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Apple sagt, man habe die Lücken bei iPhone und Mac gestopft

An Apple iPhone 3GS and an Apple Macbook Pro are shown at the Apple retail store in San Francisco, California July 21, 2009. Apple Inc posted a quarterly profit that blew past Wall Street forecasts th ...
Geheimdienste zahlen kriminellen Hackern immer höhere Preise für noch unbekannte Sicherheitslücken.Bild: © Robert Galbraith / Reuters/REUTERS

Apple sagt, man habe die Sicherheitslücken bei iPhone und Mac gestopft, aber ...

24.03.2017, 15:0524.03.2017, 15:05

Die von Wikileaks enthüllten mutmasslichen CIA-Werkzeuge zum Hacken von Apple-Geräten sind nach Angaben des Konzerns seit Jahren veraltet. Einer vorläufigen Analyse zufolge betraf die Schwachstelle nur das iPhone 3G und wurde bei Erscheinen des iPhone 3GS im Jahr 2009 geschlossen, wie Apple am Freitag erklärte. Und die von Wikileaks publizierten Sicherheitslücken bei Mac-Computern seien in allen Geräten ab dem Jahr 2013 gestopft.

Grund zur Entwarnung ist dies nicht: Es ist sehr wahrscheinlich, dass diverse Geheimdienste längst andere Sicherheitslücken in Betriebssystemen, Apps und Hardware von Apple, Google und Microsoft ausnutzen. Der Schweizer IT-Sicherheitsexperte Marc Ruef hat unlängst gegenüber watson bestätigt, dass aktuell vor allem Nachrichtendienste die Preise für noch nicht allgemein bekannte und daher auch noch nicht gestopfte Sicherheitslücken (Zero-Day-Exploits) bei iOS, Windows, Android und macOS in die Höhe treiben. 

Die Software von Apple, Google, Microsoft und Co. ist löchrig wie ein Emmentaler. Geheimdienste und Kriminelle zahlen insbesondere bei iOS und Windows immer höhere Summen für noch unbekannte Schwachst ...
Die Software von Apple, Google, Microsoft und Co. ist löchrig wie ein Emmentaler. Geheimdienste und Kriminelle zahlen insbesondere bei iOS und Windows immer höhere Summen für noch unbekannte Schwachstellen.bild: scip ag

Angriff über manipulierte Adapter

Die von Wikileaks diese Woche veröffentlichten Dokumente beschreiben, wie bei physischem Zugang auf den Geräten für den Nutzer nicht erkennbare Überwachungssoftware installiert werden kann, unter anderem mit Hilfe präparierter Adapter.

Die Methoden waren grundsätzlich schon seit den Enthüllungen von Edward Snowden über die Überwachung durch den US-Abhördienst NSA bekannt. Laut Wikileaks war die iPhone-Software der CIA für fabrikneue Telefone konzipiert, um sie zu infizieren, noch bevor sie die Kunden erreichen.

Apple stellte am Freitag auch erstmals die Position gegenüber Wikileaks klar. Der Gründer der Enthüllungsplattform, Julian Assange, hatte angeboten, betroffenen Unternehmen detaillierte technische Informationen aus den CIA-Dokumenten zur Verfügung zu stellen, damit sie Schwachstellen in ihren Programmen und Diensten stopfen können. Laut Medienberichten stellte Wikileaks aber zugleich einige Bedingungen, unter anderem zum Zeitplan.

Apple will nicht mit Wikileaks verhandeln

«Wir haben mit Wikileaks nicht über Informationen verhandelt», erklärte Apple. Die Enthüllungsplattform sei angewiesen worden, den offiziellen Kanal für sicherheitsrelevante Hinweise zu den üblichen Konditionen zu nutzen. «Bisher haben wir von ihnen keine Informationen erhalten, die nicht öffentlich zugänglich wären.»

Apple verteidige zwar die Sicherheit seiner Kunden, «aber wir dulden keinen Diebstahl und kooperieren nicht mit denjenigen, die drohen, unseren Nutzern zu schaden».

Auch bei anderen Tech-Unternehmen war Wikileaks mit dem Hilfsangebot auf Zurückhaltung gestossen. Experten wiesen bereits darauf hin, dass es für US-Unternehmen rechtlich problematisch sein könnte, mit entwendetem CIA-Material zu hantieren.

(oli/sda/dpa)

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