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An illustration picture shows the Paris apartment offer by American actress Judith Freiha on the Airbnb web page displayed on a smatphone in front of a general view of the Ile Saint-Louis on the Seine river in Paris, France, August 9, 2015. Nowhere in the world has more accommodation available on Airbnb than Paris. Now the home-sharing website that has transformed budget travel to the French capital is giving its super-deluxe hotels a fright too.     REUTERS/Christian Hartmann

Mehr als nur Ferienunterkünfte: Neu setzt Airbnb auch auf Reiseveranstaltungen. Bild: CHRISTIAN HARTMANN/REUTERS

Airbnb macht Reisebüros mit neuem Service «Trips» Konkurrenz



Airbnb entwickelt sich vom Vermittler von Ferienapartments zum Konkurrenten klassischer Reiseveranstalter. Mit der am Donnerstag in Los Angeles vorgestellten Funktion «Trips» erweitert das Unternehmen seine Plattform deutlich über Unterbringungen hinaus.

Die Funktion erweitert das Angebot um Ferienaktivitäten wie Ausflüge zu lokalen Sehenswürdigkeiten oder Events. In Zukunft sollen auch Flüge integriert werden, so dass ein ganzes Reiseprogramm erstellt werden kann.

Airbnb startet den neuen Service in den zwölf Städten Los Angeles, San Francisco, Miami, Detroit, Havanna, London, Paris, Florenz, Nairobi, Kapstadt, Tokio und Seoul. Das Angebot soll allerdings rasch ausgeweitet werden, 39 weitere Städte seien schon in den Startlöchern.

Vor zwei Monaten hatte bereits der Internetriese Google eine Reiseplaner-App vorgestellt, die ebenfalls «Trips» heisst.

Airbnb vermittelt gegen Gebühr Wohnungen und Zimmer von Privatpersonen zur Zwischenmiete an Reisende und ist damit ein grosser Konkurrent der Hotel-Industrie. Die Online-Plattform hat seit der Gründung 2008 einen rasanten Aufstieg verzeichnet und ist inzwischen nach eigenen Angaben in 191 Ländern und mehr als 34'000 Städten weltweit vertreten.

Das Unternehmen wurde von Investoren zuletzt mit rund 30 Milliarden Dollar bewertet. Das Geschäftsmodell ist allerdings umstritten. Kritikern zufolge wird durch Airbnb ohnehin schon knapper Wohnraum verringert und verbotene gewerbliche Nutzung sowie ruhestörender Andrang von Touristenmassen in Wohnvierteln ermöglicht.

In Metropolen wie Berlin oder New York, wo erst kürzlich drastische Strafen für illegale Airbnb-Nutzung eingeführt wurden, hat das Unternehmen deshalb einen schweren Stand. (ehi/sda/dpa)

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