Charlie Hebdo
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07.01.2015: Schiesserei bei Satiremagazin «Charlie Hebdo»

ANGRIFF AUF «CHARLIE HEBDO»

«Eher Kiffer als Islamist»: Wer ist Chérif Kouachi alias Abou Issen?

Nach dem tödlichen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» fahnden die Behörden mit Hochdruck nach den zwei Hauptverdächtigen. Bereits sind einige Informationen über die Brüder Chérif und Said Kouachi durchgesickert.

Said (34) und Chérif (32) Kouachi wurden im 10. Arrondiessement von Paris geboren, wo viele Einwanderer aus Nordafrika wohnen. Sie besitzen die französische Staatsbürgerschaft. Ihre Eltern waren aus Algerien eingewandert, verstarben aber früh. Gemäss «La Libération» wuchsen die beiden Waisen in einem Kinderheim in Rennes auf und zogen später zurück nach Paris.

Der jüngere Bruder ist den Behörden bestens bekannt. Chérif Kouachi arbeitete zu Beginn der Nullerjahre als Pizzakurier, als er in einer Pariser Moschee Farid Benyettou kennenlernte. Der Radikalislamist rekrutierte Chérif für sein Ddschihadisten-Netzwerk, das Al-Kaida-Kämpfer aus Europa in den Irak schleuste. 2005, kurz bevor er sich selbst via Syrien in die Region absetzen wollte, wurde er von der Polizei festgenommen. 2008 wurde er zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, die Hälfte auf Bewährung.

Sein damaliger Anwalt sagte, Chérif alias «Abou Issen» habe eher einem «Kiffer» als einem Islamisten geglichen, aber wie viele andere sei er geschockt gewesen von der US-Invasion im Irak und den Menschenrechtsverletzungen in Abu Ghraib. Nach seiner Freilassung arbeitete er laut «Le Monde» an der Fischtheke eines Supermarkts.

Bereits 2010 kam Chérif wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Er wurde der Komplizenschaft in einem versuchten Gefängnisausbruch verdächtigt. Dieser galt dem lebenslänglich inhaftierten Islamisten Smaïn Aït Ali Belkacem, der 1995 einen Terroranschlag auf den Pariser S-Bahnhof Musée d'Orsay verübt hatte, bei dem 30 Personen verletzt wurden. Auch sein älterer Bruder Said wurde im selben Zusammenhang befragt. Allerdings führten die Ermittlungen ins Leere.

Seither seien die beiden nicht mehr aufgefallen. Laut Informationen von «Le Point» sollen sie aber in Syrien gewesen sein und diesen Sommer nach Frankreich zurückgekehrt sein. (kri)

08.01.2015: So berichteten die Zeitungen über die Attacke auf «Charlie Hebdo»

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 08.01.2015 15:33
    Highlight Highlight Die Täter erwarten jetzt eine Gegenreaktion der europäischen Gesellschaften und der Politik. Wenn man aber hier und jetzt nicht aufpasst, fällt man wieder voll drauf rein. Dann haben die Mörder das erreicht was sie wollen. Man sollte sich da ein Beispiel an den Norwegern nehmen, die haben sich auch nach dem Massaker von Ütoya nicht ihre offene und liberale Gesellschaft vermiesen lassen.
  • Squalli 08.01.2015 13:13
    Highlight Highlight Egal was er ist oder war - solche Menschen gehören weg...!
  • dnsd 08.01.2015 12:42
    Highlight Highlight ...er habe eher einem «Kiffer» als einem Islamisten GEGLICHEN
    • stiberium 08.01.2015 14:37
      Highlight Highlight Die Aussage leuchtet mir auch nicht ganz ein.
    • Citation Needed 08.01.2015 18:12
      Highlight Highlight ..weil gläubige Muslime nicht trinken und nach fest umrissenen Regeln leben sollen. Islamisten nehmen diese Gebote "normalerweise" wörtlich: strikte Kleiderordnung, feste Betzeiten, gottgefälliges Leben und Koranlektüre statt Rausch und Vergnügen.. Also Kiffer passen da nicht so ins Profil des Gotteskämpfers. Sich die Sinne zum Spass benebeln? Wenn schon, dann erlaubt der IS nur Blutrausch und Allmachtsphantasien.. so hab ich das verstanden..

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