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Der welterste Drohnen-Taxi-Service hebt ab – das musst du wissen

Reisen wie James Bond: Im Wüstenstaat Dubai sollen Geschäftsleute ab diesem Sommer mit «fliegenden Autos» ans Ziel gebracht werden.



Letzten Sommer berichtete watson über die Genehmigung von Testflügen für die chinesische Taxi-Drohne EHang 184 im US-Wüstenstaat Nevada. Doch nun hat ein anderer Wüstenstaat angekündigt, das autonome Fluggerät noch in diesem Sommer als Verkehrsmittel offiziell zuzulassen.

Am zurzeit in Dubai stattfindenden World Government Summit verriet der Chef von Dubais Transportbehörde, Mattar al-Tayer, die ambitiösen Drohnen-Pläne. Dies berichtete Associated Press (AP) am Montag.

So funktioniert das Drohnen-Taxi

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Video: YouTube/Roads and Transport Authority

In der mit Ölmilliarden erbauten futuristischen Stadt sind die Drohnen-Vorbereitungen offenbar schon sehr weit fortgeschritten und es wurden auch bereits erfolgreiche Testflüge rund um den Wolkenkratzer Burj al-Arab durchgeführt: 

Burj Khalifa, the world's tallest tower, and luxury Burj al-Arab Hotel (L) are seen in a general view of Dubai, UAE December 9, 2015. Picture taken December 9, 2015. REUTERS/Karim Sahib/Pool      TPX IMAGES OF THE DAY

Blick auf Dubai am Persischen Golf, links im Bild der segelförmige Burj al-Arab. Bild: POOL/REUTERS

Die 8-Propeller-Drohne EHang 184 kann einen Passagier mit einem Gewicht bis zu 100 Kilogramm (plus Handgepäck) transportieren. Sobald der Passagier im Rennauto-mässigen Sitz Platz genommen (und sich angeschnallt) hat, gibt er auf einem Touch-Screen den gewünschten Zielort ein und wird per Knopfdruck dorthin geflogen.

Bild

screenshot: ehang.com

Wie bei den Smartphones ist auch bei Taxi-Drohnen der Akku ein limitierender Faktor: Die Batterie des «fliegenden Autos» soll eine Reisedistanz von 40 bis 50 Kilometern ermöglichen.

Laut Mattar al-Tayer beträgt die normale Reisegeschwindigkeit 100 km/h. Dabei werden die Drohnen von einer mit Menschen besetzten Zentrale überwacht, respektive über eine schnelle Mobilfunkverbindung (4G) ferngesteuert.

Dieses Video zeigt Testflüge, es wurde Ende 2016 von den Chinesen publiziert

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Video: YouTube/EHANG

Die Transportbehörde Dubais veröffentlichte nach der Ankündigung ihres Chefs ein Statement, in dem es hiess, die Taxi-Drohne sei durch die Zivilluftfahrtsbehörde geprüft worden.

An Emirati visitors gets off a ten-seater driverless car after a test run during the second Middle East and North Africa, MENA, Transport Congress Exhibition in Dubai, United Arab Emirates, Tuesday, April 26, 2016. Yesterday Dubai's ruler, Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, announced plans to have 25 percent of all trips in the commercial capital of the United Arab Emirates be by driverless vehicles by 2030. (AP Photo/Kamran Jebreili)

Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum kündete im April 2016 an, dass in «seiner» Stadt Dubai bis 2030 ein Drittel aller Personentransporte mit Roboter-Fahrzeugen durchgeführt werden. Das Ziel soll unter anderem mit dem kistenförmigen EZ10-Mobil erreicht werden. Bild: Kamran Jebreili/AP/KEYSTONE

Elon Musk in Dubai

In den Vereinigten Arabischen Emiraten findet jeweils im Februar das World Government Summit statt, das ist quasi eine Wüsten-Version des WEF in Davos, wo sich einflussreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft zum persönlichen Austausch treffen.

Zwischen Dubai und Abu Dhabi soll dereinst auch ein futuristisches Hochgeschwindigkeits-Transportsystem namens Hyperloop gebaut werden. Im vergangenen Oktober wurde ein Vertrag mit dem US-Unternehmen Hyperloop One unterzeichnet. Dabei werden mit Solarenergie elektrisch getriebene Transportkapseln mit Reisegeschwindigkeiten von über 1100 km/h auf Luftkissen durch eine Röhre «geschossen».

Der Tesla-Chef und Space-X-Gründer Elon Musk stellte das Konzept 2013 vor. Am Montag war er am World Government Summit in Dubai, wollte dazu aber keine Fragen beantworten.

Wie watson-Medienpartner Spiegel Online vor wenigen Tagen berichtete, will auch der Flugzeughersteller Airbus eine Taxi-Drohne lancieren, die den Stadtverkehr entlasten soll.

Ferngesteuerte Fluggeräte sind ein gefährlicher Trend: Der Dubai International Airport musste schon mehrmals vorübergehend geschlossen werden, weil Hobby-Piloten mit ihren Drohnen in den gesperrten Luftraum eingedrungen waren.

Würdest du dich von der Taxi-Drohne transportieren lassen?

via Engadget

Drohnen, Quadcopter und Co.

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sum Ting Wong 22.04.2017 10:02
    Highlight Highlight Wunderschön! Die angepeilte Reichweite und Geschwindigkeit ist aber mit der Energiedichte heutiger Akkus nicht zu erreichen... sonst wäre z.B. auch die Reichweite eines Teslas heute schon viel grösser (und der ist schwerer und hat eine tiefere Reisegeschwindigkeit). Deshalb sollte man das Projekt zwar im Auge behalten - bis jetzt ist es aber nicht mehr als eine übergrosse Drohne...
  • Sheez Gagoo 16.02.2017 04:43
    Highlight Highlight Unglaubliches Ding. Staune sehr.
  • Mikey51 15.02.2017 20:03
    Highlight Highlight Es geht um Mastar City und diese Stadt resp Universitätscampus gehört zu Abu Dhabi. Bin dort schon vor vier Jahren mit autonom fahrenden Autos gefahren. Der Campus wäre einmal eine Reportage wert.
  • Homes8 15.02.2017 17:55
    Highlight Highlight Das Hauptproblem ist der Lärm, den die Dinger machen
  • Goggwärgi 14.02.2017 16:38
    Highlight Highlight Gutes Marketing, aber von der Realität noch ein paar Jahre entfernt.

    Was passiert, wenn das Gerät im Gegenwind fliegen muss und deshalb der angepeilte Zielort nicht erreicht werden kann? Glaube kaum, dass die Bord-Software für diesen Aspekt bereits eine Lösung hat, was denn auch eine komplexe Herausforderung ist. Denn die Drohne soll ja auch in solchen Situationen mit einem Passagier ohne Flugerfahrung sicher landen.
    • Typu 14.02.2017 19:36
      Highlight Highlight Die zentrale besteht aus menschen und überwacht die drohnen. Steht im text.
    • Goggwärgi 15.02.2017 12:07
      Highlight Highlight Ob die Zentrale im nötigen Moment eingreifen kann und dann die richtigen Entscheidungen trifft? Bei Aspekten wie Wind wäre ein Eingriff durch die Zentrale zwar möglich, aber bei anderen unvorhergesehenen Ereignissen? Das Gerät verfügt weder über eine Tragfläche, noch kann eine Autorotation ausgeführt werden. Beim Ausfall eines Motors bestehen erhebliche Schwierigkeiten, die Drohne sicher zu landen. Umso schwieriger wird es sein, erfolgreich eine Notlandung unter massiv erschwerten Gegebenheiten von der Zentrale aus zu steuern.
  • MasterPain 14.02.2017 10:55
    Highlight Highlight Ohje... ich würde diesem Ding nicht über den Weg trauen. Ein «herkömmlicher» Hubschrauber könnte wenigstens noch versuchen mit Autorotation eine Notlandung hinzulegen wenn irgendwas schief läuft. Dieses Ding fällt einfach wie ein Stein vom Himmel.
    • Ton 14.02.2017 16:22
      Highlight Highlight Dafür hat ein Helikopter keine Redundanz. Das Risiko ist zudem kleiner, weil nur eine Person drin sitzt (Risk = Probability x Severity). Da hat man schnell mal ein «acceptable level of risk», siehe Töfffahren.
    • MasterPain 14.02.2017 20:31
      Highlight Highlight Kann das Teil mit drei Motoren fliegen?
    • Ton 14.02.2017 22:56
      Highlight Highlight Dieser Typ hat acht Motoren, wenn ich das Konzept richtig verstehe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zwerg Zwack 14.02.2017 10:41
    Highlight Highlight Da kann man ja nur darauf warten bis die ersten Passagiere von den Propellern "geschnetzelt" werden. Die Propeller müssten doch irgendwie geschützt sein!
  • Jsgkl 14.02.2017 09:52
    Highlight Highlight Wird sicher die Zukunft, im Moment würde ich aber noch nicht einsteigen.
  • R&B 14.02.2017 09:44
    Highlight Highlight "Die 8-Propeller-Drohne EHang 184 kann einen Passagier mit einem Gewicht bis zu 100 Kilogramm (plus Handgepäck) transportieren."

    Somit nix für die Amerikaner 😂😂😂
    • Ton 14.02.2017 16:26
      Highlight Highlight Die amis haben aber eh schon ein Drohnengesetz, welches die kommerzielle Nutzung enorm einschränkt (CFR Part 107). In Europa werden wir wohl 10 Jahre hinterherhinken, die EASA ist noch nicht so weit wie die FAA.

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