Epstein-Files: Diese ehemaligen Supporter distanzieren sich von Trump
Bereits vor der Veröffentlichung der neuen Epstein-Files am Freitag war bekannt, dass US-Präsident Donald Trump in der Vergangenheit Kontakte zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte. Die neu veröffentlichten Akten liefern weitere Hinweise, wie eng diese Verbindung möglicherweise gewesen sein könnte – auch wenn es sich zum aktuellen Stand lediglich um unbestätigte Behauptungen und Hinweise handelt.
Allerdings scheinen sie Grund genug für einige ehemalige Trump-Supporter zu sein, sich vom US-Präsidenten zu distanzieren. Dazu gehört auch der US-Boxer Ryan Garcia, der sich vor der Veröffentlichung als grosser Unterstützer Trumps dargestellt hatte.
Boxer Ryan Garcia zieht Unterstützung für Trump zurück
Garcia hatte bereits zuvor das harte Vorgehen der Trump-Regierung gegen Einwanderer in Los Angeles kritisiert, wie «Huffpost» berichtet, jedoch seine Unterstützung nicht vollständig zurückgezogen. Das hat sich nun geändert. Auf der Plattform X schreibt Garcia:
Ich kann niemanden unterstützen, der in irgendeiner Weise mit dieser Insel und ihren Aktivitäten zu tun hatte.
Kinder müssen geschützt werden, das wusste jeder besser – scheiss drauf.
Gerechtigkeit für alle.»
This is my public declaration and announcement, I’m reclining my past support for Donald Trump.
— RYAN GARCIA (@RyanGarcia) January 31, 2026
Anyone that was involved in any thing to do with that island and what they were doing, I just can’t support in anyway.
Children need to be protected, everyone knew better fuck…
Der US-Boxer hat auf X über eine Million Follower, auf Instagram sind es sogar mehr als zwölf Millionen.
Trump-Aktivistin distanziert sich ebenfalls
Trisha Hope, texanische Delegierte und ehemalige Trump-Unterstützerin, war am 6. Januar 2021 dabei, als Trump seine Anhängerinnen und Anhänger aufforderte, das Kapitol zu stürmen. Sie setzte sich anschliessend für diejenigen ein, die aufgrund dessen inhaftiert wurden. Doch inzwischen hat auch sie ihre Einstellung zum US-Präsidenten geändert. Sie schreibt auf X:
Ich kann mir nicht vorstellen, welche Boshaftigkeit in einem Menschen stecken muss, um Kindern Leid zuzufügen.»
I feel physically ill knowing I worked so hard to support Trump and it appears he is a sick pedophile.
— Trisha Hope - National Delegate-TX (@JustTheTweets17) January 31, 2026
I can't fathom the evil mind a person has to have to harm children.
Immer mehr ehemalige Trump-Supporter äussern sich kritisch
Der US-Podcast-Moderator und Comedian Andrew Schulz distanziert sich zuletzt in seinem Podcast «Flagrant», in dem er Donald Trump bereits persönlich interviewt hatte, von ihm. Er hatte Trump im letzten Wahlkampf unterstützt, bereut dies jedoch inzwischen laut eigener Aussage.
In seinem Podcast wetterte Schulz kurz vor der Veröffentlichung der neuen Epstein-Files gegen Trump und seine Abschiebungspolitik: «Wenn ihr schon wieder einen verdammten Pädophilen wegen Abschiebung ins Spiel bringt und die Epstein-Liste nicht veröffentlicht, dann haltet endlich die Klappe!», sagte Schulz. «Ich will nichts mehr hören von: ‹Oh, wir müssen die Pädophilen abschieben.› Sie sind direkt hier. Sie sind direkt hier. Es gibt eine Liste mit ihren Namen, und ihr legt sie nicht offen.»
Auch der berühmte Podcaster Joe Rogan stellte sich in der Vergangenheit meist auf Trumps Seite. Doch zuletzt hatte auch er sich aufgrund der ICE-Einsätze in Minneapolis negativ gegenüber der aktuellen US-Regierung positioniert.
(hkl)
