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Linux statt Windows – so nutzen Schweizer Firmen Open-Source-Software



Die Nutzung von frei zugänglicher Software hat in der Schweizer Wirtschaft weiter zugenommen. So verwenden heute fast 80 Prozent der Firmen und Behörden Open Source-Programmiersprachen wie Java oder PHP, wie eine Studie der Universität Bern zeigt. Vor drei Jahren belief sich der Anteil auf weniger als 70 Prozent.

Über alle Open Source Software-Kategorien hinweg hat die Nutzung gegenüber 2015 um durchschnittlich 7.2 Prozentpunkte zugenommen, wie die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit der Universität Bern am Mittwoch mitteilte. Damit hat sich laut Mitteilung das Wachstum beschleunigt. Von 2012 auf 2015 erhöhte sich die Nutzung um 3.7 Prozent.

Was ist Open Source?

Open-Source-Software oder kurz OSS sind Computer-Programme, deren Quellcode frei zugänglich ist. Das erlaubt die kostenlose Verwendung und Weiterentwicklung dieser Software. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sind zum Beispiel das Betriebssystem Linux oder der Internetbrowser Firefox.

Bild

screenshot: oss-studie.ch

Neben der Softwareentwicklung setzten Unternehmen und Behörden insbesondere bei Web Servern, Server-Betriebssystemen, Datenbanken und Sicherheitsanwendungen stark auf OSS.

Vergleichsweise gering dagegen ist der Einsatz dieser nicht durch kommerzielle Unternehmen entwickelten Programme im Bereich CAD, Buchhaltung und im E-Commerce.

Die Vorteile?

Für die befragten 243 Unternehmen und Behörden ist der Wissensaustausch mit den entsprechenden Software-Entwicklungsgemeinschaften der Hauptgrund für den Einsatz von OSS.

Daneben sind laut den Studienautoren aber auch die Unterstützung von offenen Standards und die grosse Verbreitung von Open-Source-Lösungen weitere wichtige Gründe.

Wo gibts Probleme?

Behindert wird gemäss der Umfrage der Einsatz von Open Source allerdings durch Sicherheitslücken sowie fehlende Funktionen und Schnittstellen. Und auch die unsichere Zukunft von Open Source Software wird als Hinderungsgrund genannt.

Die Studie basiert auf einer Umfrage bei 42 öffentlichen Verwaltungen und 201 Unternehmen vor allem aus der ICT-Branche. Die aktuelle Ausgabe ist nach 2012 und 2015 die dritte Open Source Studie der Universität Bern.

Quellen:

(dsc/awp/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Randen 21.06.2018 09:28
    Highlight Highlight Ja ja man kann den Code einfach nehmen und selber weiter entwickeln 🤪. Das stimmt! In no time hat man dann seine eigene proprietäre Software gebastelt. In ca 98% aller Fälle wird der Code niemals angenommen (Oft macht es auch nicht Sinn weil es etwas Spezielles ist). Man hat dann einen Fork der irgendwann kaum noch als Fork bezeichnet werden kann. Ach ja Entwickler braucht man natürlich auch noch... und ich will Geld verdienen 😋 also für mich passt das schon.
  • Troll Watson 20.06.2018 22:53
    Highlight Highlight <stallman>
    It's called GNU/Linux!
    </stallman>

    Wir sollten uns schon lange von proprietären Systemen verabschieden. Problematisch wird es bei der Verwaltung von Gemeinde/Staat, welche Betriebssysteme verwenden, bei welcher offensichtlich der Geheimdienst eines anderen Landes ganz tief ihre Finger drin haben. Ganz zu schweigen von der Abhängigkeit in welcher wir uns befinden.

    Der Umstieg wäre ganz einfach.
    Linux-Distro der Wahl installieren, einen Windows-Skin nachinstallieren, 90% der Leute werden keinen Verdacht schöpfen.
  • You will not be able to use your remote control. 20.06.2018 19:53
    Highlight Highlight > kostenlose Verwendung

    Der Preis ist kein Kriterium! Es gibt auch kostenpflichtige Freie Software.

    Freie Software darf man ohne Einschränkungen benutzen, untersuchen, verändern und weitergeben.

    Proprietäre Software dürfen ausgewählte Leute, eine bestimmte Zeit, für einen bestimmten Zweck benutzen.

    > Sicherheitslücken sowie fehlende Funktionen und Schnittstellen. Und auch die unsichere Zukunft

    Das sind alles Probleme, die bei jeder Software auftreten. Bei proprietärer Software kann man jedoch nichts dagegen tun, ausser hoffen und warten.

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