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Deep Technology: Karin Lorez: «Die Leute können nicht mehr denken»

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Episode 9 – die Juristin: «Die Leute können nicht mehr denken»

Karin Lorez ist selbständige Juristin und Modedesignerin. Sie spricht über den Einfluss von Technologie auf Gesetze, die Arbeit von Juristinnen und warum es gefährlich ist, wenn man Technologie zu unkritisch gegenüber steht.
10.10.2020, 08:04
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Deep Technology Podcast, Episode 9: Karin Lorez, Juristin:

Deep Technology Podcast, Karin Lorez, Juristin
Karin Lorez.
Was ist der Podcast Deep Technology?
Wie stark beeinflussen Social Media, Algorithmen und Künstliche Intelligenz schon unseren Alltag? Und wie denken Schweizerinnen und Schweizer wirklich darüber? Der neue Podcast Deep Technology von Manuel Stagars geht dieser Frage nach.

Der Podcast erscheint jeden Samstag mit einer neuen Folge auf watson, auf allen grossen Podcast-Plattformen und auf deeptechnology.ch.

Die wichtigsten Aussagen von Karin Lorez:

  • «Ich wünschte mir, dass Technologie mich unterstützt in meinem Job, dass sie eine Vereinfachung bringt und ich effizienter werde, aber mir nicht sämtliche Entscheidungen und Gedankengänge wegnimmt
  • «Wie lange braucht es noch Juristen? In gewissen Bereichen definitiv nicht mehr. »
  • «Das unterscheidet uns noch von Maschinen: Selber denken, Ideen entwickeln, die eben nicht einer totalen Logik entsprechen, das sollte man fördern. Es ist wichtig, dass man in den Hochschulen lernt, dass man selber denken muss und kann.»
  • «Digitalisierung finde ich super, Angst macht sie mir nicht, nur, dass die Leute nicht mehr denken können, das macht mir Angst.»
  • «Tools, die mit künstlicher Intelligenz funktionieren, brauchen persönliche Daten. Man verlässt sich zu sehr auf diese ganzen Tools und hofft, dass nichts passiert
  • «Wenn man Informationen über sich rausgibt, dann kann dein Gegenüber dich manipulieren und beeinflussen. Gerade, wenn es jemand ist, der es nicht gut meint mit dir oder einem ganzen Volk, dann ist das gefährlich.»
  • «Es findet eine schleichende Verschiebung der Machtverhältnisse statt. Im Moment haben wir den Eindruck, dass der Staat die Macht hat. Aber private Firmen haben so viele Informationen und verstehen die Zusammenhänge oft besser, als der Staat. Das ist gefährlich.»
Bild
Manuel Stagars ist Filmregisseur und Podcaster. Er war aber auch schon Startup-Gründer, Komponist von Filmmusik, Autor und Forscher. Seine Dokumentarfilme handeln von Kreativität, Wissenschaft, Technologien und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Mehr unter manuelstagars.com
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6 Kommentare
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Hierundjetzt
10.10.2020 11:12registriert Mai 2015
Das kommt eben dabei raus, wenn man Ingenieuren die Kompetenz überträgt, soziales Verhalten zu programmieren.

Facebook wurde ja nur deshalb gegründet, weil der Zuckerberg Asiatinnen flachlegen wollte aber keine kriegte weil er ein Sonderling ist (kein Witz)

Es käme auch nie jemand auf die Idee, bei einem Psychologen eine App herstellen zu lassen.

Tja, es war lustig aber jetzt brauchts staatliche Regulierungen für die Mediakonzerne FB oder Twitter
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