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An Apple iPhone 3GS and an Apple Macbook Pro are shown at the Apple retail store in San Francisco, California July  21, 2009. Apple Inc posted a quarterly profit that blew past Wall Street forecasts thanks to strong sales of Mac computers and improved margins, sending its shares up more than 3 percent on Tuesday.  REUTERS/Robert Galbraith  (UNITED STATES BUSINESS SCI TECH) - RTR25WH4

Geheimdienste zahlen kriminellen Hackern immer höhere Preise für noch unbekannte Sicherheitslücken. Bild: © Robert Galbraith / Reuters/REUTERS

Apple sagt, man habe die Sicherheitslücken bei iPhone und Mac gestopft, aber ...



Die von Wikileaks enthüllten mutmasslichen CIA-Werkzeuge zum Hacken von Apple-Geräten sind nach Angaben des Konzerns seit Jahren veraltet. Einer vorläufigen Analyse zufolge betraf die Schwachstelle nur das iPhone 3G und wurde bei Erscheinen des iPhone 3GS im Jahr 2009 geschlossen, wie Apple am Freitag erklärte. Und die von Wikileaks publizierten Sicherheitslücken bei Mac-Computern seien in allen Geräten ab dem Jahr 2013 gestopft.

Grund zur Entwarnung ist dies nicht: Es ist sehr wahrscheinlich, dass diverse Geheimdienste längst andere Sicherheitslücken in Betriebssystemen, Apps und Hardware von Apple, Google und Microsoft ausnutzen. Der Schweizer IT-Sicherheitsexperte Marc Ruef hat unlängst gegenüber watson bestätigt, dass aktuell vor allem Nachrichtendienste die Preise für noch nicht allgemein bekannte und daher auch noch nicht gestopfte Sicherheitslücken (Zero-Day-Exploits) bei iOS, Windows, Android und macOS in die Höhe treiben. 

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Die Software von Apple, Google, Microsoft und Co. ist löchrig wie ein Emmentaler. Geheimdienste und Kriminelle zahlen insbesondere bei iOS und Windows immer höhere Summen für noch unbekannte Schwachstellen. bild: scip ag

Angriff über manipulierte Adapter

Die von Wikileaks diese Woche veröffentlichten Dokumente beschreiben, wie bei physischem Zugang auf den Geräten für den Nutzer nicht erkennbare Überwachungssoftware installiert werden kann, unter anderem mit Hilfe präparierter Adapter.

Die Methoden waren grundsätzlich schon seit den Enthüllungen von Edward Snowden über die Überwachung durch den US-Abhördienst NSA bekannt. Laut Wikileaks war die iPhone-Software der CIA für fabrikneue Telefone konzipiert, um sie zu infizieren, noch bevor sie die Kunden erreichen.

Apple stellte am Freitag auch erstmals die Position gegenüber Wikileaks klar. Der Gründer der Enthüllungsplattform, Julian Assange, hatte angeboten, betroffenen Unternehmen detaillierte technische Informationen aus den CIA-Dokumenten zur Verfügung zu stellen, damit sie Schwachstellen in ihren Programmen und Diensten stopfen können. Laut Medienberichten stellte Wikileaks aber zugleich einige Bedingungen, unter anderem zum Zeitplan.

Apple will nicht mit Wikileaks verhandeln

«Wir haben mit Wikileaks nicht über Informationen verhandelt», erklärte Apple. Die Enthüllungsplattform sei angewiesen worden, den offiziellen Kanal für sicherheitsrelevante Hinweise zu den üblichen Konditionen zu nutzen. «Bisher haben wir von ihnen keine Informationen erhalten, die nicht öffentlich zugänglich wären.»

Apple verteidige zwar die Sicherheit seiner Kunden, «aber wir dulden keinen Diebstahl und kooperieren nicht mit denjenigen, die drohen, unseren Nutzern zu schaden».

Auch bei anderen Tech-Unternehmen war Wikileaks mit dem Hilfsangebot auf Zurückhaltung gestossen. Experten wiesen bereits darauf hin, dass es für US-Unternehmen rechtlich problematisch sein könnte, mit entwendetem CIA-Material zu hantieren.

(oli/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Töfflifahrer 24.03.2017 16:30
    Highlight Highlight Alle sprechen nun darüber wie "löchrig" doch die Systeme sind. Dass diese Exploits aber immer teurer werden zeigt doch, sie werden weniger.
    Niemand spricht darüber, dass Staaten mit Kriminellen zusammenarbeiten um selbst kriminelle Aktionen vornehmen zu können, aber genau das wäre ein Aufschrei wert. Nicht?
    • α Virginis 25.03.2017 23:15
      Highlight Highlight Uiuiui! Sowas aber auch! Ich denke nicht, dass Staaten mit Kriminellen zusammenspannen, das wäre für den Staat viel zu gefährlich und die Staaten haben sowas nicht nötig. Ich glaube, Sie meinen vielmehr die Tatsache, dass Geheimdienste, allen voran die NSA, über unsere Kommunikation, sei es Telephon, GPRS, Web oder was auch immer, bestens bescheid weiss und von allen Herstellern sogenannte "Backdoors" in die Systeme eingebaut werden, die dann von eben diesen Diensten genutzt werden können. George Orwell hat es ja vorausgesagt, aber damit kann ich leben, solange ich weiss, wie zu schützen.
    • Töfflifahrer 26.03.2017 09:59
      Highlight Highlight Backdoors gibt es mit Sicherheit in Routern, Switches etc. die aus den USA kommen, das ist seit Langem bekannt.
      Wie im Bericht ja aber steht, bezahlen die Nachrichtendienste enorme Summen um aktuelle Exploits bei Hackern einzukaufen. Genau das ist nichts anderes als eine Zusammenarbeit mit Kriminellen.
      Denn es geht denen darum sich in mobile Geräte hacken zu können um zielgerichtet Personen ausspähen zu können.

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