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Hacker-Angriffe in Echtzeit

Die Karte zeigt, wo Angriffe einschlagen. Bild: norse

Hacker-Karte

Sehen Sie zu, wie die Welt in Echtzeit gehackt wird

In bester «War Games»-Manier illustriert eine Webseite, wer wen gerade hackt. Ein Schweizer Sicherheitsexperte schätzt die Karte durchaus als repräsentativ ein, wenn auch mit Vorbehalt.

06.08.14, 13:04 06.08.14, 14:15
Philipp Rüegg
Philipp Rüegg

Redaktor

Fast wie in einem Game schiessen bunte Pfeile wild über den Globus. Sie bilden Hackerangriffe ab, die in Echtzeit stattfinden. Das Sicherheitsunternehmen Norse gibt an, Daten von Darknets zu sammeln und zu analysieren und sie mit einer interaktiven Karte zu veranschaulichen. Dazu setzt man scheinbar verwundbare Systeme, sogenannte Honeypots, auf und überwacht, wer womit auf diese Systeme zuzugreifen versucht.

gif: watson

Besonders eindrücklich ist ein Video, das scheinbar einen Botnet-Angriff auf Facebook zeigt. Eine massive Welle von Pfeilen startet darin von China in Richtung USA. Der Schweizer Sicherheitsexperte Stefan Friedli beurteilt die Karte als aussagekräftig, räumt aber Bedenken ein. «Was den Ursprung der Angriffe angeht, muss man sehen, dass ein Angriff aus China genau so gut aus der Schweiz starten könnte, mit einem Botnet aus infizierten, chinesischen Rechnern», erklärt Friedli und verweist dabei auf das Facebook-Video.

DDOS-Angriffe auf Facebook

video: youtube/tournaments replays

Ob die Grafik nur die Spitze des Eisbergs zeigt, sei schwer zu sagen, meint der Experte. «Sicher ist, dass hier vor allem relativ rudimentäre, breitflächige Angriffe gezeigt werden und weniger zielgerichtete Attacken. Und natürlich wird auch nur das gezeigt, was dann effektiv auf einem Endpunkt von Norse aufschlägt», so Friedli. Was die Frage aufwirft, ob Norse tatsächlich die richtigen Daten ermittelt. Einen Blick wert ist die Karte aber auf jeden Fall.



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