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Gewürze für den Chai-Tee: Du kannst je nach Vorliebe gewisse weglassen oder andere hinzufügen. Gerade Pfeffer und Anis findet man seltener in den Rezeptangaben.
Gewürze für den Chai-Tee: Du kannst je nach Vorliebe gewisse weglassen oder andere hinzufügen. Gerade Pfeffer und Anis findet man seltener in den Rezeptangaben.bild: jennifer zimmermann
Die Nachhalterin

So machst du Chai-Tee, Hafer-Drink und -kekse selber

Wärmende Rezepte für die gemütlich-dunkle Winterzeit, die schnell und einfach sind. Ich habe sie für euch getestet. Hier geht's zu den Anleitungen – und meinen Überlegungen zur Nachhaltigkeit.
24.12.2021, 08:11
Contentpartnerschaft mit WWF
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit WWF. Die Beiträge werden von der freischaffenden Journalistin Jennifer Zimmermann verfasst.

Man muss nicht perfekt sein, um das Klima zu schützen! In dem WWF-Motto findet sich auch Jennifer wieder. Sie lebt (meist) vegetarisch, duscht (zu) oft (zu) lange und wühlt zum Unbehagen mancher Familienmitglieder (fast) immer in den «Gratis zum Mitnehmen»-Kisten am Strassenrand. Als «Die Nachhalterin» schreibt sie für den WWF und hilft dir und sich selbst, den Weg zu einem nachhaltigeren Leben zu finden. Für weitere Panda-Tipps zur Nachhaltigkeit: WWF/klimatipps.ch

Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Ist Hafer-Drink nur ein überteuerter Hype? Und wenn schon, ich mag ihn sehr gerne und vielen in meinem Umfeld scheint das ähnlich zu gehen – auch den Nicht-VeganerInnen und Milch-TrinkerInnen. Der Vorteil von Hafer-Drink ist ausserdem, dass er viel weniger CO2 verursacht und auch bei der Gesamtumweltbelastung besser als Milch abschneidet. Darüber habe ich hier mehr geschrieben.

Hafer mag bei weitem nicht so viel Protein wie Milch enthalten, dafür punkten die Flocken mit umso mehr Eisen, Magnesium und Zink. Hafer-Drink lässt sich sehr einfach und schnell selbst machen und so kannst du auch selbst bestimmen, was denn da genau an Zutaten reinkommt. Nicht zuletzt ist das Selbermachen sehr viel billiger, als wenn du einen fancy Hafer-Drink im Laden kaufst. Also nichts wie los!

Hafer-Drink selbst machen

Du brauchst:

  • 100 g Haferflocken, fein, am besten aus der Schweiz und Bio
  • 1 Liter stilles Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Nussmilch-Sack oder feinmaschiger Stoff
  • Optional zum Süssen/Verfeinern: 1 Dattel, Dattelpaste, ein paar Rosinen, Birnensaftkonzentrat, Ahornsirup o. ä. / Vanillezucker oder das Innere einer Vanilleschote / Zimt
Hafer klein häckseln – am besten in einem Mixer, der viel Power hat. Trifft auf diesen nicht zu, funktioniert aber dennoch.
Hafer klein häckseln – am besten in einem Mixer, der viel Power hat. Trifft auf diesen nicht zu, funktioniert aber dennoch.Bild: Jennifer Zimmermann

Hafer-Drink: So geht's

  1. Hafer im Mixer zerkleinern.
  2. Optional bei trockenen Süssungsmitteln: Diese hinzugeben und weiter mixen.
  3. Wasser und Salz hinzugeben und so lange mixen, bis möglichst keine ganzen Haferflocken mehr zu sehen sind. Nicht mehr als zwei, drei Minuten mixen, da der Drink sonst schleimig werden kann.
  4. Optional bei flüssigen Süssungsmitteln: Diese auch mitmixen.
  5. Alles durch einen Nussmilch-Sack absieben. Angeblich geht dies auch gut mit einem feinmaschigen Stoff, was ich nicht ausgetestet habe.
  6. Drink kalt stellen, vor dem Trinken gut schütteln.
Fast fertiger Hafer-Drink.
Fast fertiger Hafer-Drink.Bild: Jennifer Zimmermann

Der Drink ist aus eigener Erfahrung mindestens vier Tage gut haltbar. Ich habe ihn nicht gesüsst und fand ihn (dennoch) lecker. Da mein Mixer es nicht schafft, den Hafer ganz klein zu hacken, blieb ein kleiner Haferklumpen übrig. Diesen kann man gut ins Müesli geben, Porridge damit kochen oder allenfalls im Backofen «trocknen» und ein Granola oder so ähnlich daraus machen.

Mit einem Nussmilch-Sack (u. a. in Reformhäusern erhältlich) wird der restliche Hafer abgesiebt und fertig ist der Hafer-Drink.
Mit einem Nussmilch-Sack (u. a. in Reformhäusern erhältlich) wird der restliche Hafer abgesiebt und fertig ist der Hafer-Drink.Bild: Jennifer Zimmermann

Chai-Tee mit Hafer-Drink

Nun zum weniger nachhaltigen Rezept in diesem Artikel: dem Chai-Tee. Die Gewürze dafür kommen aus Indien, Sri Lanka & Co. Auch wenn man Bio und Fair Trade kauft, ist das also nicht ideal. In meinem letzten Artikel schrieb ich über Schokolade. Erst schickte ich vorweg, dass man wenig bis keine Schokolade essen sollte – dann folgten Rezepte, um Schokolade selbst zu verfeinern. Die Widersprüchlichkeit dessen liegt auf der Hand und wurde von aufmerksamen LeserInnen auch kritisiert. Auf den zweiten Blick ist es aber nicht ganz so einfach.

Meine Annahme ist nämlich die: Nur die Wenigsten werden ganz auf Schokolade verzichten. Darum ist es wichtig, dass man auf bestimmte Dinge achtet, wenn man sie schon isst. Zum Beispiel auf Bio und Fair Trade (ich kann es nicht oft genug erwähnen ...).

Beim Chai-Tee verhält es sich für mich ähnlich. Ich trinke ihn sehr gerne und möchte das weiter ab und zu tun – lieber verzichte ich stattdessen auf andere Dinge. Also versuche ich, das Bestmögliche aus der Situation zu machen. Darum geht's jetzt zum Rezept.

Gewürze für den Chai-Tee: Ingwer, Zimt, Anis (eigentlich sollte es Sternanis sein), schwarzer Pfeffer, Kardamom, Nelken.
Gewürze für den Chai-Tee: Ingwer, Zimt, Anis (eigentlich sollte es Sternanis sein), schwarzer Pfeffer, Kardamom, Nelken.Bild: Jennifer Zimmermann

Du brauchst:

  • 3 dl Wasser
  • 7 dl Hafer-Drink
  • 2 Beutel Schwarztee
  • 1–2 Zimtstangen
  • 1 EL Kardamom
  • ca. 6 Nelken
  • 1 kleines Stück Ingwer, in kleine Stücke geschnitten (wenn er Bio ist, schäle ich ihn nicht)
  • Optional: ein paar Körner schwarzer Pfeffer / 1 TL Sternanis oder alternativ tut's auch Anis (verstärken den Fenchel-Geschmack) / Zucker, Honig, Ahornsirup o. ä. zum Süssen

Bei allen Gewürzen habe ich Bio und Fair Trade gekauft. Bezüglich Mengenangaben empfehle ich: Probiere einfach aus, welche Mengen dir am besten schmecken. Allzu viel kann dabei nicht schieflaufen. Ich mag Anis weniger, tue dafür zum Beispiel mehr Ingwer rein.

Eine Weile köcheln lassen und schon ist der Chai fertig.
Eine Weile köcheln lassen und schon ist der Chai fertig.Bild: Jennifer Zimmermann

Chai-Tee: So geht's

  1. Wasser aufkochen.
  2. Tee hinzufügen und ca. 5 Minuten ziehen lassen, Teebeutel herausnehmen.
  3. Alle Gewürze hinzufügen und nach Belieben 10 Minuten oder bis zu einer Stunde auf kleiner Stufe köcheln lassen. Ich habe die Mischung auch schon mehrere Stunden stehen lassen, der Geschmack wurde aber recht bitter.
  4. Alle Gewürze raussieben. Den Ingwer lasse ich noch eine Weile drin, weil ich die Schärfe mag.
  5. Hafer-Drink und Süssungsmittel hinzugeben, aufwärmen und geniessen.
Sieht nicht besonders schön aus, schmeckt dafür umso besser.
Sieht nicht besonders schön aus, schmeckt dafür umso besser.Bild: Jennifer Zimmermann

Zum Tee dürfen Kekse nicht fehlen, darum gibt's zum Schluss noch ein Rezept für Hafer-Cookies.

Rezept für Haferkekse

Du brauchst:

  • 2 mittelgrosse Eier
  • 70 g Rohrohrzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 150 g Butter
  • 250 g Haferflocken, fein
  • 50 g Kokosraspel
  • 40 g Mehl
  • Optional: Rosinen / Walnüsse

So geht's:

  1. Eier, Zucker und Vanillezucker 5 Minuten mit Handmixer schaumig schlagen.
  2. Butter schmelzen und mit Haferflocken und Kokosraspeln mischen.
  3. Haferflockenmischung mit Eimasse mischen, Mehl hinzufügen und unterrühren.
  4. Je 1 EL der Masse auf Backblech mit Backpapier geben. Zwischen den Keksen ein wenig Abstand lassen.
  5. Bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen.

In diesem Sinne: Prost, en Guete und frohe Weihnachten!

Mein Bruder und ich an Weihnachten im Jahr 2000. Damals waren Hafer-Drink und Chai Latte noch Fremdwörter für mich.
Mein Bruder und ich an Weihnachten im Jahr 2000. Damals waren Hafer-Drink und Chai Latte noch Fremdwörter für mich.bild: jennifer zimmermann
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DIY – Menschen, die Dinge am liebsten selber machen

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