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Vermittlungsgebühren zurückgezahlt

Apple ist bemüht, in Asien für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen



Apple gehört in Asien zu den begehrtesten Arbeitgebern. Um einen Job bei einem Zulieferer des iPhone-Herstellers zu ergattern, bezahlten etliche Arbeiter horrende Vermittlungsgebühren. Apple hat diese Praxis nun gestoppt und entschädigt Arbeiter mit 4 Mio. Dollar. 

«Wir haben 3.96 Millionen Dollar an Beschäftigte in Drittfirmen zurückgezahlt, denen man diese masslosen Gebühren abgenommen hatte», sagte Jeff Williams, der bei Apple als Senior Vice President für die Produktion verantwortlich ist.

BEIJING, CHINA - OCTOBER 20: A Chinese customer looks at his iPhone 4S with a iPad in other hand in the newly opened Apple Store in Wangfujing shopping district on October 20, 2012 in Beijing, China. Apple Inc. opened its sixth retail store on the Chinese mainland Saturday. The new Wangfujing store is Apple's largest retail store in Asia.  (Photo by Feng Li/Getty Images)

Viele Asiaten sind verrückt nach Apple. Die US-Firma ist nicht nur bei den Endkäufern, sondern auch als Arbeitgeberin äusserst gefragt.  Bild: Getty Images AsiaPac

Apple liess im vergangenen Jahr insgesamt 633 Zulieferbetriebe weltweit überprüfen, wie einem am Mittwoch vorgestellten Bericht zu entnehmen ist. In den Betrieben arbeiten total 1.6 Millionen Personen. In 210 Betrieben sei im vergangenen Jahr erstmals eine Überprüfung dieser Art vorgenommen worden.

In manchen Firmen habe man festgestellt, dass Beschäftigte unbezahlte Überstunden in einem erheblichen Umfang leisten mussten. Auch hier habe man die Mängel abstellen lassen und den Betroffenen insgesamt 900'000 Dollar an Entschädigung gezahlt, sagte Williams. «Und die zu jungen Arbeiter, die wir entdeckt haben, wurden von uns bei fortlaufenden Lohnzahlungen in die Schulen zurückgeschickt.»

Reaktion auf Kritik an Bedingungen

Die Arbeitsverhältnisse in den Zulieferfirmen von Apple werden immer wieder kritisch beobachtet, auch weil es vor Jahren mehrere Selbsttötungen von Arbeitern beim Apple-Partner Foxconn in China gab.

Williams verwies auf ein breit angelegtes Schulungsprogramm von Apple, mit dem bislang 2.3 Millionen Arbeitnehmer auf die Standards von Apple und auf ihre Rechte als Beschäftigte hingewiesen worden seien. Über 600 Fabrik-Manager seien in einem 18-monatigen Trainingsprogramm zu den Themen Sicherheit, Umwelt und Gesundheit am Arbeitsplatz geschult worden.

FILE - In this May 26, 2010 file photo, staff members work on the production line at the Foxconn complex in the southern Chinese city of Shenzhen, southern China. A pledge reported Thursday, March 29, 2012 by the manufacturer of Apple's iPhones and iPads to limit work hours at its factories in China could force other global corporations to hike pay for Chinese workers who produce the world's consumer electronics, toys and other goods. Foxconn Technology's promise comes as Beijing is pushing foreign companies to share more of their revenues with Chinese employees. (AP Photo/Kin Cheung, File)

Die Arbeitsbedingungen bei gewissen Apple-Zulieferern werden immer wieder angeprangert.  Bild: AP

In der Vorbereitung des Marktstarts des neuen iPhone 6 habe allerdings fast jeder vierte der untersuchten Betriebe im September 2014 Probleme gehabt, die vorgeschriebene Zahl von maximal 60 Arbeitsstunden pro Woche einzuhalten. Im Dezember lag diese Quote von 60 Wochenstunden und mehr wieder unter zehn Prozent.

Die für westliche Verhältnisse langen, in China aber durchaus üblichen Arbeitszeiten waren in der Vergangenheit immer wieder von westlichen Gewerkschaften kritisiert worden.

Keine Mineralien aus Konfliktregionen

In dem Bericht nimmt Apple auch Stellung dazu, woher der Konzern seine Rohstoffe bezieht. Ziel eines im Jahr 2011 gestarteten Programms ist es, komplett auf Mineralien zu verzichten, die in Konfliktregionen gefördert oder verarbeitet werden.

Zu vier Erzhütten habe man die Geschäftsbeziehungen aufgeben müssen, weil sie sich einer unabhängigen Überprüfung der Standards verweigert hätten, sagte Williams.

Tantalerze wie Tantalit und Coltan werden teilweise als sogenannte Konfliktmineralien eingestuft, da die Förderminen in bestimmten Teilen der Demokratischen Republik Kongo von Rebellen kontrolliert werden. Diese Betriebe stehen im Verdacht, Menschenrechtsverletzungen mitzufinanzieren. (feb/sda/dpa)

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