Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07330716 (FILE) - A young man looks at Apple's iPhone 8 Plus at the Apple Store of Omotesando shopping district in Tokyo, Japan, 22 September 2017 (reissued 30 January 2019). Apple's fiscal first-quarter results showed its iPhone revenue drop by 15 percent.  EPA/FRANCK ROBICHON

Manche iPhone-Apps erstellen heimlich Screenshots – und erfassen dabei mitunter sensible Nutzerdaten. Bild: EPA/EPA

Diese iPhone-Apps zeichnen heimlich den Bildschirm der User auf

Ein IT-Experte berichtet von mehreren populären Apps fürs iPhone, die das Nutzerverhalten aufzeichnen. Das perfide an der Sache: Nutzer können die Spionage nicht erkennen und werden über das Tracking auch nicht informiert.



iPhone-Apps bekannter Firmen sammeln Nutzerdaten und erstellen heimlich Screenshots – ohne Wissen der Smartphone-User. Das berichtet das Newsportal Tech Crunch. Die Seite hat für ihre Tracking-Analyse von einem Experten das Verhalten verschiedener iPhone-Apps auswerten lassen.

Der Experte berichtet, dass die Apps ein umfassendes Tracking-Programm der Firma Glassbox nutzen. Mit dessen Hilfe können Konzerne das Bildschirmverhalten von Nutzern aufzeichnen, sprich alle Eingaben (wischen, tippen) protokollieren und heimlich Screenshots erstellen.

«Stell dir vor, deine Website oder App könnte im Detail und in Echtzeit sehen, was deine Kunden tun.»

Glassbox

Die Firmen sehen so, welche Interaktionen Nutzer auf dem Touchscreen oder der Tastatur getätigt haben. «Die so erfassten Daten werden entweder an den Analyse-Dienst oder den App-Anbieter übermittelt – ohne dass der Nutzer darauf hingewiesen wird oder dies verhindern kann», schreibt das deutsche Tech-Porteil heise.de. Dadurch sollen Entwickler die Apps optimieren können.

Glassbox wirbt für seine Analyse-Software

Bild

Betroffen seien Apps von Hotels, Reiseunternehmen, Fluggesellschaften, Mobilfunkanbietern und Banken. So stecke die Tracking-Software etwa in den Apps folgender Firmen:

Effektiv dürften zahlreiche weitere Apps für iOS und Android die Trackinglösung von Glassbox (oder vergleichbare Analyse-Tools) nutzen. Glassbox rechtfertigt das Tracking unter anderem damit, dass die Bildschirmaufzeichnungen nur die jeweilige App betreffen. Es ist den App-Entwicklern also nicht möglich ihren Usern ausserhalb der eigenen App nachzuspionieren. Ein Grund zur Entwarnung ist dies indes nicht.

Mitarbeiter können persönliche Daten einsehen

Um sensible Nutzerdaten zu schützen, ist es beim Tracking möglich, bestimmte Bereiche bei der Erfassung des Bildschirms automatisch zu schwärzen – nur wird dies offenbar oft nicht richtig umgesetzt. Laut «Tech Crunch» soll beispielsweise die App von Air Canada die Eingabe von Nutzer nicht maskieren. Das heisst, dass Mitarbeiter mit Zugang auf die gesammelten Daten Kreditkarteninformationen oder Passwörter auslesen können.

Die Tracking-Software zeichnet heimlich auf, was der Nutzer innerhalb der App macht

Bild

Screenshots der Air-Canada-App zeigen Passwörter und Kreditkarteninformationen. Der IT-Experte hat hierzu auch ein Demo-Video veröffentlicht. bild:  theappanalyst

Zudem soll Glassbox laut «Tech Crunch» die Nutzer weder darüber informieren, dass sie das User-Verhalten aufzeichnen, noch darüber, dass die Daten an die Cloud von Glassbox geschickt werden. Auch konnte «Tech Crunch» in den genannten Apps keinen Eintrag in der Datenschutzerklärung finden, der auf das App-Verhalten hinweist.

Apple reagiert

Der iPhone-Konzern hat inzwischen auf die Enthüllungen von Tech Crunch reagiert und werde «wenn nötig, sofort handeln», wird ein Firmensprecher zitiert. Apple will das Tracking nicht verbieten, schreibt aber in einer E-Mail an die fehlbaren App-Entwickler: «Apps müssen eine ausdrückliche Zustimmung des Benutzers einholen und eine klare visuelle Anzeige liefern, wenn sie Aufzeichnungen der Benutzeraktivitäten machen». Wer sich nicht daran hält, muss damit rechnen, aus dem App Store zu fliegen.

Warum Apple der heimlichen Überwachung durch iOS-Apps nicht früher Einhalt geboten hat, bleibt unklar.

Eingebettete Analyse-Tools sorgen immer wieder für Aufregung: Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise bekannt, «dass das Sammeln und Weiterverkaufen von Daten zum iPhone-Aufenthaltsort und das Erstellen von Standortprofilen längst zu einem grossen Geschäft geworden ist», schreibt heise.de.

Unlängst sorgte ein andere Untersuchung für Schlagzeilen, die enthüllte, dass populäre iPhone- und Android-Apps Nutzerdaten an Facebook übermitteln.

Verwendete Quellen:

(oli/avr/t-online.de)

Diese 15 super-nützlichen Apps solltest du unbedingt kennen

So will die chinesische Regierung ihre Bürger ausspionieren

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

9
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

102
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

78
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

111
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

145
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

123
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

94
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

9
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

102
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

78
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

111
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

145
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

123
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

94
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

14
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • EinePrieseR 09.02.2019 21:14
    Highlight Highlight Hatte einer dieser Apps auf dem iPhone (Hotels.com). App ist nun gelöscht und Hotels.com wird vorerst nicht mehr genutzt..
  • Zuckerpapi 09.02.2019 10:36
    Highlight Highlight Ich Hoffe die Voyeure haben ein Dickes Fell.. Bei meinem Verlauf...
  • bcZcity 08.02.2019 15:27
    Highlight Highlight Kommt auch davon wenn man für jeden Quatsch die/eine App runterlädt, anstatt dass man auf die oft gut funktionierenden Webseiten zugreift die responsive sind.
  • rychro 08.02.2019 15:24
    Highlight Highlight Ich hatte nur eins von dieser Liste, zack gelöscht.
  • coheed 08.02.2019 10:19
    Highlight Highlight Es gibt Neuigkeiten zum Thema:
    https://www.theverge.com/2019/2/7/18216143/apple-iphone-ios-session-replay-screen-recording-crackdown

    Es sieht so aus als ob Apple auch hier keine Ausnahme macht.
  • coheed 08.02.2019 10:15
    Highlight Highlight Das sollte doch gegen die Regeln von Apple verstossen. Ich hoffe Apple greift auch hier hart durch. Zum Glück habe ich keine dieser Apps installiert, aber betroffen Leute sollte einfach diese Apps löschen, dann werden wir sehen wie lange die Firmen ihren Kunden nachspionieren.

    "Nur in den Apps" ist ja absolut keine Entwarnung. In den Apps gibt man sehr viele private Daten ein.
  • Madison Pierce 08.02.2019 10:15
    Highlight Highlight Solche Aufzeichnungen sind auf Websites seit Jahren Standard. Man sieht so, wo die Benutzer hängen bleiben, ob sie mehrmals ein Menü aus- und wieder einklappen auf der Suche nach einem Link etc.

    Nur logisch, dass das auch in Apps gemacht wird.

    Idiotisch ist aber die Übermittlung von Screenshots, insbesondere von der Kreditkarteneingabe... m(
    • coheed 08.02.2019 10:31
      Highlight Highlight Ja klar, aber im Web werden sicherlich keine Screenshots übermittelt. Und seit dem EU-Abkommen müssen die Benutzer nun informiert werden, sofern Daten gesammelt werden. Hier wird der Nutzer nicht informiert und es werden Screenshots von sensiblen Daten an dritte verschickt ohne den Nutzer zu informieren. Das ist ein neues Level an Dreistigkeit und sollte bestraft werden.
    • Madison Pierce 08.02.2019 10:49
      Highlight Highlight @coheed: Im Web muss man keine Screenshots übermitteln: die Mausbewegungen und Tastatureingaben reichen, um danach ein "Video" der Session zu erstellen.

      Auch im Web muss man die Übermittlung von Text verhindern bzw. die sensitiven Textfelder maskieren. Ein Beispiel aus der Doku eines solchen Anbieters: https://help.hotjar.com/hc/en-us/articles/115012439167-Masking-Text-in-Recordings

      Aber ja, seit der DSGVO müssen die Benutzer informiert werden. Ob sie die Information lesen oder wie alle Cookie-Warnungen wegklicken, ist eine andere Frage...
    • Supermonkey 08.02.2019 12:16
      Highlight Highlight Mit der Kreditkartennummer alleine kann heute ja nicht mehr viel gemacht werden... Sensible Daten wie Passwörter werden ja mit Punkten oder ******* abgedeckt.
      Etwa dasselbe wie jemand im Büro oder Paradebeispiel im Zug hinter einem sitzt. Von dem her ist es jetzt nicht soo gefährlich. Ich bin selber Anwender von hotjar, und es hilft ungemein eine Website und das E-Commerce zu optimieren. Jedoch sind alle Benutzerdaten anonym, ich sehe also nicht, wer was gemacht hat, nichteinmal eine IP-Adresse. Als Webhost kann ich aber trotzdem ungefähr sehen wer (Name+IP) was auf meinem Server macht 😊
  • DonSaiya 08.02.2019 10:13
    Highlight Highlight Langsam aber sicher wäre es gar nicht mal so schlecht sein altes Nokia aus der Schublade zu holen.
    • Randalf 08.02.2019 12:18
      Highlight Highlight Ich habe mein altes Nokia nur in die Schublade getan um ein neues zu kaufen. Das letzte mal vor 5 Jahren.😉
    • Jungleböy 08.02.2019 12:23
      Highlight Highlight Dachte ich auch gerade. Das geht zz weit. Ich hol mir definitiv ein altes handy.
    • Der Tom 08.02.2019 14:58
      Highlight Highlight Ja das sollte fachgerecht entsorgt werden.

Er riskierte sein Leben, um die Welt zu warnen – jetzt meldet sich Edward Snowden zurück

Schon in jungen Jahren spionierte er für die CIA in Genf. Nun will uns der Whistleblower mit einem neuen Buch zeigen, auf was es wirklich ankommt.

Edward Snowden war 30, als er alles, was ihm lieb war, hinter sich liess, um die Welt vor Big Brother und Massenüberwachung zu warnen. Jetzt meldet sich der NSA-Whistleblower, der seit 2013 in Russland im Exil leben muss, wieder zu Wort. Und seine jüngste Warnung klingt nicht weniger eindrücklich, im Gegenteil: Unsere offenen Gesellschaften und demokratischen Länder seien gefährdeter denn je.

Wir geben nachfolgend die wichtigsten Aussagen aus einem Interview wieder, das der schottische …

Artikel lesen
Link zum Artikel