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Hans Magnus Enzensberger bei einer Rede in Kopenhagen vor vier Jahren.  Bild: Reuters

«Schmeissen Sie Ihr Telefon weg»

10 Massnahmen, um der digitalen Verfolgung zu entgehen

NSA, Facebook, Google – alle wollen an unsere Daten. Wie man sich gegen die Datenkraken schützen kann, erklärt Hans Magnus Enzensberger in der FAZ.

01.03.14, 20:17 03.03.14, 06:39
Philipp Rüegg
Philipp Rüegg

Redaktor

Von überall her droht Gefahr. Egal, ob mit dem Smartphone oder mit dem Computer – kaum ein Kommunikationsweg scheint noch sicher. Alle wollen an unsere wertvollen Benutzerdaten rankommen. Der deutsche Schriftsteller und Essayist Hans Magnus Enzensberger will das nicht kampflos hinnehmen und liefert dafür in der «Frankfurter Allgememeine» zehn Punkte, wie man der digitalen Nachstellung zuvorkommen kann. Hier die Kurzfassung:

1. Schmeissen Sie Ihr Handy sofort weg!

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2. Gehen Sie nicht auf Schnäppchen und Gratisangebote ein!

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3. Finger weg von E-Banking!

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4. Unbedingt nur noch bar zahlen – Plastikgeld gehört abgeschafft!

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5. Boykottieren Sie die totale Vernetzung von allen Geräten...!

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6. ... und ebenso Politiker, welche die digitale Enteignung dulden.

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7. Schicken Sie vertrauliche Nachrichten per Postkarte!

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8. Kaufen Sie nicht übers Internet ein – bleiben Sie anonym!

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9. Aufdringliche Werbung gehört boykottiert!

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10. Entsagen Sie den sozialen Netzwerken!

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Hans Magnus Enzensbergers ausführlichen Tipps zum Thema Sicherheit und Datenschutz lesen Sie auf FAZ.net.

Was halten Sie von diesen Massnahmen? Welche befolgen Sie vielleicht sogar? Diskutieren Sie mit!

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 03.03.2014 13:00
    Highlight Da ist es an der Zeit etwas modernere Tipps im Zusammenhang mit der Nutzung moderner Medien zu geben:

    1 Geben sie das Geburtsdatum mit den Zahlen vertauscht oder knapp daneben an.

    2 Erstellen Sie extra mehrere Accounts beim gleichen Anbieter und nutzen Sie die Tarnung der Schwarmintelligenz.

    3 Haben Sie einen zweiten Vornamen? Dann geben Sie einfach den immer im Netz an.

    4 Lassen sie möglichst viele Freunde oder Ihre Kinder kontrolliert an ihrem PC oder mobile phone Sachen erledigen, um so die personifizierte Fokussierung aufzuheben.

    5 Schalten Sie das GPS bewusst nur an ausgefallenen Orten in den Ferien und nie an Ihrem Wohnort ein.

    6 Nutzen Sie in den Ferien oder im Ausland allgemeine Accounts im Internetcafe, so verwirren Sie die Zuordnung und Identifikation der IP Adresse.

    7 Wenn möglich wichtige und vertrauliche Gespräche nur über ein Pre Paid Handy führen.

    8 Laden Sie nie persönliche Fotoprofile von sich hoch, sondern nichssagende Bilder.

    9 Auch sollten sie die gleichen Bilder doppelt oder mehrfach bei verschiedenen Anbietern hochladen, damit diese nie das alleinige Nutzungsrecht bekommen.

    ut (dp) medienexperte
    2 0 Melden
  • Zeit_Genosse 03.03.2014 07:38
    Highlight Diese Tipps passen nicht in die Zeit. Das Rad zurückdrehen geht nicht und auf Online-Internet-Abstinenz zu machen ist eine persönliche Entscheidung, jedoch keine Antwort auf diese unaufhaltbare Entwicklung. Es ist doch besser mit einer Entwicklung zu leben und dabei zu lernen, als sie aufhalten zu wollen. Es ist wie mit Reisen in fremde Gebiete und Kulturen. Man bereitet sich vor, passt sich an, meidet gefährliche Stellen und freut sich an der Vielfalt die bereichert.
    2 0 Melden
  • tux_ping 02.03.2014 21:29
    Highlight Lächerliche "Tipps". Sollen wir also die totale Überwachung akzeptieren und uns wieder vor 10 - 20 Jahren verhalten?

    Und man muss kein Nerd, Hacker oder Kryptographieexperte sein, um einigermassen sicher unterwegs zu sein. Die wichtigste Regel ist wohl, im Internet immer das Hirn einzuschalten (macht man im Alltag ja auch, weiss nicht, wieso es im Internet dann so viele nicht machen). Und auch ansonsten kann man sich schützen, indem man nicht Windows sondern bspw. OpenBSD verwendet und alle Festplatten via TrueCrypt verschlüsselt.

    Alleine die Aussage "Online-Banking ist ein Segen, aber nur für Geheimdienste und für Kriminelle." zeigt, wie viel Ahnung dieser Herr hat.
    3 0 Melden

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