Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schädling an Bord

Sie besitzen ein billiges Android-Smartphone aus China? Dann haben wir eine schlechte und eine schlechte Nachricht

Überraschend günstig und technisch hochwertig ausgestattet: Ein vom chinesischen Hersteller Star produzierter Galaxy-S4-Klon entpuppt sich als Albtraum für die Käufer.

Experten der deutschen Sicherheitsfirma G Data haben erstmals ein Smartphone entdeckt, das ab Werk mit einem umfassenden Spionageprogramm ausgeliefert wird. Die Malware ist als vorinstallierte App für den Google Play Store getarnt. 

Das Spionageprogramm arbeitet im Hintergrund und ist im normalen Gebrauch nicht zu entdecken. Unbemerkt sendet es persönliche Nutzerdaten an einen in China befindlichen Server und ist in der Lage, heimlich weitere Software verdeckt zu installieren.

G DATA entdeckt gefŠhrlichen ComputerschŠdling in Firmware von Android-GerŠt. Weiterer Text Ÿber OTS und www.presseportal.de/pm/65324 / Die Verwendung dieses Bildes ist fŸr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veršffentlichung bitte unter Quellenangabe:

Bild: zvg

Der chinesische Hersteller Star fertigt das betroffene Modell N9500, das vom Design her an das Galaxy S4 von Samsung erinnert. Eine Deinstallation der manipulierten App und des Spionageprogramms ist laut den Sicherheitsexperten nicht möglich, da diese in die Firmware des Geräts integriert sei. Das Android-Gerät ist bei grossen Online-Händlern zu Preisen zwischen 130 und 165 Euro erhältlich und wird europaweit vertrieben. Laut der Website chinahandy.de handelt es sich gar um den «absoluten Bestseller» unter den China-Smartphones.

Testkauf führte zu beunruhigenden Ergebnissen

Die deutschen Sicherheitsexperten haben nach Hinweisen durch Kunden das Gerät gekauft und analysiert. So wurde festgestellt, dass in der Firmware ein gefälschter Google-Dienst mit dem Trojaner «Android.Trojan.Uupay.D» versehen wurde. 

Ob das eigene Gerät betroffen ist, können Besitzer mit Hilfe einer Antivirus-Software feststellen, die den Schädling unter «Android.Trojan.Uupay.D» entdeckt. Betroffenen Käufern rät der Experte zur umgehenden Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Verkäufer.

Abhören und mehr

Für die Nutzer stelle das Smartphone eine grosse Gefahr dar, heisst es. Über das Spionageprogramm können Kriminelle heimlich Apps installieren, wodurch das gesamte Spektrum an Missbrauch möglich sei: Ortung, Abhören und Aufzeichnen, Einkäufe, Online-Banking-Betrug, und Versand von Premium-SMS.

Wohin die Daten übermittelt werden, sei nicht feststellbar. «Die abgegriffenen Daten werden an einen anonymen Server in China geschickt», heisst es. «Wer die Daten schlussendlich erhält und verwendet, lässt sich nicht nachvollziehen.»

Die Spionagefunktion könne nicht deaktiviert werden. Auch das Einspielen von Sicherheits-Updates werde blockiert. 

Lockvogelangebot

Das hochwertig ausgestattete Smartphone wird mit umfangreichem Zubehör, wie zweitem Akku, Auto-Ladeadapter und zweiter Schale, ausgeliefert. Vergleichbare Geräte von namhaften Herstellern kosten fast das Dreifache. 

Die deutschen Sicherheitsexperten vermuten, dass der überraschend tiefe Preis durch den späteren Verkauf von gestohlenen Datensätzen erreicht wird. «Besonders günstige Angebote im Internet, die verlockend klingen, sollten Käufer generell stutzig machen. Niemand hat etwas zu verschenken.» (dsc/sda)



Das könnte dich auch interessieren:

Früher war sie Homöopathin – heute kämpft Natalie Grams gegen den Mythos der Globuli

Link zum Artikel

Underfucked! Mein Abend beim Single-Dinner

Link zum Artikel

Die Geschichte dieses Bildes steht exemplarisch für den momentanen Gender-Knorz

Link zum Artikel

Ihre Produkte haben die Welt erobert – trotzdem wurden diese 5 Erfinder nicht reich

Link zum Artikel

Mueller ist nicht Superman – aber Trump jubelt zu früh

Link zum Artikel

Comedian Büssi teilt in der Organspenden-«Arena» gegen alle aus

Link zum Artikel

Sorry, liebe Vegetarier, Parmesan ist nun mal NICHT vegetarisch

Link zum Artikel

Im Netz kursieren Verschwörungstheorien über das 5G-Netz – 14 Fakten, die du kennen musst

Link zum Artikel

«Pickable» sagt Tinder den Kampf an – mit einem Trick, der vor allem Frauen gefällt

Link zum Artikel

So absurd (und zutreffend! 😱) stellte man sich 1972 die Zukunft vor

Link zum Artikel

Geld allein macht nicht glücklich – aber was dann, Herr Glücksforscher?

Link zum Artikel

Love-Scamming: Wie ich einer Russin (fast) auf den Leim gegangen bin

Link zum Artikel

Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – jetzt zieht sie Konsequenzen

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Diese 10 super-nützlichen Apps solltest du unbedingt kennen

Sun Locator ist eine nützliche App aus Schweizer Küche, die zeigt, wo die Sonne zu welcher Tages- und Jahreszeit steht – und mit welchem Schattenwurf zu rechnen ist.

«Die Idee der App ist, dass man mit der Kamera-Ansicht am Ort des Interesses steht (z.B. auf dem Balkon einer Wohnung, die man mieten/kaufen möchte) und dann direkt kontrolliert, wann die Sonne durch Nachbarhäuser, Berge, Bäume etc. verdeckt wird», sagt der App-Entwickler.

Sun Locator Pro richtet sich jedoch primär an …

Artikel lesen
Link zum Artikel