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ARCHIV --- Christoph Blocher, Nationalrat SVP-ZH, aeussert sich waehrend einem Interview ueber den Bericht der GPK zur Affaere Hildebrand, am Montag, 18. Maerz 2013 waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete in Bern. Die Zuercher Staatsanwaltschaft darf fuer ihre Strafuntersuchung gegen Christoph Blocher in der Affaere Hildebrand die beschlagnahmte Korrespondenz mit der

Christoph Blocher debattiert mit einem Cabelcom-Mitarbeiter. «Nein, ich will kein Digital-TV!!» Bild: KEYSTONE

Der Enthüller

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Die NZZ ist nicht genug – Blocher will sich die «Bravo» kaufen

Pavel Kulicka



Zürich/Berlin (den). Viel wird seit dem erzwungenen Abgang von NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann über die Zukunft der alten Tante spekuliert. Wir fassen kurz zusammen:  Markus Somm hat seinen Verzicht auf den Chefsessel bereits bekannt gegeben, Hansi Voigt, Chefredaktor der Schülerzeitung watson, will seinen Entscheid erst nach der Weihnachtsfeier vom kommenden Samstag bekanntgeben und Tele-Züri-Chef Markus Gilli würde zwar gerne bei der NZZ einsteigen, wurde bis jetzt aber nicht angefragt. 

Doch auch um allfällige Änderungen bei den Eigentümern der NZZ ranken sich Gerüchte. Ein Name taucht dabei in jeder Diskussion immer wieder auf: Alt-Bundesrat und Teilzeit-Elvis Presley-Imitator Christoph Blocher. Der Herrliberger Finanzmogul möchte die NZZ offenbar wieder zu einem rechten Bollwerk gegen die linken Mainstream-Medien umbauen und sich neben der «Weltwoche», der «Basler Zeitung» und dem «Schweizer Chüngelizüchter-Magazin» einen weiteren wichtigen Medientitel einverleiben. Noch bestreitet Blocher ein Interesse an der NZZ, aber er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er es mit der Wahrheit, zumindest wenn es um den Kauf von Medienhäusern geht, nicht immer allzu genau nahm.

Toni Bortoluzzi (SVP/ZH), Mitte, erhaelt von Hans-Peter Portmann (FDP/ZH), Mitte rechts, im Namen aller Fraktionen einen Waschlappen geschenkt fuer seine schwulenfeindlichen Aeusserungen betreffend fehlgeleiteten Hirnlappen am Donnerstag, 12. Juni 2014, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Wird neu Kolumnist bei der «Bravo»: Toni Bortoluzzi. Bild: KEYSTONE

Dr. Mörgeli und Schweizertrachten für die «Bravo»

Nun brodelt ein weiteres Gerücht in der Medienküche. Blocher und ein weiterer rechtskonservativer Investor haben es offenbar auch auf den deutschen «Bravo»-Verlag abgesehen. Erste Gespräche fanden gestern in Berlin statt, bestätigt «Bravo»-CEO Timon Andeer. «Ja, Herr Blocher und Herr Tettamanti haben mich besucht und mit mir über die Zukunft der «BRAVO» gesprochen», sagt Andeer. 

Laut Andeer wolle Blocher eine Ausgabe speziell für Schweizer Jugendliche herausbringen und habe auch schon konkrete Vorstellungen, wie diese aussehen könnte. «Blocher will die beliebte Rubrik ‹Dein Körper – nackt› durch ‹Deine Lieblingstracht – mit Schweizerfahne› ersetzen. Auch ‹Dr. Sommer› würde ersetzt werden», so Andeer. «An seiner Stelle tritt ‹Dr. Mörgeli› und beantwortet die Fragen der Teenies zu Beziehung und Sex und gibt Tipps, wie man erfolgreich ein Institut an einer Uni führt. Eine neue Rubrik soll ‹Linke Lehrer verpetzen› heissen und soll von der Jungen SVP betreut werden. Toni Bortoluzzi soll in einer neuen Kolumne Fragen zur Homosexualität beantworten und den Jugendlichen erklären, warum Mariuhana ganz schlecht, aber jeden Abend drei Bier voll ok sein soll.»

Der Enthüller

Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über einen Schwangerschaftstest fürs iPhone oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu.

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