Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Konsumenten müssen sich noch etwas gedulden, bis Geräte mit dem neuen Standard erhältlich sein werden ... bild: shutterstock

Kommt endlich ein einheitlicher Smart-Home-Standard? Diese Mitteilung weckt Hoffnung

Amazon, Apple, Google und die Zigbee Alliance wollen gemeinsam ein neues Verbindungsprotokoll lancieren. Aussen vor: die Firmen, die auf Z-Wave setzen?



Die rivalisierenden Tech-Giganten Amazon, Apple und Google haben angekündigt, dass sie sich zusammentun, um mit einem neuen offenen Standard die Verbindung verschiedener Geräte im vernetzten Zuhause zu vereinfachen.

Das Projekt «Connected Home over IP», kurz CHIP, soll die Entwicklung für Gerätehersteller vereinfachen und die Kompatibilität für Konsumenten erhöhen.

Unternehmen aus dem Vorstand der Zigbee Alliance wie IKEA, Legrand, NXP Semiconductors, Resideo, Samsung SmartThings, Schneider Electric, Signify (ehemals Philips Lighting), Silicon Labs, Somfy und Wulian sind ebenfalls Teil der Arbeitsgruppe und werden zum Projekt beitragen.

Was bringt das?

Bislang funktionieren vernetzte Lampen, Thermostate, Sicherheitskameras oder Türschlösser zum Teil nur in Systemwelten einzelner Anbieter, sind aber oft untereinander nicht kompatibel.

Der neue Standard solle auf dem Internetprotokoll basieren und ohne Lizenzgebühren für alle verfügbar sein, teilten die beteiligten Unternehmen am Mittwoch mit.

Bild

Die beteiligten Unternehmen und Organisationen. screenshot: connectedhomeip.com

Wann ist es so weit?

Bis die Konsumenten von dem neuen Smart-Home-Standard profitieren können, wird allerdings noch einige Zeit vergehen: Die Arbeitsgruppe der Unternehmen will bis Ende 2020 zunächst die Spezifikationen festlegen und eine erste Referenz-Umsetzung präsentieren. Zum Einsatz kommen sollen sowohl WLAN als auch Bluetooth.

Die Arbeitsgruppe will einen Open-Source-Ansatz für die Entwicklung und Implementierung eines neuen, einheitlichen Verbindungsprotokolls verfolgen. Das Projekt greife auf markterprobte Smart Home-Technologien von Amazon, Apple, Google, der Zigbee Alliance und anderen zurück.

Was ist mit den bisherigen Geräten?

Die Idee sei, einen ergänzenden Standard zu heutigen Technologien zu schaffen, heisst es in einer Medienmitteilung. Amazon, Apple und Google verpflichteten sich zugleich, bisherige Geräte weiterhin zu unterstützen.

Die Smart-Home-Plattformen grosser Player wie Apples Homekit oder Amazons Sprachassistentin Alexa hatten sich bereits zu einer wichtigen Schnittstelle entwickelt, über die Konsumenten Technik verschiedener Anbieter einbinden und bedienen können. Sie sollen im neuen Projekt genauso unterstützt werden wie Googles Protokoll Weave sowie der bereits oft verwendete «Dotdot»-Standard der Zigbee-Allianz.

Was ist mit Z-Wave?

Z-Wave vs. Zigbee: Die zwei Begriffe dürften vor allem Nerds kennen, die sich mit Smart-Home-Lösungen beschäftigen. Es handelt sich um die am meisten verbreiteten technischen Standards, was die drahtlose Kommunikation und Datenübertragung zwischen Smart-Home-Geräten betrifft.

Vielen Leuten dürften nicht bewusst sein, dass ihre Smart-Glühbirnen zuhause sowie andere Beleuchtungskörpern der Marke Philips Hue mit Zigbee funken. Dahinter steckt das Unternehmen Signify, das früher Philips Lighting hiess. Und dieser weltweite Marktführer bei den Smart-Home-Lampen kooperiert nun mit Amazon, Apple und Google.

Zu den bekannteren Namen, die hingegen in der neuen Arbeitsgruppe durch Abwesenheit glänzen, gehört der deutsche Smart-Home-Hersteller Devolo. Dessen Funksteckdosen und anderen Geräte kommunizieren mit dem proprietären Funkstandard «Z-Wave», der dem US-Unternehmen Silicon Labs gehört. Zur Z-Wave Allianz gehören gemäss eigenen Angaben 700 Unternehmen mit rund 3000 Produkten.

Stellt sich auch die Frage, wo Microsoft steht. Der Windows-Konzern wird weder bei der Zigbee- noch bei der Z-Wave-Branchenvereinigung als Mitglied aufgeführt.

Update 19. Dezember 2019: Silicon Labs hat angekündigt, den proprietären Z-Wave-Standard 2020 für Dritthersteller und Entwickler zu öffnen. Das US-Unternehmen ist bislang der alleinige Hersteller von Z-Wave-Chips. Diese Monopolstellung liess viele Hersteller von Smart-Home-Geräten auf den Zigbee-Standard setzen. Das könnte sich nun ändern.

The Verge schreibt, Silicon Labs habe wohl erkannt, dass mit der Ankündigung von Apple, Google, Amazon und Zigbee der eigene Z-Wave-Standard auf der Strecke bleiben könnte. Die neue Gruppe (CHIP) entwickle zwar keinen konkurrierenden Funkstandard, der Z-Wave ersetzen würde, aber sie werde versuchen, ein System zu etablieren, mit dem sich alle Smart-Home-Geräte miteinander verbinden können.

Mehr Infos

(dsc/sda/awp/dpa)

21 Menschen, die Probleme mit simpler Brillanz beheben

Der Chef kämpft gegen die Smartphone-Plage

Play Icon

Mehr zum Smart Home

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

Link zum Artikel

Xiaomi vs. Electrolux – zwei der besten Roboter-Staubsauger im Duell

Link zum Artikel

Die wichtigste Frage bei jedem Roboter-Staubsauger: Überfährt er Kacke? 😳

Link zum Artikel

Fachleute testen vier Saugroboter – ein beliebtes Modell ist unsicher 😳

Link zum Artikel

25 geniale Erfindungen, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

Link zum Artikel

Kevin ist noch einmal «Allein zu Haus» – aber diesmal mit Hightech 😜

Link zum Artikel

Ich habe mein Zuhause mit einer Videokamera überwacht – ein Erfahrungsbericht

Link zum Artikel

Was man mit privaten Sicherheitskameras darf – und warum die Cloud riskant ist

Link zum Artikel

Was du über Smart Speaker wissen musst, aber nicht zu fragen traust

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Mehr zum Smart Home

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

44
Link zum Artikel

Xiaomi vs. Electrolux – zwei der besten Roboter-Staubsauger im Duell

28
Link zum Artikel

Die wichtigste Frage bei jedem Roboter-Staubsauger: Überfährt er Kacke? 😳

8
Link zum Artikel

Fachleute testen vier Saugroboter – ein beliebtes Modell ist unsicher 😳

7
Link zum Artikel

25 geniale Erfindungen, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

35
Link zum Artikel

Kevin ist noch einmal «Allein zu Haus» – aber diesmal mit Hightech 😜

7
Link zum Artikel

Ich habe mein Zuhause mit einer Videokamera überwacht – ein Erfahrungsbericht

37
Link zum Artikel

Was man mit privaten Sicherheitskameras darf – und warum die Cloud riskant ist

21
Link zum Artikel

Was du über Smart Speaker wissen musst, aber nicht zu fragen traust

31
Link zum Artikel

Mehr zum Smart Home

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

44
Link zum Artikel

Xiaomi vs. Electrolux – zwei der besten Roboter-Staubsauger im Duell

28
Link zum Artikel

Die wichtigste Frage bei jedem Roboter-Staubsauger: Überfährt er Kacke? 😳

8
Link zum Artikel

Fachleute testen vier Saugroboter – ein beliebtes Modell ist unsicher 😳

7
Link zum Artikel

25 geniale Erfindungen, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

35
Link zum Artikel

Kevin ist noch einmal «Allein zu Haus» – aber diesmal mit Hightech 😜

7
Link zum Artikel

Ich habe mein Zuhause mit einer Videokamera überwacht – ein Erfahrungsbericht

37
Link zum Artikel

Was man mit privaten Sicherheitskameras darf – und warum die Cloud riskant ist

21
Link zum Artikel

Was du über Smart Speaker wissen musst, aber nicht zu fragen traust

31
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • joevanbeeck 19.12.2019 15:06
    Highlight Highlight Finde ich gut, das macht das Leben für Geheimdienste und Hacker etwas einfacher.
  • ChillDaHood 19.12.2019 13:16
    Highlight Highlight Sehr schön... Und dass ich es noch erleben darf, dass Google und Apple sich auf einen Standard einigen wollen. Gibts ja gar nicht.
  • RichiZueri 19.12.2019 12:35
    Highlight Highlight Erinnert mich ein wenig an Blu-Ray und HD DVD. Bin froh hat sich nun Zigbee durchgesetzt. Ein Standard erleichtert dem Enduser das Leben doch deutlich.
  • Fandall 19.12.2019 09:39
    Highlight Highlight Ich würde mich hüten auf einen Standard zu setzen der von Google und Amazon forciert wird, da kann man gleich die NSA ins Haus einladen, schliesslich geht das Hacken einfacher wenn man sich nur mit einem Standard befassen muss.
  • luegeLose 18.12.2019 23:26
    Highlight Highlight Meine Fünf Rappen dazu, es braucht es nicht. Wenn ich Türe schliessen will, lieber mechanischen Schlüssel. Im Zeitalter wo man sich vor Hackern schützen muss, brauche ich nicht noch ne Firewall für meine Storen Kühlschrank Überwachungskamera. Besser den Elektroschrott minim halten. Dann kann weniger kaputt gehen, weniger Wartung
    • Supermonkey 19.12.2019 00:31
      Highlight Highlight Ok, Boomer.
    • Satanarchist 19.12.2019 08:40
      Highlight Highlight Bin kein Boomer, aber gleicher Meinung wie luegeLose.
    • joevanbeeck 19.12.2019 15:19
      Highlight Highlight Die Boomer geniessen das Leben und die Mimimilleniums sitzen zu Hause und versuchen ihr halbes Leben lang ihr vernetztes Heim zum Laufen zu bringen. Ist etwa so wie Lynyrd Skynyrd gegen Schlagermusik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bits_and_More 18.12.2019 21:18
    Highlight Highlight Und warum noch ein neuer Standard und nicht auf etwas schon vorhandenes wie MQTT setzten?
    • maylander 18.12.2019 21:40
      Highlight Highlight Mqtt setz auf TCP/IP der neue Standart beinhaltet die Layer bis zu IP.
      Hier geht es um Funkstandards und Meshnetzwerke.
      Mqtt könnte aber auch übertragen werden.
  • Locutus70 18.12.2019 20:51
    Highlight Highlight Noch mehr Umsatz für die Großkonzerne, noch mehr Verdummung der Bürger :xD

«DeafVoice» – alles Wissenswerte zur Schweizer Notruf-App, bei der man nicht sprechen muss

Die neue «Deafvoice»-App ist für Gehörlose gedacht, kann aber auch in gefährlichen Situationen für Hörende praktisch sein.

Tausende Gehörlose in der Deutschschweiz können mit der neuen Notruf-App «DeafVoice» rund um die Uhr selbständig eine direkte Verbindung zur örtlichen Polizei, Feuerwehr und anderen Notfalldiensten herstellen.

«Gehörlose waren bisher für Notrufe immer auf Hilfe von Dritten angewiesen und konnten nicht selber direkt eine Blaulichtorganisation in einem Notfall informieren und alarmieren», schreibt die Gehörlosenzentrale in Rickenbach SZ in einer aktuellen Medienmitteilung. Mit «DeafVoice» …

Artikel lesen
Link zum Artikel