Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ignaz Walker ist auf dem Weg zum Rathaus in Altdorf am Montag, 19. Oktober 2015, in dem heute der Prozess Walker beginnt. Das Obergericht Uri verurteilte Walker im September 2013 wegen versuchter vorsaetzlicher Toetung und versuchten Mordes in Mittaeterschaft zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und erhoehte damit die vom Landgericht verhaengte Strafe um 5 Jahre. Im Dezember 2014 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde Walkers teilweise gut, hob das Urteil auf und schickte den Fall zur Neubeurteilung ans Obergericht Uri zurueck. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Urteil im Fall Walker kommt frühestens Mitte Dezember



Im Mordprozess um den Erstfelder Barbetreiber hat das Obergericht die Urteilsberatungen begonnen. Das Gericht will zusätzliche Beweise abnehmen und Stellungnahmen einholen. Mit einem Urteil ist laut Mitteilung vom Dienstag nicht vor Mitte Dezember zu rechnen.

Aufgrund der neusten Entwicklungen während der Gerichtsverhandlung werde das Urner Obergericht zusätzliche Beweise abnehmen und Stellungnahmen einholen, teilte Gerichtssprecherin Mascha Santschi am Dienstag mit. Das Verfahren werde entsprechend länger dauern.

Bei den vertieften Abklärungen geht es unter anderem um den Hauptbelastungszeugen. Dieser blieb für die Urner Justiz offiziell unauffindbar. Die SRF-Sendung «Rundschau» machte im Rahmen des Prozesses hingegen bekannt, dass er ein in Frankreich verurteilter Drogenhändler und verstorben sei. Der Verteidiger des angeklagten Barbetreibers warf der Staatsanwaltschaft vor, mit möglicherweise widerrechtlichen Mitteln eine erneute Befragung des Zeugen verhindert zu haben.

Ignaz Walker, rechts, und sein Anwalt Linus Jaeggi, links, auf dem Weg zum Rathaus in Altdorf am Freitag, 30. Oktober 2015, wo der Prozess gegen den angeklagten Erstfelder Barbetreiber fortgesetzt wird. Das Obergericht Uri verurteilte Walker im September 2013 wegen versuchter vorsaetzlicher Toetung und versuchten Mordes in Mittaeterschaft zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und erhoehte damit die vom Landgericht verhaengte Strafe um 5 Jahre. Im Dezember 2014 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde Walkers teilweise gut, hob das Urteil auf und schickte den Fall zur Neubeurteilung ans Obergericht Uri zurueck. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Ignaz Walker (r) und sein Anwalt Linus Jaeggi auf dem Weg zum Urner Gericht.
Bild: KEYSTONE

Zusammenarbeit mit Frankreich

Das Obergericht liess laut Mitteilung der Urner Polizei einen Fragekatalog zukommen. Damit wollen die Richter genaueres erfahren zu einem früheren Verfahren im Kanton im Zusammenhang mit dem Hauptbelastungszeugen. Weiter interessiert sich das Gericht für Hinweise im Zusammenhang mit dem früheren Aufenthaltsort des Hauptbelastungszeugen.

Das Obergericht entschied zudem, die Akten des Rechtshilfeverfahrens zwischen Frankreich und den Urner Behörden in einem Fall rund um den Hauptbelastungszeugen beizuziehen. In dem Verfahren war die Staatsanwaltschaft Uri Leitbehörde. Zudem prüft es, ob zusätzliche Auskünfte des Bundesamtes für Justiz erforderlich sind.

Von der SRF-Sendung Rundschau verlangt das Obergericht laut Mitteilung die vollständige Herausgabe aller Unterlagen im Zusammenhang mit dem verurteilten Auftragsschützen und dem toten Hauptbelastungszeugen. Weiter fordert das Gericht vom Fernsehsender eine Stellungnahme, die Licht in die ermittlungstechnische und journalistische Vorgehensweise der Rundschau bringen soll. (lhr/sda)

(lhr, 17.11.2015) Fall Ignaz Walker

Urteil im Fall Walker kommt frühestens Mitte Dezember

Link zum Artikel

Fall Walker: Oberstaatsanwalt erhebt erneut schwere Anschuldigungen: «Das ist für die ‹Rundschau› mehr als peinlich»

Link zum Artikel

Der Fall «Ignaz Walker» – Auftragsmord oder Komplott? Übersicht über einen der spektakulärsten Kriminalfälle der Schweiz

Link zum Artikel

«Vollkommener Quatsch» – «Akten sind vergiftet» – «Sofortiger vollumfänglicher Freispruch»: Walkers Verteidiger Linus Jaeggi spricht Klartext

Link zum Artikel

«Obwohl ich mich ausgebrannt und gebrochen fühle, werde ich immer wieder aufstehen»: Die besten Aussagen von Ignaz Walker zum Schluss des Verfahrens

Link zum Artikel

Warum wollte die Urner Staatsanwaltschaft den Holländer als Zeugen verleugnen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Fall Walker

Link zum Artikel

Reaktionen im Fall Walker auf Erklärung von Oberstaatsanwalt Imholz: «Verhalten verstösst gegen den Grundsatz von Treu und Glauben»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Millionen-Schlitten überholen am Gotthard: Riesiger Schaden und eine verletzte Frau

Auf der Gotthardpassstrasse ist es am Mittwoch zu einem Unfall mit einer Verletzten und einem Schaden in Millionenhöhe gekommen. Der Lenker eines Sportfahrzeuges (ein Bugatti Chiron) wollte drei Autos und ein Wohnmobil überholen, als das vor ihm fahrende Auto (Porsche) zum Überholen ansetzte.

Dabei kam es zur Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen, wie die Urner Kantonspolizei mitteilte. Das vordere Auto mit Luzerner Nummernschild kollidierte daraufhin mit dem voranfahrenden Personenwagen mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel