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epa03829295 Gondoliers attend a ceremony in memory of Joachim Reihnard Vogel,   in Venice's Grand Canal, 18 August 2013. The fifty-year-old German tourist was killed and his three-year-old daughter seriously injured  17th August when a gondola, carrying them on Venice's  Grand Canal, collided with a ferry near the historic city's famous Rialto bridge.  EPA/ANDREA MEROLA

Das Venedig, das wir kennen: Hoffnungslos überlaufen. Bild: EPA

Die andere Seite der Krise: Kristallklares Wasser in Venedig, Delfine in Cagliari



Der Norden Italiens ist in Europa am längsten vom Coronavirus betroffen. Insgesamt starben im ganzen Land bereits knapp 3000 Menschen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Nun ist aber auch eine Auswirkung davon zu sehen. In Venedig, das seit Jahren in Fluten von Touristen untergeht, ist das Wasser plötzlich kristallklar. Man sieht darin Fische, Wasservögel kehren in die Kanäle zurück.

Video: watson

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Kein dreckiges Abwasser mehr: Venedigs Kanäle sehen jetzt sauberer aus. Video: YouTube/Corriere della Sera

Wo sich jeden Tag zehntausende Touristen – an Spitzentagen sind es bis zu 130'000 – aufhalten, ist es nun so gut wie menschenleer. Die Boote der Gondolieri sind parkiert – und das ist auch der Grund dafür, weshalb das Wasser so klar ist. Da auf den Kanälen weniger Verkehr herrsche, blieben die Sedimente am Boden, hiess es aus dem Büro des Bürgermeisters. Aber: Die Wasserqualität sei nicht höher, bloss weil das Wasser klarer aussehe.

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Weitere Aufnahmen aus der «Geisterstadt». Video: YouTube/la Nuova di Venezia e Mestre

In den sozialen Medien kursieren auch Bilder von Schwänen, die nun nach Venedig zurückgekehrt seien. Das ist jedoch falsch, denn die Fotos stammen einerseits aus dem benachbarten Burano und andererseits berichten dessen Bewohner, dass sich dort schon seit Jahren Schwäne aufhielten.

Erstmals seit mehr als 60 Jahren sei in Venedig gar ein Delfin gesichtet worden, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Ein Video, das im Netz kursiert und das Tier angeblich zeigt, stammt aber nicht aus Venedig, sondern aus dem Hafen von Cagliari. Und das wiederum ist zwar hübsch anzusehen, aber mitnichten ein aussergewöhnliches Ereignis. Schliesslich liegt Cagliari auf der Mittelmeerinsel Sardinien, Delfine kommen immer mal wieder auf eine Stippvisite in den Hafen.

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Ganz nah ans Land wagen sich die Delfine in Cagliari. Video: YouTube/Liguria Nautica

Wie die Zeitung «L'Unione Sarda» berichtet, haben sich auf Sardinien mittlerweile Wildschweine in den menschenleeren Dörfern und Städten breit gemacht. Gezeigt werden Fotos von den Tieren, wie sie nachts durch die Strassen ziehen, und von verwüsteten Stadtparks.

Die Aussage, die Natur hole sich nun zurück, was der Mensch sich genommen habe, ist in Kommentaren häufig zu lesen.

Die Corona-Krise ist in Italien noch lange nicht ausgestanden. Heute Morgen hat Premier Giuseppe Conte angekündigt, die restriktiven Massnahmen zur Eingrenzung der Epidemie zu verlängern. Bislang gilt eine Ausgangssperre bis am 3. April. Conte drohte zudem all jenen schwere Strafen an, die sich nicht an die Auflagen halten.

«Wir verheimlichen den Bürgern nichts. Wer dies in anderen Ländern tut, wird es bitter bereuen. Wir handeln zugleich mit höchster Strenge. Wir haben nichts unterschätzt und wir handeln, als würde das schlimmste Szenario eintreten», sagte Conte dem «Corriere della Sera». Die Regierung arbeite an einem weiteren Wirtschaftspaket. Das Ziel sei es, das Strassen- und Bahnnetz mit mehreren Milliarden Euro zu modernisieren. Damit soll die Wirtschaft wieder in Gang gesetzt werden und Italien Infrastrukturen erhalten, auf die es «seit Jahrzehnten» warte. (ram)

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