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Wenigstens der Farbe des Logos konnte watson nicht widerstehen. 

FRAGFRAUFREITAG

FragFrauFreitag

Liebe Frau Freitag. Veröffentlichen Sie Ihre Fragen nun nur noch auf watson.ch vollständig?

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mag watson.ch sehr und auch Ihre Antworten, jedoch finde ich auch, dass Ihr Blog so nicht mehr dasselbe ist. Für mich gehörte es einfach dazu, die Fragen auf Ihrem Blog mit dem berühmten Design zu lesen. Nun muss ich jedoch immer ein neues Fenster öffnen, was ich schade finde. Mit freundlichen Grüssen. Lilian, 19




Liebe Lilian

Keine Sorge, ich verstehe Sie ganz und gar nicht falsch. Es ist ja ein Kompliment für meinen wunderhübschen Blog, wenn Sie die Fragen&Antworten lieber dort lesen. Ich bin ja selber sehr eitel, was das Design meiner Seite anbelangt. Und ich bin den watson-Designern glaubs ziemlich auf den Sack gegangen mit meinen 528 Sonderwünschen für das Layout. Und trotzdem kommt es nicht an meins heran, was will man machen. (Wenn ich mit Smileys arbeiten würde, würde hier eins stehen. Da ich aber das ganze Andeuten von Ironie und die ewige Abschwächung von eigentlichen Beleidigungen durch angehängte Zwinkervisagen doof finde, steht jetzt hier kein Smiley. Sie dürfen sich aber gerne eins vorstellen, wenn's dem Verständnis dient.) Ich hatte der watson-Geschäftsleitung vorgeschlagen, das Layout der gesamten Website nach meinem Vorbild zu gestalten, aber sie waren irgendwie nicht zu begeistern. Ich kann es mir auch nicht erklären.

Als ich im Dezember 2011 mit Frag Frau Freitag gestartet bin, sollte es meinem reinen Zeitvertreib dienen. Ich armer Mensch habe ja sonst keine Hobbys, und da Sport auch keine Lösung ist, habe ich mir den Blog zu Weihnachten geschenkt. Seither ist er stetig gewachsen und hat immer mehr Platz in meinem Leben eingenommen. Das ist ganz wunderbar, und ich bin höchst beseelt über diese Entwicklung. Im Laufe der Zeit habe ich viele Zuschriften erhalten von Menschen, denen meine Antworten tatsächlich etwas gebracht haben. Über solches Feedback freue ich mich jeweils wahnsinnig, weil ich's mit den Antworten ja auch wirklich ernst nehme, auch wenn sie ab und an etwas weniger ernst formuliert sind. Fast täglich werden Neugeborene aus Dankbarkeit nach mir benannt; ‹Kafi› wird in Bälde schon Unnamen wie Mia und Alina vom Beliebtheitssockel stossen. Für das beliebte Schwarzgetränk wird man eine neue Bezeichnung finden müssen. Aber hey, ich kann mich echt nicht um alles kümmern! 

Ausserdem habe ich immer wieder Anfragen für Werbung erhalten und restlos alle abgelehnt. Mein schönes Design mit einem potthässlichen Werbebalken zu versauen, brachte ich einfach nicht über mein zartes Herz. Darum war ich mehr als glücklich, als sich watson für mich interessierte. Teil einer so innovativen Idee und eines derart motivierten Teams zu sein, hat mich einfach gelockt. Für meine Antworten ein anständiges Honorar zu erhalten, ohne meinen Blog aufgeben zu müssen, war für mich nach zwei Jahren unentgeltlicher Arbeit eine schöne Sache.

Dass sich der Blog dadurch verändert hat, weiss ich natürlich auch. Es ist nicht mehr ganz das Gleiche, wie zuvor. Aber das Leben, es verändert sich stetig. Das muss ich einem jungen Menschen wie Ihnen ja kaum erklären. Und solange die Qualität meines Schaffens gleichbleibend hoch ist, kann ich mit diesem Wandel sehr gut leben. Bei watson habe ich die absolute Freiheit zu schreiben, was ich will. Kein Eingreifen von einem Redaktor, keine Kritik an hanebüchener Kommasetzung. (Eine Tatsache, die der Weltwoche übrigens die Hosen gestrichen gefüllt hat, weshalb sie ihr ausserordentlich grosszügiges Angebot an mich schnell wieder zurückgezogen hat, nachdem ich diese Bedingung gestellt hatte.) Die Kooperation mit watson ermöglicht es mir, mehr Leser als zuvor zu erreichen. Das ist neben dem Geld eine wunderbare Belohnung für jeden Blogger. Auch für mich.

Ich hoffe sehr, dass Sie mir trotz allem treu bleiben. Diesen klitzekleinen einen Klick sollten Ihnen meine Antworten auch künftig wert sein. Ich belohne Sie dafür mit eigenem Bildmaterial, was mein bestehender Blog ja nicht getan hat.

In diesem Sinne heisse ich Sie ganz herzlich willkommen und hoffe, dass Sie hier auch etwas heimisch werden.

Alles Liebe! Ihre Kafi.

Kafi Freitag

Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog www.FragFrauFreitag.ch Alltags-Fragen ihrer Leserschaft. Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (www.freitagcoaching.ch) und verkauft mit viel Herzblut Hochzeitskleider. Sie ist verheiratet und Mutter eines neunjährigen Sohnes, wohnt mitten im Zürcher Kreis 4 und versucht, ihren Alltag so vernünftig wie nötig und amüsant wie möglich zu leben.

Fragen an Frau Freitag? 

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Bild: Kafi Freitag

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