Bern
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Haus der Religionen in Bern

Massenandrang

Tausende wollen Berns neues Haus der Religionen sehen



Das neue Haus der Religionen in Bern stösst bei der Bevölkerung auf grosses Interesse: Nachdem das Haus am Sonntagvormittag offiziell eingeweiht worden war, gingen Tausende durch das neue Gebäude, um sich davon ein eigenes Bild zu machen.

Die Interessierten standen bei einem Augenschein der Nachrichtenagentur sda am Sonntagnachmittag in einer langen Schlange vor dem Haus am Berner Europaplatz und warteten auf Einlass. Ein Sicherheitsmann sagte, bis zu zwei Stunden lang hätten die Leute vor den Türen gewartet.

Der Geschäftsführer des Hauses der Religionen, David Leutwyler, sagte, er habe mit einem grossen Interesse gerechnet, aber nicht mit einem derart grossen. Maximal 2000 Personen durften sich aus Sicherheitsgründen zur selben Zeit im Innern des Gebäudes aufhalten. 

Fünf Sakralräume, dazwischen Dialogbereiche

Im neuen Haus der Religionen haben Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten und Aleviten je einen eigenen Sakralraum eingerichtet. Damit sich die Angehörigen der verschiedenen Glaubensgemeinschaften treffen und begegnen können, werden die christliche Kapelle, die muslimische Moschee, der hinduistische Tempel, das buddhistische Zentrum und der alevitische Dergah durch je einen sogenannten «Dialogbereich» auf den beiden Stockwerken des Hauses miteinander verbunden. Auch ein Restaurant und Seminarräume gehören zum Haus.

Insgesamt acht Religionen machen im Trägerverein des Hauses mit. Juden, Baha'i und Sikhs stellen sich also ebenfalls hinter die Idee des Hauses der Religionen. Sie haben aber darauf verzichtet, im neuen Haus einen eigenen Sakralraum einzurichten. Die christliche Kapelle teilen sich acht Gemeinschaften.

Immer wieder umgezogen

Das neue Haus der Religionen in Bern ist nicht das erste solche Haus in Bern, aber das erste repräsentative und auf eine langfristige Dauer ausgerichtete Gebäude. Die bisherigen Häuser der Religionen waren klein, zogen immer wieder an neue Standorte und wiesen höchstens provisorische Sakralräume von Glaubensgemeinschaften auf. Mit den neuen Sakralräumen im frisch eröffneten Haus der Religionen können nun die Hindus, der muslimische Verein Bern und die Aleviten ihre Sakralräume in Hinterhöfen und Kellergeschossen aufgeben.

Ein Soziologe gab Ende der 1990-er Jahre den Impuls für die Schaffung eines Hauses der Religionen in Bern: Er schlug im Rahmen einer Studie zum Image der westlichen Quartiere Berns vor, zur besseren Integration der dortigen Bevölkerung ein solches Zentrum ins Leben zu rufen. Im Westen Berns leben viele Ausländer.

11,35 Millionen Franken hat das Haus nach neusten, aktualisierten Informationen der Trägerstiftung gekostet. Es ist Teil des kommerziellen Gebäudes mit dem Namen «Zentrum Europaplatz», das auch Läden, Restaurants, Büros und Wohnungen enthält. (dhr/sda)

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Offen gesagt

«Lieber Herr Berset, Sie müssen das jetzt regeln ...»

Vergangenes Wochenende passierte, was sowieso passiert wäre, Lockerungsschritte hin oder her: Die Jugend tanzte und wird zum Sündenbock gemacht. Damit hat die Entsolidarisierung in der Bevölkerung begonnen. Das ist gefährlicher als jeder einzelne Infektionsherd.

Lieber Herr Berset

Es wäre wieder ein General-Dufour-Moment für Sie. Sie erinnern sich? Der Tagsatzungs-General im Sonderbundskrieg mit dem wichtigen Strategie-Grundsatz: «On verra ensuite».

Sie wussten, dass mit den weitreichenden Lockerungen der Corona-Massnahmen neue Infektionsherde entstehen würden. Und Sie mussten auch davon ausgehen, dass diese vorwiegend in Clubs und Gottesdiensten ausbrechen würden. So wie überall sonst auf der Welt auch.

Genau das ist geschehen, nachdem Clubs wieder …

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