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Wir erklären, wie man sich vor heimlichen Videoaufnahmen in Privaträumen schützt. bild: shutterstock

Bei Airbnb oder im Hotel – so findest du versteckte Kameras mit dem Smartphone

Heimliche Videoaufnahmen sind nicht erst seit dem Ibiza-Video ein Thema. Auch andere Airbnb-Vermieter verstecken Kameras, um Mieter zu überwachen. Doch dies lässt sich mit ein paar Tricks aufdecken.



Ein Artikel von

T-Online

Zwar verstossen heimliche Kameras gegen die Nutzungsbedingungen von Airbnb, trotzdem werden sie ab und zu genutzt. Eigentlich muss dem Mieter jede Kamera offen gelegt werden, auch wenn sie sich im Freien befindet oder nicht funktioniert, und sie darf nicht in privaten Räumen wie Schlafzimmern oder Badezimmern installiert werden.

Im Fall des Ex-FPÖ-Vorsitzenden Hans-Christian Strache ging es um eine verwanzte, private Villa auf Ibiza, die per Airbnb zur Miete angeboten wurde. Sie war mit sechs versteckten Kameras und einer fortlaufenden Überwachung von mindestens sechs Stunden Dauer ausgestattet.

Versteckte Kameras können zum Beispiel in Rauchmeldern, Weckern oder Bilderrahmen versteckt sein, berichtet der Technik-Experte Dave Dean auf seiner Webseite toomanyadapters.com, die auf Technologie-Themen für Reisende spezialisiert ist. Er erklärt dort auch, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, solche Kameras aufzuspüren, die nur wenig Aufwand und ein Smartphone als Helfer brauchen.

Zwar gibt es auch Profi-Kameras, die praktisch nicht zu sehen sind. Sie sind so klein, dass sie zum Beispiel in einem Knopfloch versteckt sein können. Doch Amateur-Kameras lassen sich durchaus aufspüren.

Was für Geräte gilt es aufzuspüren?

Sicherheitskameras gibt es in drei Arten:

Letztere sind mit Standard-Apps und -Programmen nicht zu finden, können aber dennoch bei einer genauen Inspektion entdeckt werden.

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Wenn der Airbnb-Vermieter etwas zu neugierig ist. symbolbild: shutterstock

Wie und wo soll man nach Kameras suchen?

Dave Dean rät dazu, damit zu beginnen, den Raum oder das Haus abzusuchen. Eine Kamera brauche einen freien Blick auf den Raum, genügend Licht und eine Stromquelle. Kameras sind oft in Alltagsgegenständen versteckt, die nicht auffallen. Viele stecken in elektronischen Geräten, da hier ein Stromkabel nicht weiter auffällt. Sie werden auch oft in Geräten versteckt, die an Wänden oder Decken befestigt sind, da auch hier keine Kabel auffallen. Dinge, die üblicherweise nicht viel herumgetragen werden.

Am besten schaut man auch hinter Vorhänge und in Öffnungen in Wänden oder Decken. Beliebte Verstecke sind zudem Ventilatoren, Rauchmelder, Netzteile, Alarmanlagen, Telefone, Lampen, Steckdosen, Wanduhren, Spiegel, Wecker, Seifen- und Zahnbürstenhalter, DVD-Player und Set-Top-Boxen, erklärt Dean.

Wie findet man Kameras mit dem Smartphone?

Versteckte Kameras lassen sich auch mit dem Handy finden: Es gibt zwei Wege: Das Scannen des WLANs und die Verwendung der Taschenlampen-Funktion, um Kamera-Objektive aufzuspüren.

Schliesse die Vorhänge, lösche das Licht und starte die Taschenlampe deines Smartphones. Achte auf verdächtige Spiegelungen, die auftreten, wenn das Licht im rechten Winkel auf ein Kameraobjektiv trifft. Bei Kameras, die in einem Spiegel versteckt sind, funktioniert dieser Trick allerdings nicht.

Überwachungskameras nutzen oft Infrarotlicht, damit sie auch im Dunkeln Bewegungen erkennen. Auch über ausgestrahltes Infrarotlicht lassen sich also versteckte Kameras entdecken. Schalte dazu das Licht aus und die Kamera im Handy auf Selfie-Modus. Richte eine TV-Fernbedienung auf die Frontkamera und drücke eine beliebige Taste auf dieser. Jetzt müsste ein kleines Licht auf dem Display zu sehen sein.

Schalte in dem dunklen Raum nun die Frontkamera auf dem Handy oder Tablet ein und schwenke die Kamera langsam durch jeden Raum. Vergiss dabei die Decken nicht. Wenn auf dem Bildschirm ein kleines, helles Licht erscheint, das mit blossem Auge nicht sichtbar ist, sollte man es sich genauer ansehen, rät der Technik-Experte.

Was kann man mit Scanner-Apps tun?

Ist die Überwachungskamera mit dem gleichen WLAN verbunden, wie das Smartphone, bieten sich einige Apps an, die sie aufspüren können. Zum Beispiel Netzwerkscanner wie Fing oder WiFiman. Beide Apps sind unter iOS und Android verfügbar, scannen das verwendete Netzwerk und zeigen eine Liste aller angeschlossenen Geräte an. Normal sind das eigene Smartphone und der Router, ein Smart TV, Lautsprecher oder Streaming-Boxen.

Dean rät:

  1. Halte auch Ausschau nach seltsam benannten Netzwerken mit ähnlichem oder stärkerem Signal als dem, mit dem du verbunden bist.
  2. Siehst du verdächtige Eintragungen? Dann notieren die IP-Adresse des unbekannten Gerätes. Es sind vier Zahlen zwischen 0 und 254, zum Beispiel 192'168.0.25.
  3. Öffne nun eine Port-Scan-App wie «HE Network Tools» und starte die Funktion «TCP Port Scan». Gib dort die notierte IP-Adresse ein.
  4. Die App zeigt eine Liste der «Ports» an, die auf dem Gerät verwendet werden, und welche Netzwerkdienste diesen zugeordnet sind. Von besonderem Interesse sind die Ports 80 und 8080, die normalerweise für den Web-Zugang verwendet werden.
  5. Gib die IP-Adresse in die Browserzeile ein, gefolgt von einem Doppelpunkt und dem Port (z.B.: http://192'168.0.25:8080). Oft erscheint eine Webseite mit weiteren Informationen über das Gerät. Bei schlecht konfigurierten Kameras kann es sogar das Videosignal selbst anzeigen. Sollte die Angabe unbekannt sein, google diese. Die Ports 554 und 1935 werden normalerweise für Video-Streaming verwendet. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass das Gerät eine Kamera ist.

Bei grösseren Häusern sollte man den Scan in verschiedenen Teilen des Hauses wiederholen, rät Dean, um sicherzustellen, dass man alle WLAN-Netze erkannt hat.

Wie kann man sich sonst noch schützen?

Es gibt auch spezielle Geräte, die dabei helfen können, Sicherheitskameras zu erkennen. Doch die meisten Kamera-Erkennungsgeräte sind nicht sehr gut. Es besteht zwar die Möglichkeit, dass man eine Linsenreflexion oder ein Infrarotlicht mit einer solchen erkennt, aber viele Detektoren sind nicht effektiver als die oben genannten Methoden. Auch hat man sie im Urlaub meistens nicht dabei.

Auch Hochfrequenz-Scanner können dabei helfen, eine versteckte drahtlose Kamera zu erkennen, selbst dann, wenn sie an ein anderes WLAN angeschlossen ist. Das Problem ist allerdings die grosse Anzahl drahtloser Geräte, die die Funkwellen füllen. Deshalb ist es schwer, eine versteckte Kamera zu erkennen. Auch Kameras, die sich ausserhalb des eigenen Grundstücks befinden, sind relativ schwer aufzuspüren, so Dean.

Verwendete Quellen:

(t-online.de/hd)

Die 20 angesagtesten Unterkünfte auf Airbnb

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Oetjen 29.05.2019 12:21
    Highlight Highlight Apps wie zb nRF Toolbox zeigen auch die Bluetooth-Geräte in deiner Umgebung.
  • super_silv 29.05.2019 08:07
    Highlight Highlight Wäre Strache doch besser mal die ersten 12h wie ein Spion im Haus rumgelaufen und hätte Wlans, IPs und Ports gescannt, Infrarot Erkennung mit dem Handy durchgeführt. Dann wäre er jetzt der coolste Siech der Nation und nicht der Buuman 😂
  • Fip 28.05.2019 19:36
    Highlight Highlight Lade die lokale Heavy Metal Band zur Jam Session ein und sorge für genug Jack Daniels.
    Eventuelle Kameras sind danach mit dem Fernseher und den anderen Verstecken zertrümmert rund um das Grundstück verteilt.
    Als nächstes suchst du das weite oder wartest bis dir die Polizei eine Unterkunft anbietet!
  • Wander Kern 28.05.2019 19:15
    Highlight Highlight Hab' mir mal im Spiegel beim Masturbieren zugeschaut. Fazit: das will niemand sehen!
  • Hierundjetzt 28.05.2019 18:04
    Highlight Highlight Airbnb Nutzer 2019:
    Ich spare 50.- Franken an Hotelkosten und scanne dafür wie ein Depp "stundenlang" die gesamte Wohnung ab, weil ich unsicher bin ob ein Vermieter, den ich nicht kenne, mich ausspioniert. Wow. Opportunitätskosten hallo
  • Seuli 28.05.2019 17:38
    Highlight Highlight " Es sind vier Zahlen zwischen 0 und 254, zum Beispiel 192'168.0.25."

    Punkt 1) IP Adresse, Tippfehler? -> 192.168.0.25

    Punkt 2) "vier Zahlen zwischen 0 und 254" ist schlicht falsch, korrekt waere "zwischen 0 und 255". 192.168.255.25 ist eine ganz normale, gueltige IP-Adresse

    (PS: Die Qualitaet der Artikel eurer Medienpartner ist eher ... medioker, vor allem im Vergleich zu eurem eigenen Content)
    • Suchlicht 29.05.2019 23:01
      Highlight Highlight Punkt 3) die Absolutheit, wie hier IPv4 beschrieben wird und IPv6 völlig ignoriert wird, kann den unbedarften Netzscannenden in zweifelhafter Sicherheit wiegen.
  • kettcar #lina4weindoch 28.05.2019 16:51
    Highlight Highlight Meine Strategie: ich lauf immer nackt rum, dann wird es den Zuschauern nach kurzer Zeit zu viel.
  • Medi0cre 28.05.2019 15:16
    Highlight Highlight Ich dachte Portscanning sei illegal, vor allem in fremden Netzwerken. Ist das immer noch so?
    • maylander 28.05.2019 15:53
      Highlight Highlight Vor allem ist der Nutzen beschränkt.

      Meine Spionagegeräte würde ich in einem eigenen versteckten WLAN mitlaufen lassen.

      Falls dies nicht möglich ist auf der Kamera die ICMP und andere Dienste ausschalten, so dass sie nicht zu scannen sind.

      Gegen Profis wird man auch mit diesen Tipps machtlos sein.
    • Madison Pierce 28.05.2019 16:14
      Highlight Highlight Sinnvollerweise scannt man nicht nach WLANs (diese können versteckt sein), sondern nach WLAN-Traffic. So findet man versteckte Netzwerke und über die MAC-Adressen der verbundenen Clients findet man deren Hersteller heraus.

      Gibt es von einem Gerät mit Hersteller "Netgear" immer erhöhten Traffic, wenn sich etwas im Raum bewegt, ist der Fall klar.

      Versteckte verkabelte Kameras sind jedoch schwer zu entdecken.
    • Ueli_DeSchwert 28.05.2019 19:43
      Highlight Highlight @Mediocre:

      "Portscans, die im Vorfeld eines Hacks zum Gewinnen von Informationen über das Zielsystem gestartet werden, sind straflose Vorbereitungshandlungen. Portscans sind in diesem Fall bereits vom deliktischen Willen getragen, aber immer noch im Rahmen des Sozialkonformen anzusiedeln. Im Hinblick auf die beundesgerichtliche Schwellentheorie (BGE 83 IV 142, E. 1a) ist mit einem Portscan der point of no return noch nicht erlangt. Der Hacker kann auch nach dem Portscan sein Vorhaben, das Zielsystem zu hacken, aufhören und bleibt dabei straffrei."
      Weitere Infos unter 143bis.ch
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