Ryan Garcia, der sich vor der Veröffentlichung als grosser Unterstützer Trumps dargestellt hatte.

Boxer Ryan Garcia zieht Unterstützung für Trump zurück

Garcia hatte bereits zuvor das harte Vorgehen der Trump-Regierung gegen Einwanderer in Los Angeles kritisiert, wie «Huffpost» berichtet, jedoch seine Unterstützung nicht vollständig zurückgezogen. Das hat sich nun geändert. Auf der Plattform X schreibt Garcia:

«Hiermit erkläre und verkünde ich öffentlich, dass ich meine bisherige Unterstützung für Donald Trump zurückziehe.
Ich kann niemanden unterstützen, der in irgendeiner Weise mit dieser Insel und ihren Aktivitäten zu tun hatte.
Kinder müssen geschützt werden, das wusste jeder besser – scheiss drauf.
Gerechtigkeit für alle.»

Der US-Boxer hat auf X über eine Million Follower, auf Instagram sind es sogar mehr als zwölf Millionen.

Trump-Aktivistin distanziert sich ebenfalls

Trisha Hope, texanische Delegierte und ehemalige Trump-Unterstützerin, war am 6. Januar 2021 dabei, als Trump seine Anhängerinnen und Anhänger aufforderte, das Kapitol zu stürmen. Sie setzte sich anschliessend für diejenigen ein, die aufgrund dessen inhaftiert wurden. Doch inzwischen hat auch sie ihre Einstellung zum US-Präsidenten geändert. Sie schreibt auf X:

«Mir wird körperlich schlecht, wenn ich daran denke, dass ich so hart gearbeitet habe, um Trump zu unterstützen und es scheint, dass er ein kranker Pädophiler ist.
Ich kann mir nicht vorstellen, welche Boshaftigkeit in einem Menschen stecken muss, um Kindern Leid zuzufügen.»

Immer mehr ehemalige Trump-Supporter äussern sich kritisch

Der US-Podcast-Moderator und Comedian Andrew Schulz distanziert sich zuletzt in seinem Podcast «Flagrant», in dem er Donald Trump bereits persönlich interviewt hatte, von ihm. Er hatte Trump im letzten Wahlkampf unterstützt, bereut dies jedoch inzwischen laut eigener Aussage.

In seinem Podcast wetterte Schulz kurz vor der Veröffentlichung der neuen Epstein-Files gegen Trump und seine Abschiebungspolitik: «Wenn ihr schon wieder einen verdammten Pädophilen wegen Abschiebung ins Spiel bringt und die Epstein-Liste nicht veröffentlicht, dann haltet endlich die Klappe!», sagte Schulz. «Ich will nichts mehr hören von: ‹Oh, wir müssen die Pädophilen abschieben.› Sie sind direkt hier. Sie sind direkt hier. Es gibt eine Liste mit ihren Namen, und ihr legt sie nicht offen.»

Auch der berühmte Podcaster Joe Rogan stellte sich in der Vergangenheit meist auf Trumps Seite. Doch zuletzt hatte auch er sich aufgrund der ICE-Einsätze in Minneapolis negativ gegenüber der aktuellen US-Regierung positioniert.

(hkl)

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64 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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sinkflug
02.02.2026 18:12registriert Juli 2020
Und dann wäre da noch Marjorie Taylor Greene: Gestern war sie noch Hardcore-Verschwörungstheoretikerin und Sprachrohr der MAGA-Bewegung, heute verkündet sie ebenso vehement, MAGA sei Trumps grösste Lüge, ein reiner Selbstbedienungsladen für seinen eigenen Clan und für die Elite der US-Elite. Da die Dame ja einen untrüglichen Riecher für die politische Stimmung am rechten Rand in diesem Land hat, darf man inzwischen tatsächlich hoffen, dass das Ende der surrealen Trump-Ära nur noch eine Frage der Zeit ist.
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Mentos
02.02.2026 18:10registriert Mai 2020
Im Fall Epstein suchten die Eliten einen Ort der Gesetzlosigkeit. Während das Kartenhaus nun langsam zusammenbricht und Namen ans Licht kommen, bleibt die unbequeme Frage: Wer sind die Nachfolger? Es ist schwer zu glauben, dass dieser Zirkel einfach verschwunden ist – wahrscheinlich haben sie sich längst an einen anderen, noch verborgeneren Ort zurückgezogen.
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Ameo
02.02.2026 18:13registriert Oktober 2025
Die Trumpunterstützer merken es immer nur zu spät, dass sie nur zum Räuberleiter machen benutzt wurden und danach nichts mehr zu melden haben.
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