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Mit dem Falschen angelegt – Mann tötet Räuber in Rio de Janeiro und gibt sich als Diplomat aus

epa05452535 A policeman on motorcycle drives through the new street as people move their possessions in to new homes in the shadow of Olympic Park buildings at Vila Autodromo only three days before th ...
Polizeieinsatz in Rio de Janeiro: Bei einem Raubversuch auf ein Auto wird ein Angreifer getötet.
Bild: BARBARA WALTON/EPA/KEYSTONE

Mit dem Falschen angelegt – Mann tötet Räuber in Rio de Janeiro und gibt sich als Diplomat aus

05.08.2016, 01:5205.08.2016, 07:48

Bei einem Überfall auf sein Auto hat ein Mann in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro den Angreifer getötet. Von Polizei und Medien wurde der 60-Jährige als russischer Vize-Konsul identifiziert. Der russische Konsul dementiert.

Beim Angriff am Donnerstag (Ortszeit) sei es zu einem Handgemenge gekommen, wobei der Angreifer mit dessen eigener Waffe getroffen wurde. Der Mann sei noch auf der Unfallstelle seinen Verletzungen erlegen, meldete die Polizei in Rio. Unklar blieb zunächst, ob die Schüsse gezielt abgefeuert wurden oder sich versehentlich lösten.

Der Vorfall ereignete sich auf der Avenida das Americas in Barra da Tijuca im Westen Rios, wo sich auch das Olympische Dorf befindet. Kurz zuvor war dort die Olympische Fackel vorbeigetragen worden.

Laut Medienberichten hatten zwei Personen auf Motorrädern das Auto des Diplomaten angegriffen, als dieses im Stau steckengeblieben war und anhalten musste. Auch die Frau und die Tochter des Mannes sassen im Fahrzeug.

Jiu-jitsu-Technik

Einer der Angreifer schlug eine Autoscheibe ein um den Fahrer zu attackieren, als er vom Diplomaten, der offenbar Jiu-jitsu-Techniken beherrscht, ins Innere des Wagens gezerrt wurde. Der zweite Angreifer ergriff die Flucht.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Tass sagte der russische Generalkonsul Vladimir Tokmakow, die Medienberichte entsprächen nicht der Wahrheit: «Alle russischen Diplomaten und auch die Mitarbeiter der russischen Auslandsvertretungen in Rio de Janeiro, sind am Leben, gesund und haben mit den Vorfällen nichts zu tun.» Es sei aber nicht auszuschliessen, dass sich der Angegriffene als Mitarbeiter des russischen Generalkonsulats ausgegeben habe.

Angriffe im Strassenverkehr sind in Brasilien keine Seltenheit. Die Polizei rät Autofahrern, Scheiben geschlossen und Türen verriegelt zu lassen und sich im Angriffsfall nicht zur Wehr zu setzen. Der neuerliche Vorfall machte abermals die angespannte Sicherheitslage in der Stadt kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele deutlich. (kad)

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