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Madame Energie

Tipps und Tricks, wie man die Abwaschmaschine richtig braucht

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Bild: Shutterstock
Madame Energie

Täglich grüsst der Abwasch! Können wir es überhaupt richtig machen?!

Gegen die Spülmaschine kann ich nur verlieren – zumindest, was den Wasserverbrauch angeht. Beim Energieverbrauch liege ich vorne. Und das eine geht bei der ganzen Rechnerei sowieso immer vergessen.
20.04.2026, 12:0920.04.2026, 12:56
Sabina Galbiati
Sabina Galbiati

Abwaschmaschinen lösen bei mir immer wieder mal Ungläubigkeit aus. Was mich als Madame E. oder kurz ME irritiert:

  • Wenn Leute übelst dreckige Pfannen in die Spülmaschine stellen mit der Info «Die schafft das schon, ist ganz neu». In meinem Innern: «Aber verschwendest du nicht jede Menge Platz?!? Und schafft die das wirklich? WIE??»
  • Wenn Leute zwischen den Tellern eine Lücke lassen. «Das wird sonst nicht richtig sauber.» In meinem Innern: «Aber der ganze verschwendete Platz!!
  • Wenn Leute ein Glas Wasser trinken und es dann in die Spülmaschine stellen. In meinem Innern: «Aber das Glas kannst du doch noch mindestens 9'575-mal benutzen, bevor es in die Spüle muss?!?»
  • Wenn Familien mit kleinen Kindern die Maschine so vollpacken, dass es drei sein könnten. «Die Hälfte der Ladung brauchen wir spätestens heute Abend wieder.» In meinem Innern: «Aber wo haben das Wasser und das Spülmittel Platz und wie fliesst das Wasser um diesen Berg an Geschirr, Besteck und Pfannen herum?!?»
Contentpartnerschaft mit EnergieSchweiz
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit EnergieSchweiz. Die Beiträge werden von der freischaffenden Journalistin Sabina Galbiati verfasst.

Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft! EnergieSchweiz setzt sich als Förderprogramm des Bundesamts für Energie mit freiwilligen Massnahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung von Energieeffizienz ein. Mittels Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie Massnahmen zur Qualitätssicherung setzt sich EnergieSchweiz dafür ein, die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen.

Mehr über das Energie-Förderprogramm EnergieSchweiz erfährst du unter www.energieschweiz.ch.

Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Vermutlich fragt ihr euch jetzt:

Wie zum Teufel wäscht Madame Energie eigentlich ihr Geschirr und hat sie keine anderen Probleme?

Meine eigene kleine Olympiade just for ME

Doch ME hat natürlich auch andere Sorgen, aber um die geht es heute nicht. Und ich wasche bei mir zu Hause von Hand ab.

Gäbe es eine Olympiade für effizientes Von-Hand-Abwaschen, stünde ich mit grosser Wahrscheinlichkeit auf dem Podest. Da meine kleine Mietwohnung keine Abwaschmaschine hat und weil ich mich seit meiner ersten Staffel als Madame Energie im Energiesparen übe, habe ich wie so vieles auch das Abwaschen optimiert. Das heisst: möglichst wenig Wasser, Energie und Spülmittel verbrauchen.

Seit einer kurzen Episode, in der mein Boiler kaputt war, wasche ich nur noch mit kaltem Wasser ab. Pfannen, Teller und Gläser bekomme ich genauso einfach sauber. Mit ein wenig Wasser im Spülbecken kann das Schrubben beginnen. Das geht auch ohne Giftcocktail mit Totenkopf drauf – ein umweltfreundliches Abwaschmittel macht mich und mein Geschirr voll und ganz happy. Das Mittel verdünne ich in der Flasche immer mit Wasser eins zu eins, weil ich tendenziell zu viel nehme.

Die Mutter aller Abwaschfragen

Was braucht denn jetzt mehr Energie und Wasser: die Spülmaschine oder von Hand abwaschen?

Selbstverständlich haben Spülmaschinen-Hersteller viele Studien in Auftrag gegeben. Das Resultat könnt ihr vermutlich selbst herleiten.

Die Antwort auf die Mutter aller Abwaschfragen

Fakt ist: Sehr energieeffiziente Geschirrspüler verbrauchen bei voller Ladung gerade mal zwischen sechs und zehn Liter Wasser. Das schaffe ich beim besten Willen nicht. Sehr, wirklich sehr ungeschickte Handabwäscher:innen brauchen die doppelte bis dreifache Menge Wasser. Aber: Je nach Effizienz der Maschine und gewähltem Programm kann der Wasserverbrauch auch mal gegen 20 Liter steigen.

Beim Energieverbrauch sind die Unterschiede geringer: Im Eco-Programm verbraucht eine Maschine selten über eine Kilowattstunde (kWh) Strom. Unter dem Strich braucht eine effiziente Spülmaschine etwas weniger Energie, als wenn wir alles von Hand mit warmem Wasser spülen. Mit meinem Kaltwasser-Abwasch hält sie aber nicht mit.

Unser Verhalten zählt

Was oft vergessen geht: Unser Verhalten zählt auch. Energieexpertinnen und -experten weisen immer wieder mal darauf hin, dass Spülmaschinen oft mit halber Ladung laufen und dass wir unbewusst mehr Geschirr verbrauchen, weil wir nicht abwaschen müssen, das falsche Programm wählen oder eben vorher schon alles möglichst sauber abspülen.

Worin sich alle einig sind …

Kurzum, wer eh schon eine Spülmaschine zu Hause hat und diese der Umwelt zuliebe richtig nutzen will, findet unzählige Tipps von Energieexpertinnen und -experten im Netz. Also habe ich diejenigen gesammelt, bei denen Einigkeit herrscht:

  • Die Maschine erst laufen lassen, wenn sie voll ist. (Ha! Wer hätte das gedacht?)
  • Das Eco-Programm nutzen. Wegen der tieferen Temperaturen spart es Energie, obwohl die Maschine länger läuft.
  • Das Vorspülen von Hand ist überflüssig – ob kalt oder warm. Grobe Essensreste abschaben reicht. Am besten einfach mal ausprobieren, wie viel eingetrockneten Schmutz die Maschine schafft.
  • Stark Verschmutztes wird unten besser sauber.
  • Wer das Warmwasser mit der Sonne oder Wärmepumpe erhitzt, sollte den Geschirrspüler ans Warmwasser anschliessen (und nicht ans Kaltwasser wie gewöhnlich). Die Elektroheizung in der Spülmaschine spart sich dann den Einsatz.
  • Den Trocknungsgang vorzeitig ausschalten und die Maschine öffnen, damit das Geschirr an der Luft trocknet.

Grosses Aber! Wir alle wissen, gefühlt hat jede Spülmaschine eine eigene Persönlichkeit. Deshalb lohnt es sich, einfach mal auszuprobieren, was wirklich funktioniert.

Und bitte schreibt eure Erfahrungen und Tipps für die Community in die Kommentarspalte.

Sabina Galbiati

Über die Autorin

Sabina Galbiati ...
... ist freie Journalistin, Bloggerin und Autorin. Am liebsten schreibt sie Geschichten über inspirierende Menschen und über die simplen Dinge, die uns im alltäglichen Leben bewegen. Als «Die Nachhalterin» hat sie auf «watson.ch» bereits über Klima- und Umweltschutz im Alltag gebloggt. Als «Madame Energie» widmet sie sich nun dem Energiesparen innerhalb und ausserhalb ihrer vier Wände und berichtet von den ganz alltäglichen Herausforderungen und Diskussionen, die sie dabei erlebt. Wie immer tut sie das mit einer Prise Humor.
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Passiv-aggressive Notizen an nervige Mitbewohner
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Passiv-aggressive Notizen an nervige Mitbewohner
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Wieso soll ich Geschirr spülen, wenn ich eine Abwaschmaschine habe?
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