Erneut hat in China ein Bewaffneter mehrere Grundschüler erstochen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua starben vier Kinder, als der mit einem Messer bewaffnete Mann sie am Freitag auf ihrem Weg zur Schule in Pingshan im Süden des Landes angriff.
Pingshan, Region Guangxi google maps
Drei Kinder starben noch am Tatort, ein viertes erlag seinen Verletzungen im Spital, wie Xinhua unter Berufung auf die Behörden berichtete. Nähere Angaben zu den Opfern wurden nicht gemacht.
Die Polizei suchte mit einer Hundestaffel in einer bergigen Region nach dem Verdächtigen, bei dem es sich laut Xinhua um einen 56-jährigen Mann handelte. Mehr als 300 Helfer unterstützten die Beamten.
Das chinesische Staatsfernsehen beschrieb den Verdächtigen im Kurznachrichtendienst Sina Weibo als korpulent und berichtete, er habe die Kinder von seiner motorisierten Fahrrad-Rikscha aus attackiert.
Erst Anfang des Monats hatte ein Mann in einer chinesischen Grundschule drei Schüler und einen Lehrer erstochen und mehrere weitere verletzt, nachdem die Schule die Aufnahme seiner Tochter abgelehnt hatte. In China gab es in den vergangenen Jahren vermehrt Angriffe auf Kinder und Jugendliche.
Pingshan liegt in der Region Guangxi. Dort hatte im September 2012 ein Mann drei Kinder mit einer Axt attackiert und getötet; 13 weitere Kinder wurden bei dem Angriff verletzt. Der Täter wurde zum Tode verurteilt. Seine Berufungsklage wurde am Mittwoch abgelehnt und geht jetzt vor den Obersten Gerichtshof. (wst/sda/afp)