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2019 haben Apple und seine beteiligten Zulieferer saubere Energie erzeugt, die angeblich in etwa dem Strombedarf von über 600'000 Haushalten in den USA entspricht.
2019 haben Apple und seine beteiligten Zulieferer saubere Energie erzeugt, die angeblich in etwa dem Strombedarf von über 600'000 Haushalten in den USA entspricht.
grafik: appe

Grüne iPhones? So ist Apple der Konkurrenz beim Klimaschutz voraus

Der US-Konzern macht angeblich grosse Fortschritte beim Plan, auch seine Zuliefererkette auf saubere «erneuerbare» Energie umzustellen.
12.04.2019, 07:45

Die Zahl der weltweiten Zulieferer, die sich verpflichtet haben, ihre Arbeit für Apple komplett mit sauberer Energie zu betreiben, ist auf 44 gestiegen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Vor einem halben Jahr waren es noch 29 Unternehmen gewesen.

Was ist mit Foxconn?

Zu den Neuzugängen in der 100% grünen Lieferantenliste gehören Foxconn, Wistron und Pegatron – alle iPhone-Monteure. Apples Display-Glaspartner Corning («Gorilla Glas») ist nun an Bord. TSMC wird auch genannt, das die von Apple entwickelten ARM-Chips in iPhones und iPads herstellt.

Was bringt das?

Damit hätten Zulieferer nun die Produktion von über 5.3 Gigawatt erneuerbarer Energie zugesichert, sagte die für Umweltschutz zuständige Apple-Managerin Lisa Jackson.

Im Oktober 2018 lagen die Zusagen noch bei 3.7 Gigawatt. Das Zwischenziel, zum Jahr 2020 auf 4 Gigawatt sauberer Energie bei Zulieferern zu kommen, werde erreicht – derzeit sei etwa die Hälfte dieser Kapazität in Betrieb.

Was ist mit der Konkurrenz?

Da sieht es eher duster aus. Oder es liegen keine Informationen vor. Fakt ist: Die Zulieferer in Asien, die für alle grossen Hersteller produzieren, stellen nicht automatisch ihre ganze Produktion auf erneuerbare Energie um.

Immerhin hat der grosse Rivale Samsung seine Anstrengungen in Sachen Klimaschutz verstärkt, nachdem der koreanische Konzern lange als Umweltsünder am Pranger stand.

Bei der von Greenpeace veröffentlichten Umweltschutz-Beurteilung der Tech-Hersteller landeten die Chinesen ganz zuhinterst. So erhielt etwa der neue Swisscom-Partner Oppo beim 2017er-Ranking mit die schlechteste Note (F).

bild: watson / greenpeace

Ganz anders Apple, das laut Greenpeace-Ranking hinter dem Nischen-Produkt Fairphone auf dem besten Platz landete. Ein neuerer Bericht als 2017 liegt allerdings nicht vor.

Lohnt sich die Produktion mit sauberer Energie?

Im vergangenen Jahr hatte Apple bekanntgegeben, dass alle eigenen Standorte des Konzerns wie Stores, Büros und Rechenzentren mit erneuerbaren Energien betrieben werden – beziehungsweise ihr Verbrauch durch die Erzeugung entsprechender Mengen grüner Energie ausgeglichen wird. Apple ziehe es aber generell vor, soweit möglich tatsächlich sauber produzierte Energie einzusetzen, betonte Jackson.

Eines der 28 Umweltprojekte, die durch Apple-Wertpapiere finanziert wurden, sei die Entwicklung einer neuen Aluminiumlegierung aus 100 Prozent recycelten Materialien.
Eines der 28 Umweltprojekte, die durch Apple-Wertpapiere finanziert wurden, sei die Entwicklung einer neuen Aluminiumlegierung aus 100 Prozent recycelten Materialien.
bild: apple

Mit den neuen Zusagen von Zulieferern laufe nun unter anderem die gesamte Endfertigung, in der die Geräte montiert werden, mit erneuerbarer Energie, sagte Jackson, eine frühere Chefin der US-Umweltbehörde EPA.

«Wir haben auch Beispiele von Zulieferern, die zunächst bei ihrer Produktion für Apple auf saubere Energie umstiegen – und als sie dann erkannten, dass das profitabel bewerkstelligt werden kann, ihren kompletten Betrieb umstellten.»

Was tut Apple sonst noch in Sachen Umweltschutz?

Apple hatte auch sogenannte Green Bonds ausgegeben – Anleihen für die Finanzierung von Umweltprojekten. Das Emissionsvolumen von 2.5 Milliarden Dollar sei nun komplett investiert und sei in 40 Initiativen geflossen, sagte Jackson.

Damit finanzierte Apple zum Teil die Deckung des eigenen Strombedarfs mit Ökostrom. Das Geld trug aber auch zur Entwicklung der Technologie bei, mit der die Gehäuse einiger neuer Modelle von Mac-Computern komplett aus Recycling-Aluminium hergestellt werden.

(dsc/sda/awp/dpa)

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