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Von «Netzneutralität ist Quatsch» bis «In stiller Trauer um das WWW»: So reagiert das Netz auf das Zwei-Klassen-Internet

Was ist passiert? Im offenen Internet fliessen alle Daten gleichberechtigt und gleich schnell durch die Netze. Die EU hat dieses Prinzip nun aufgeweicht – es droht das Zwei-Klassen-Netz. In den sozialen Medien kommt die Entscheidung ganz schlecht an.



Was ist Netzneutralität überhaupt? Und welche Bedeutung hat ein «freies Internet» für uns Konsumenten? Die einfachste Erklärung liefert unser Video.

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Kritiker befürchten, dass mächtige Konzerne wie Google und Facebook sich künftig bei Swisscom und Co. eine Überholspur im Internet kaufen dürfen – während der Rest auf die Schleichspur abgedrängt wird.
YouTube/Watson Redaktion

Kurz gesagt bedeutet Netzneutralität, dass Videos, Musik und Webseiten von Giganten wie YouTube, Facebook und WhatsApp oder kleineren Anbietern wie watson, Wilmaa oder Threema von den Internetprovidern gleich schnell über ihre Datennetze transportiert und nicht blockiert werden. Auch Handy-Abos, die Apps wie WhatsApp oder Spotify nicht dem Datenguthaben belasten, während andere Apps wie Skype das Datenguthaben verbrauchen, verstossen gegen die Netzneutralität, da sie das Prinzip der Datengleichberechtigung verletzen.

Das von der EU gestern beschlossene Gesetz zur Netzneutralität beinhaltet vage Formulierungen, die den Telekomfirmen Ausnahmen vom Prinzip der Datengleichberechtigung bzw. Netzneutralität ermöglichen. Wenig überraschend, fallen die Meinungen dazu überwiegend negativ aus:

«EU erteilt Freifahrtschein für das Zwei-Klassen-Netz»

Das Satiremagazin extra3 reagiert so

Der feuchte Traum jedes Internet-Providers: Wer Netflix, YouTube etc. ruckelfrei geniessen will, zahlt drauf

Bild

Ein fiktives Beispiel in einer Welt ohne Netzneutralität: Im günstigsten Handy-Abo von Swisscom ist Swisscom TV inklusive, die Streaming-Dienste der Konkurrenz (Zattoo, YouTube etc.) aber nicht.
bild: digitale gesellschaft

Netzneutralität in einer Grafik auf den Punkt gebracht

Dramatische Worte von der Piratenpartei​

Das Netz ist nicht tot, aber ...

Die konservative FAZ kommentiert die Entscheidung ähnlich dramatisch

Der Anfang vom Zwei-Klassen-Internet?

Linke und Grüne stimmten für die Beibehaltung der Netzneutralität, bürgerliche Parteien dagegen

Und der informierte Bürger so:

Da hilft nur noch Satire: Die EU hat Netzneutralität gerade für krebserregend erklärt

Eine Entscheidung für die Telekomfirmen und gegen kleine Internetfirmen...

... die weder das Geld noch die Ressourcen haben, mit zig Telekomfirmen priorisierte Zugänge auszuhandeln.  

Die Telekomfirmen haben hinter den Kulissen intensiv für das neue Gesetz geweibelt

Federführend als EU-Kommissar war übrigens der deutsche CDU-Politiker Günther Oettinger

Genau, das ist der Typ, der mit diesem YouTube-Video bekannt wurde ...

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Günter Oettinger spricht Englisch.
YouTube/cpro90

Das Europaparlament hat vermutlich massiv am Volkswillen vorbei entschieden

Als kleine Entscheidungshilfe für Schweizer Politiker: Das denken die watson-User

Bild

bild: watson

«Vorrang, weil ich's mir leisten kann!»

Und dann gibt es auch noch einen, der meint: «Netzneutralität ist Quatsch»

Alles, was man über Netzneutralität wissen sollte

«Es darf nicht sein, dass sich Blick.ch bei der Swisscom schnellere Ladezeiten kaufen kann als watson» 

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Swisscom, Sunrise und Cablecom wollen das Zwei-Klassen-Internet. Das riecht nach Ärger! Genau darum gibt es jetzt eine Schlichtungsstelle

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Swisscom und Co. wollen die Netzneutralität freiwillig gewährleisten – und ernten Spott und massive Kritik 

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«Ich glaube nicht, dass die europäischen Mobilfunk-Provider diesen Kampf gewinnen können»

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