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Die EU killt die Netzneutralität: Das sind die Reaktionen

Von «Netzneutralität ist Quatsch» bis «In stiller Trauer um das WWW»: So reagiert das Netz auf das Zwei-Klassen-Internet

Was ist passiert? Im offenen Internet fliessen alle Daten gleichberechtigt und gleich schnell durch die Netze. Die EU hat dieses Prinzip nun aufgeweicht – es droht das Zwei-Klassen-Netz. In den sozialen Medien kommt die Entscheidung ganz schlecht an.
28.10.2015, 12:2028.10.2015, 13:22

Was ist Netzneutralität überhaupt? Und welche Bedeutung hat ein «freies Internet» für uns Konsumenten? Die einfachste Erklärung liefert unser Video.

Kritiker befürchten, dass mächtige Konzerne wie Google und Facebook sich künftig bei Swisscom und Co. eine Überholspur im Internet kaufen dürfen – während der Rest auf die Schleichspur abgedrängt wird.
YouTube/Watson Redaktion

Kurz gesagt bedeutet Netzneutralität, dass Videos, Musik und Webseiten von Giganten wie YouTube, Facebook und WhatsApp oder kleineren Anbietern wie watson, Wilmaa oder Threema von den Internetprovidern gleich schnell über ihre Datennetze transportiert und nicht blockiert werden. Auch Handy-Abos, die Apps wie WhatsApp oder Spotify nicht dem Datenguthaben belasten, während andere Apps wie Skype das Datenguthaben verbrauchen, verstossen gegen die Netzneutralität, da sie das Prinzip der Datengleichberechtigung verletzen.

Das von der EU gestern beschlossene Gesetz zur Netzneutralität beinhaltet vage Formulierungen, die den Telekomfirmen Ausnahmen vom Prinzip der Datengleichberechtigung bzw. Netzneutralität ermöglichen. Wenig überraschend, fallen die Meinungen dazu überwiegend negativ aus:

Der feuchte Traum jedes Internet-Providers: Wer Netflix, YouTube etc. ruckelfrei geniessen will, zahlt drauf

Ein fiktives Beispiel in einer Welt ohne Netzneutralität: Im günstigsten Handy-Abo von Swisscom ist Swisscom TV inklusive, die Streaming-Dienste der Konkurrenz (Zattoo, YouTube etc.) aber nicht.
Ein fiktives Beispiel in einer Welt ohne Netzneutralität: Im günstigsten Handy-Abo von Swisscom ist Swisscom TV inklusive, die Streaming-Dienste der Konkurrenz (Zattoo, YouTube etc.) aber nicht.
bild: digitale gesellschaft

Genau, das ist der Typ, der mit diesem YouTube-Video bekannt wurde ...

Günter Oettinger spricht Englisch.
YouTube/cpro90

Als kleine Entscheidungshilfe für Schweizer Politiker: Das denken die watson-User

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bild: watson
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