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Du brauchst nur einen Korkenzieher, imfall. Aber den richtigen.
Du brauchst nur einen Korkenzieher, imfall. Aber den richtigen.
Bild: Shutterstock
Edvin Uncorked

Die 6 einzigen Weingadgets, die du effektiv benötigst

10.04.2020, 15:45
Madelyne Meyer
Madelyne Meyer
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Es wird viel Müll produziert. Immer wieder kommen neue Produkte auf den Markt, die dein Leben verbessern sollten. Der Haushaltsmarkt ist hier Leader. Ich weiss nicht, wie viele innovative WC-Enten, automatische Raumduftspender und Freisprechstaubsauger noch entwickelt werden müssen, bis wir effektiv aufhören zu kaufen. Eruieren diese Produzenten überhaupt das Marktpotenzial von neuen Produkten oder schmeissen sie die Ware einfach auf den Markt und die Nachfrage kommt dann irgendwie von selber?

Im Weingeschäft herrscht das genau gleiche Problem. Monatlich beobachte ich Produktlancierungen, die mein Weinleben drastisch verbessern sollten. Automatisierte Korkenzieher, neue Formen von Karaffen, selbsttemperierende Weinkühler, avantgardistische Präservationssysteme etc. Ich kann diese Produkte gar nicht mehr sehen, denn sie benötigen dann doch irgendwie ein USB-Aufladekabel, Batterien, Ersatzkapseln oder gar eine eigene Ladestation. Das letzte, was ich brauche, ist nochmals ein Gerät an den Strom hängen zu müssen.

Deswegen verrate ich euch jetzt, welche Wein-Gadgets wirklich was bringen und welche sich nicht so für den Haushalt eignen.

Korkenzieher

Illustration: Madelyne meyer

Die besten Korkenzieher sind diejenigen, die auch Sommeliers und KellnerInnen in Restaurants haben. Das sogenannte Kellnermesser. Die ganz normalen halt mit dem kleinen Messerchen für das Abschneiden der Kapselfolie, der Spindel fürs Hinausziehen des Korkens und der Hebel, um den Korken in zwei Etappen aus der Flasche zu befördern.

  • Ich empfehle diesen Korkenzieher, weil er mechanisch, robust und ohne grossen Firlefanz daherkommt.

Karaffe

illustration: madelyne meyer

«Geh mal an die frische Luft, Kind!» Sauerstoff tut nicht nur uns gut, sondern auch dem Wein. Egal, wie lange der Wein schon in der Flasche ist, sei dies drei Monaten nach der Abfüllung oder drei Jahre Flaschenreifung (z.B. Rioja Gran Reserva), Sauerstoff lässt die Aromen im Wein entfalten. Deswegen schwenkt man auch das Glas. Mehr Sauerstoff, mehr Aromaentfaltung.

  • Karaffen wie diese hier empfehle ich für Weissweine, Rotweine, Rosé (nicht Schaumwein), da sie jeden Wein frischer und lebendiger wirken lassen.

Karaffe für gereifte Weine

Bei gereiften Weinen (nach 10-40 Jahren im Keller) muss man eher vorsichtig sein. Zu viel Sauerstoff und der Wein kann oxidieren, was sehr miefig, petrolig riecht. Für das Dekantieren von alten, gereiften Weinen empfehle ich eine schmale Karaffe mit schmaler Öffnung, so dass nicht zu viel Sauerstoff in Kontakt mit dem Wein kommt. Beim Dekantieren geht es schlussendlich mehr um die Sedimententrennung als um Belüftung.

Drop Stop

Egal, wie geübt du bist im Einschenken von Wein, Drop Stops machen dein Leben DEFINITIV leichter. Drop Stop ist eine dänische Erfindung, die patentiert ist. Es gibt also nur den einen, one and only Drop Stop. Diese runde, federleichte, flexible, Metallscheibe rollt man zu und schiebt es in die Flasche. Das Produkt garantiert Dir ein 100% tropffreies Einschenken.

Dieses Gadget wird übrigens nicht nur von Privatpersonen benutzt, sondern wird auch bei Weinmessen, Degustationen oder Kursen eingesetzt. Schämen musst du dich also nicht.

  • Definitiv empfehlenswert, denn es garantiert dir ein 100% tropffreies Einschenken.

Champagnerverschluss

illustration: madelyne meyer

Gebt mir ein Amen, wenn ihr auch der Meinung seid, dass wir mehr Schaumwein trinken müssten. Bubbles sind schliesslich nicht nur für Feierlichkeiten. Sie machen einfach nur Spass. Der Champagnerverschluss, hier vorne im Bild, sorgt dafür, dass Du den Schaumwein nicht gleich am selben Abend leeren musst, sondern die Flasche über 2, 3 Tage hinweg geniessen kannst.

  • Dieser Verschluss ist super, weil er kostengünstig und wirksam ist.

VacuVin

VacuVin ist etwa so sexy wie ein Badezimmerteppich. Diese Pumpe empfehle ich allen disziplinierten Weintrinkern, welche nicht die ganze Flasche an demselben Abend austrinken können/wollen. Indem man den wiederverwendbaren Gummistopfen in die Falsche drückt und mit der Vakuumpumpe die Luft aus einer geöffneten Flasche absaugt, kann man den Oxidationsprozess des Weines verlangsamen. Der Wein bleibt länger haltbar.

  • Ich bin ein Fan von VacuVin, weil er bedienerfreundlich und praktisch unzerstörbar ist und ohne Kapseln oder Patronen funktioniert.

Falls sich jemand für Coravin als Präservationssystem interessiert, muss sich ein wenig warm anziehen. Diese Dinger kosten ein kleines Vermögen, jedoch lohnt es sich, wenn du ein Sammler bist und gerne gereifte, renommierte Weine trinkst. Durch das Durchstechen des Korkens mit einer Nadel vermeidest du das Entfernen des Korken. Durch die Nadel fliesst Wein heraus und gleichzeitig fliesst Argongas in die Flasche hinein. Dies ist das Nonplusultra wenn es zum Oxidationsschutz des Weines kommt. Die Flasche kann man so über ein paar Monaten behalten. O'zapft is!

Universalgläser

illustration: madelyne meyer

Man könnte denken, dass dieser Punkt etwas banal ist. Aber die Gläserauswahl ist das A und O des Weintrinkens. Die Glasform ist eine Doktorarbeit für sich, jedoch können wir mal mit dem Universalglas starten. Ein Glas für Schaum-, Weiss- und Rotwein. Im Bild ist ein solches Glas abgebildet.

Fast jeder Glashersteller führt Universalgläser im Sortiment, da diese für Normalsterbliche mit normalsterblichen Budgets völlig ausreichen.

  • Es lohnt sich, einmal in ein paar gute Universalgläser zu investieren, da sie effektiv mehr aus dem Wein rausholen als kleine oder dicke Gläser (geschweige denn Papp- und Styroporbecher). Ihr werdet einen Unterschied merken!

Cheers, eure Edvin

Bild

Madelyne Meyer

Die Weinwelt kann extrem elitär und exklusiv sein. Darauf hat Madelyne Meyer aber gar keine Lust. Mit ihrem unkonventionellen Weinblog Edvin hat sich die Aargauer Weinexpertin in der Schweiz einen Namen gemacht. «Meine Leser mögen wohl meine selbstironische Art. Ich nehme mich und die Weinwelt nicht todernst, zolle dem Wein aber immer genügend Respekt».

Madelyne arbeitet in ihrem Familienbetrieb für Marketing & Kommunikation und schreibt noch für den Gault Millau Channel. Das Ganze rundete sie im September 2019 mit ihrem ersten Buch «Endlich Wein verstehen» ab.
Für watson schreibt Madelyne ab sofort regelmässig exklusiv in ihrem Blog.

Weitere Infos über Madelyne und Wein findest du hier:
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